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Sind Sie vorbereitet? Der Widerruf von Maklerverträgen

Da kommt etwas auf die Immobilienmakler zu. Das neue Widerrufsrecht für Maklerverträge gilt ab Mitte Juni 2014. Sie sollten sich schon jetzt darauf vorbereiten.

Wann haben Sie das letzte Mal die Maklerverträge Ihrer Kollegen im Internet angeschaut?

Eine einfache Google-Suche zeigt Ihnen, was die Kollegen aktuell im Netz eingestellt haben und welche Form von Verträgen diese verwenden.

Wertvolle Erkenntnisse

Wenn Sie eine solche Suche vornehmen, dann werden Sie feststellen, dass die Bandbreite der benutzten Verträge sehr groß ist.

Von einfachen Makleraufträgen über Allein-Aufträge bis zu den Qualifizierten Allein-Aufträgen mit Verweisungsklausel werden Sie alle möglichen Varianten finden.

Neu: Widerrufsbelehrung


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Neu ist, dass sich auf der einen oder anderen Webseite bereits Maklerverträge mit Widerrufsbelehrungen finden. Das ist allerdings noch nicht sehr oft der Fall.

Nach einem eigenen Feldtest findet sich in weniger als 10 Prozent der Maklerverträge eine Belehrung über das Widerrufsrecht bei einem Maklervertrag.

Risiko für Immobilienmakler

Das Risiko für Immobilienmakler steigt, weil ab Mitte Juni 2014 das „Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung“ eingreift.

Dieses Gesetz setzt die Europäische Verbraucherrechterichtlinie in Deutsches Recht um. Und danach gilt in Zukunft für viele Maklerverträge das Recht zum Widerruf für Verbraucher.

Warum ist das so?

Nach dem bisher geltenden Recht war sich die Rechtsprechung in Deutschland etwas uneinig über das Bestehen des Widerrufsrechts bei Maklerverträgen.

Bislang konnten Immobilienmakler aber davon ausgehen, dass Maklerverträge eher nicht unter dieses Widerrufsrecht fallen.

Das ändert sich jetzt!

Die amtliche Begründung der Europäischen Union sagt dazu im Wortlaut:

„Verträge über die Übertragung von Immobilien oder von Rechten an Immobilien oder die Begründung oder den Erwerb solcher Immobilien oder Rechte, Verträge über den Bau von neuen Gebäuden oder über erhebliche Umbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden sowie über die Vermietung von Wohnraum sind bereits Gegenstand einer Reihe spezifischer einzelstaatlicher Rechtsvorschriften.

Zu diesen Verträgen gehören beispielsweise der Verkauf noch zu bebauender Liegenschaften und der Mietkauf. Die in dieser Richtlinie enthaltenen Bestimmungen eignen sich nicht für diese Verträge, welche daher vom Geltungsbereich dieser Richtlinie ausgenommen werden sollten. Erhebliche Umbaumaßnahmen sind solche, die dem Bau eines neuen Gebäudes vergleichbar sind, beispielsweise Baumaßnahmen, bei denen nur die Fassade eines alten Gebäudes erhalten bleibt.

Dienstleistungsverträge insbesondere im Zusammenhang mit der Errichtung von Anbauten an Gebäude (z. B. dem Anbau einer Garage oder eines Wintergartens) und im Zusammen­hang mit der Instandsetzung und Renovierung von Gebäuden, die keine erheblichen Umbauarbeiten darstellen, wie auch Verträge über Dienstleistungen von Immobilienmaklern und über die Vermietung von Räumen für andere als Wohnzwecke sollten unter diese Richtlinie fallen.“

Fazit: Maklerverträge fallen unter die Verbraucherrechterichtlinie.

Morgen lesen Sie, wie Sie sich am besten darauf vorbereiten.

26. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.