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So berechnen Sie den Anlagen-Deckungsgrad

Damit auch Sie die Zahlen der DAX-Unternehmen einordnen können, möchte ich Ihnen hier die Vermögens-Struktur und die Anlagen-Intensität von Unternehmen näher vorstellen.

Außerdem finden Sie im weiteren Verlauf alles Wichtige über die sogenannte Kapital-Vermögens-Struktur von Unternehmen.

Ich bin mir dessen bewusst, dass die Materie eine eher trockene ist.

Doch sind zumindest Grundlagen-Kenntnisse dieser Materie unbedingt erforderlich, wenn Sie an der Börse durch unterbewertete Aktien Geld verdienen möchten.

Und so können Sie dem Beispiel des erfolgreichsten Investors aller Zeiten – Warren Buffett – folgen.

Vermögens-Struktur und Anlagen-Intensität

Die Kapital-Struktur bezieht sich auf die Passiv-Seite der Bilanz. Man spricht im Zusammenhang mit der Passiv-Seite auch von der Mittel-Herkunft.

Die Passiv-Seite der Bilanz gibt also die Antwort auf die Frage, woher das Kapital des Unternehmens stammt.

Die Vermögens-Struktur bezieht sich auf die Aktiv-Seite der Bilanz, die die Mittel-Verwendung darstellt und somit die Frage nach der Verwendung des Kapitals beantwortet.

Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Vermögens-Struktur ist die Anlagen-Intensität, die das Anlage-Vermögen in Relation zur Bilanz-Summe setzt.


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Die Formel zur Berechnung sieht wie folgt aus:

Anlage-Vermögen

———————- x 100 = Anlagen-Intensität (in %)

Gesamt-Vermögen

Zu beachten ist auch bei dieser Bilanzkennzahl, dass es in jeder Branche eine mehr oder weniger typische oder optimale Aufteilung des Vermögens in Anlage- und Umlauf-Vermögen gibt.

Zum Anlage-Vermögen zählen z. B. Maschinen und Fabrik-Anlagen. Typische Bestandteile des Umlauf-Vermögens sind beispielsweise Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebs-Stoffen oder Handelswaren.

Mein Praxistipp für Sie: Ein überdurchschnittliches Umlauf-Vermögen bei den Vorprodukten lässt auf schlechtes Lager-Management schließen und ein zu hoher Bestand an Fertig-Produkten auf Absatz-Schwierigkeiten.

Eine Ursache für zu geringe Bestände im Umlauf-Vermögen kann Kapital-Mangel sein.

Dadurch kann im Extremfall die Möglichkeit bestehen, dass nicht kontinuierlich produziert werden kann, weil Vorprodukte fehlen.

Das ist die Kapital-Vermögens-Struktur

Bei der Analyse der Kapital-Vermögens-Struktur werden sowohl die Aktiv- als auch die Passiv-Seite der Bilanz berücksichtigt.

Die in dem Zusammenhang maßgebliche Kennzahl ist der Anlagen-Deckungsgrad (ADG).

Der Anlagen-Deckungsgrad setzt das Eigenkapital in Relation zum Anlage-Vermögen.

Die Berechnung sieht dann wie folgt aus:

Eigenkapital

——————— x 100 = ADG (in %)

Anlage-Vermögen

Mit Hilfe des Anlagen-Deckungsgrades soll ermittelt werden, ob das langfristig gebundene Kapital (also das Anlage-Vermögen) auch langfristig finanziert ist.

Denn im Gegensatz zum Umlauf-Vermögen kann das in Maschinen oder Immobilien gebundene Anlage-Vermögen nicht kurzfristig zu Geld gemacht werden, ohne den Unternehmens-Fortbestand zu gefährden.

Der Anlagen-Deckungsgrad sollte laut Faustregel bei mindestens 100% liegen. Eine Abweichung nach unten ist nicht zwangsläufig ein K.O.-Kriterium.

Jedoch sollte in einem solchen Fall die künftige Entwicklung sehr aufmerksam verfolgt werden, damit Sie erkennen können, ob die Abweichung womöglich einen längerfristigen Trend einleitet.

26. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.