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Silberpreisentwicklung 2015: Keine Höhenflüge in Sicht

Wie sehr man sich doch irren kann. Vor rund 3 Jahren hatten alle noch die vorangegangenen Höchstpreise für Silber in Erinnerung: 2011 hatte die Unze fast 50 US-$ gekostet, Ende 2012 waren es immerhin noch 32 US-$.

Beflügelt vom zuvor erlebten Höhenflug machten einige Fondsmanager und Analysten eine Zyklusanalyse und sagten bis Ende 2015 einen Preisanstieg von 400% voraus.

Silberpreisentwicklung in 2015: Ernüchterung statt Euphorie

Doch die Silberpreisentwicklung 2015 gibt Anlegern bislang wenig Anlass zur Hoffnung, dass in den kommenden Monaten tatsächlich noch 165 US-$ erreicht würden. Die charttechnische Betrachtung von damals war sehr technischer Natur. Die Realität indes spricht eine andere Sprache: Aktuell liegt der Preis bei rund 16 US-$.

Grund für den Spitzenwert vom Mai 2011 waren die hochkochende Eurokrise, die Unruhen während das arabischen Frühlings sowie die Sorge um die Wirtschaft und das Finanzsystem nach einem schwerwiegenden Erbeben in Japan. Kurz darauf war der Silberpreis wieder im Sturzflug, auch deshalb, weil die Terminbörse Comex für Silberkontrakte höhere Sicherheiten forderte.

Silber ist generell sehr schwankungsanfällig. Deshalb können auch mit Blick auf aktuelle Krisen und Unsicherheiten Ausschläge nicht ausgeschlossen werden. Bleibt aber alles in einigermaßen kontrollierten Bahnen, so ist eher vorsichtiger Optimismus angesagt.


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Die bisherige Silberpreisentwicklung in 2015: Nach einem vorangegangenen Abstieg vom Sommerhoch letzten Jahres mit 21 US-$ startete der Preis im Januar bei 15,70 US-$. Kurz darauf verbreitete ein Anstieg auf über 18 US-$ Zuversicht, doch bis heute bewegt sich der Kurs in einem unteren Korridor nur seitwärts. Und das trotz eines knapperen Angebots an Silber.

Billiges Öl drückt den Preis

Schon ein Blick auf den Ölpreisverfall seit einem Jahr zeigt die Parallelen. Der Kurs für Silber hängt mit vom Öl ab – aber auch vom US-Dollar, der seit Jahresbeginn zulegte. Grund für den höheren Kurs war zum einen die anziehende US-Konjunktur und zum anderen die stete Erwartung ansteigender Leitzinsen. Doch erst vor Tagen entschied die Fed, weiterhin auf Nullzins-Niveau zu bleiben, was den Dollar drückt und den Silberpreis zumindest stützt.

Keine Unterstützung jedoch ist vom Öl zu erwarten, zumindest nicht kurzfristig. Nach der jüngsten OPEC-Entscheidung wird wohl unverändert mit Hochdruck gefördert. Allerdings erwarten Analysten ein weiter rückläufiges Angebot aus den Silberminen sowie am Markt für Altmetall. Zwischenzeitlich dürfte dann die Nachfrage zunehmen, was wiederum den Silberpreis beleben sollte. Da aber Silber zur Hälfte von der Industrie nachgefragt wird, hängt der Bedarf stark von der Konjunktur ab.

Silber-ETFs mit Sprengpotenzial

Doch schon kommt die nächste Unwägbarkeit: Die Nachfrage durch Investoren ist genauso schwach wie der Silberpreis. Eine wichtige Rolle spielen hierbei vor allem ETFs oder genauer ETCs auf Silber. Noch ist das Gesamtinvestment unverändert. Bei Gold-ETCs aber wurden in letzter Zeit massive Mittelabflüsse verzeichnet. Sollte dieser Trend nun auch beim Silber einsetzen, würde der Markt überschwemmt und der Preis in den Keller gedrückt.

Letztlich ist die weitere Silberpreisentwicklung 2015 völlig offen. Da es wenig sinnvoll ist, auf entscheidende Preistreiberereignisse und Krisen zu spekulieren, sollte Silber eher als Langfristanlage genutzt werden. Was auf jeden Fall die Nachfrage beleben wird, ist der zunehmende Bedarf in der Industrie aufsteigender Schwellenländer.

3. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.