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Silber wird ein äußerst begehrter Werkstoff bleiben

An der Frage, ob Silber Geld oder nur ein wichtiges Industriemetall ist, scheiden sich schon seit Jahren die Geister. Im Grunde ist Silber beides: Edelmetall und Industriemetall. Gerade diese einzigartige Kombination macht momentan seinen Charme aus.

Wer als Investor physisches Silber kauft, der setzt auf zwei verschiedene Momente, die auf lange Sicht weitere Kursanstiege bewirken können, denn es ist davon auszugehen, dass in einer fortgesetzten Finanzkrise immer mehr Menschen auch das Silber zu Absicherungszwecken horten werden und gleichzeitig ist das weiße Edelmetall aus vielen technischen Anwendungen nicht mehr wegzudenken.

Der Siegeszug des Silbers als Münzmetall begann in Europa in Griechenland. Rund 600 Jahre vor Christi Geburt prägte die Athener Stadtregierung Silbermünzen aus. Weil Eulen als Motiv diese frühen Drachmenmünzen zierten, bildete sich schnell die Redensart „Eulen nach Athen tragen“ für den Erwerb von Waren auf dem Athener Stadtmärkten aus.

Doch die beherrschende Nation der Antike waren nicht die Griechen, sondern die Römer. Sie führten das Silber 269 vor Christus als Element ihres Münzstandards ein. Dank dieser administrativen Maßnahme verbreitete sich das Silber nicht nur im gesamten römischen Reich, sondern es kam auch dazu, dass sich in Europa das Silber als Münzmetall gegenüber dem Gold zunächst durchsetzte.

Gold verdrängte Silber erst im 19. Jahrhundert als wichtigstes Münzmetall

Gold gewann erst im 19. Jahrhundert, die Bedeutung als Währungsmetall die wir ihm heute noch zusprechen. Immer mehr Staaten entschieden sich dafür Ihre Währungen an das Gold und nicht an das Silber zu binden.

Das Deutsche Reich war einer dieser Staaten. Es vollzog diesen Schritt unmittelbar nach der Reichsgründung 1871.


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Das Silber entwickelte sich zeitgleich immer mehr zu einem wichtigen Industrie- und Gebrauchsmetall. Wer etwas auf sich hielt, der aß auch in bürgerlichen Kreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert mit einem Silberbesteck und machte sich die toxische, also die bakterientötende, Wirkung des Silbers zu Eigen. Hinzu kam, dass in der aufkommenden Elektroindustrie und besonders dank der Fotografie Silber nun auch in der Industrie in großen Mengen nachgefragt wurde.

Der Trend, der damals im 19. Jahrhundert begann, ist bis heute noch nicht beendet. Zwar gab es durchaus gravierende Änderungen, etwa im Bereich der Besteckherstellung und auch in der für das Silber so bedeutsamen Fotoindustrie, aber der Bedarf an Silber ist dennoch gestiegen, nicht zurückgegangen. Bei den Silberbestecken hat das Edelstahl das Silber in vielen Haushalten heute verdrängt und fotografiert wird immer mehr mit digitalen Kameras.

Diese Verluste fallen beim Silberverbrauch heute jedoch nicht weiter ins Gewicht, weil viele neue Anwendungen hinzugekommen sind. In Summe ergeben sie heute sogar einen viel höheren Verbrauch als in der Vergangenheit.

Neue Anwendungen kompensieren den schwindenden Silberbedarf der Fotoindustrie

Silber Halogenide, also die Verbindungen von Silber mit den Halogenen Chlor, Brom und Jod, reagieren mit Licht. Sie erst ermöglichen es visuelle Effekte als Bilder auf Papier auszudrucken.

Eine Unze Silber ist ausreichend um etwa 5.000 Farbfotos zu produzieren.

Wenn man sich jetzt in Erinnerung ruft wie viel weltweit fotografiert wird, dann ist die Bedeutung der Fotografie für das Silber sehr leicht zu erkennen. Viele Experten rechneten deshalb mit einem dramatischen Einbruch der Nachfrage und damit auch des Silberpreises, als sich ab etwa 2000 der Siegeszug der Digitalfotografie abzuzeichnen begann.

Da immer noch viele Fotos ausgedruckt werden, wird der Silberbedarf der Fotoindustrie nicht gänzlich gegen Null gehen. In Zukunft werden die toxischen Eigenschaften des Silbers und seine hervorragenden Wärme- und Reflexionseigenschaften jedoch bei den Anwendungen stärker im Vordergrund stehen.

Bei klassischen Essbesteck mag der preiswertere Edelstahl das Silber verdrängt haben, weil auf die keimtötende Wirkung des Silbers an dieser Stelle verzichtet werden kann.

Aber dort, wo auf die toxischen Fähigkeiten des Silbers nicht verzichtet werden kann, ergeben sich immer neue Anwendungen.

Deshalb ist für die Medizintechnik das Silber ein unverzichtbarer Rohstoff, der durch kein anderes Metall ersetzt werden kann.

Als neue Anwendung hinzugekommen ist die Solartechnik. Ihren Aufschwung hatten zur Jahrtausendwende viele Investoren noch nicht auf dem Schirm. Entsprechend unterschätzt wurde auch die Nachfrage nach Silber, die aus diesem neuen Industriezweig kommt.

Inzwischen landen pro Jahr etwa 1.000 Tonnen Silber in Photovoltaikanlagen verbaut auf den Dächern dieser Welt. Für Investoren wird das Silber deshalb sowohl als Anlagemetall als auch als Industriemetall mit hoher Nachfrage auch weiterhin von sehr entscheidender Bedeutung sein.

Mehr zum Thema: Silber im Anlagecheck

8. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.