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So berechnen Sie Ihre Versorgungslücke bei der Rente

Um einer drohenden Altersarmut vorzubeugen, ist es ratsam, die eigene Versorgungslücke zu berechnen und die private Altersvorsorge so früh wie möglich anzugehen. Denn bei immer mehr Menschen zeigt sich im Alter eine Versorgungslücke, die dafür sorgt, dass der Lebensstandard aus der Berufstätigkeit im Ruhestand nicht aufrecht erhalten werden kann.

So berechnen Berufstätige ihre Versorgungslücke

Der Betrag, den Rentner im Vergleich zu ihrem letzten Nettogehalt weniger zur Verfügung haben, ist die Versorgungslücke einer Person. Je größer diese Lücke ist, desto stärker wird die Veränderung des Lebensstandards für die Betroffenen ausfallen.

Um diese Versorgungslücke gar nicht erst entstehen zu lassen, sollten sich Berufstätige schon früh Gedanken um ihre Altersvorsorge machen und mit privater Absicherung vorsorgen. Denn um einen gewissen Lebensstandard zu halten, sollte ein ungefähres Niveau (80 % werden empfohlen) des bisherigen Einkommens erreicht werden können.

Um in der Altersvorsorge die Lücke zu berechnen, müssen Berufstätige daher einen Blick auf ihr letztes Netto-Gehalt vor dem Ruhestand werfen. Falls sie dies noch nicht kennen, was gerade bei jüngeren Menschen wahrscheinlich ist, hilft eine vorsichtige Prognose anhand des momentanen Gehalts und der zu erwartenden Steigerung in den nächsten Jahren. Anhand des letzten Rentenbescheids, der das erste Rentengeld ungefähr beziffert, wird dann die Versorgungslücke deutlich.

Ein Beispiel verdeutlicht die Berechnung der Versorgungslücke

Herr Müller ist verheiratet, hat zwei Kinder und steht mitten im Berufsleben. 2.000 € netto hat er monatlich für Ausgaben zur Verfügung. Bei einer geschätzten Inflationsrate von 2 % werden aus diesen 2.000 € innerhalb von 22 Jahren 3.300 €. Bei einer gesetzlichen Rente von 2.000 €  in 22 Jahren bedeutet dies eine Versorgungslücke von 1.300 € im Monat, die seine Rente unter Berücksichtigung der Inflation unter seinem jetzigen Netto-Gehalt liegen wird.

Weshalb die Zahl nur eine grobe Orientierung gibt

Um die Lücke in der Altersvorsorge zu berechnen, werden einige Daten benötigt. Hierzu zählen persönliche Daten wie das Gehalt, Gehaltssteigerungen und der Eintritt ins Erwerbsleben, idealerweise der letzte Rentenbescheid und eine Annahme zur Inflation (2013 waren es im Jahresschnitt 1,5 %, es sollte aber besser mit 2 % gerechnet werden). Die Differenz zwischen dem letzten errechneten Gehalt und der ersten Zahlung aus der Rentenkasse bezeichnet die Versorgungslücke einer Person.

Beim Thema Gehaltssteigerungen sollten nur realistische Zahlen verwendet werden, sonst ist die Berechnung noch weniger aussagekräftig. In Anbetracht der Entwicklung und einem unvorhersehbaren Zeitraum (gerade bei Berufseinsteigern) ist die Zahl nur eine Richtlinie und sollte nicht für bare Münze genommen werden. Sie dient lediglich als Orientierung, in welche Richtung die Versorgung im Ruhestand im Vergleich zum bisherigen Einkommen gehen könnte. Die Versorgungslücke, die Berufstätige heute für ihren Ruhestand festgestellt haben, wird in den nächsten Jahren inflationsbedingt noch größer werden.

So kann Versorgungslücken vorgebeugt werden

Experten empfehlen, bei einer Rentenlücke von 1.000 € im Monat im Laufe der Erwerbstätigkeit mindestens 100.000 € zur Seite zu schaffen. Nur dann sei eine konstante und ausreichende Versorgung gesichert. Bei einer ersparten Summe von 100.000 € kann ein Rentner 35 Jahre lang monatlich 430 € ausgeben, bis das Kapital komplett verbraucht ist.

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1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.