MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

So berechnen Sie Ihren Auszahlplan und erhalten dafür auch noch Zinsen

Ob jemand in eine Rentenversicherung oder Lebensversicherung eingezahlt hat, im Lotto gewonnen oder geerbt hat: Für einige Menschen kommt ein Zeitpunkt im Leben, indem plötzlich hohe Summen im Raum stehen, die verwaltet werden müssen.

Um nicht alles Geld auf einmal ausgezahlt zu bekommen, bietet sich ein wohlüberlegter Auszahlplan an. Auf diese Weise können nämlich gleichzeitig noch Zinsen gesammelt werden und das Geld reicht höchstwahrscheinlich länger, als wenn man es selbst verwaltet. Schließlich erfordert der Umgang mit hohen Geldbeträgen Selbstdisziplin, um keine unvernünftigen Ausgaben zu tätigen, deren Umfang nicht überblickt werden kann.

Auszahlplan berechnen: Was muss dabei alles bedacht werden?

Bei der Berechnung eines Auszahlplans muss zuerst geschaut werden, wie hoch überhaupt der Betrag ist, um den es geht. Anschließend sollte sich der Anleger überlegen, über welchen Zeitraum das Geld ausgezahlt werden soll. Auch die Auszahlungsweise ist dabei interessant.

Ob das Geld jeden Monat, jedes Quartal, jedes halbe Jahr oder nur einmal jährlich ausbezahlt werden soll, beeinflusst die Berechnung des Auszahlungsplans. Auf Basis all dieser Informationen erhält der Sparer dann den Betrag, den er in dem von ihm gewählten Zeitraum regelmäßig ausgezahlt bekommt.

Sowohl die Bank als auch der Sparer profitieren vom Auszahlplan

Anhand eines Beispiels wird deutlich, wie ein Auszahlplan funktioniert. Hat ein Sparer ein Vermögen von 100.000 und will er den Ansparplan auf zehn Jahre anlegen, dann erhält er bei einem Zinssatz von 1 % 875,84 € pro Monat. Dieser Betrag liegt dank des Zinssatzes um 10,72 € über der eigentlichen monatlichen Rate. Dank der Zinsen erhöht sich die Auszahlung für den Sparer.

Bei einem Zinssatz von 1,8 % liegt die monatliche Rate bei gleichem Ausgangsbetrag und gleicher Laufzeit bei 910,45 €. 45,42 € betragen in diesem Fall die monatlichen Zinsen.

Zwischen 1 % und 3 % befindet sich die Höhe der Zinsen, die es bei einem Auszahlplan gibt, genauere Details werden aber mit der zuständigen Bank geregelt.

Für den Sparer liegt die Einlagensicherung auf diese Weise bei 100 %. Auch das Kreditinstitut profitiert von diesem Auszahlmodell, indem es nämlich am Kapitalmarkt für das Geld eine höhere Rendite erhält, als den Kunden letztlich ausgezahlt wird.

Ein Auszahlplan kann auch für andere Personen angelegt werden

Ein Auszahlplan kann nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere angelegt werden. So können Anleger beispielsweise ihre Enkel im Studium oder die Kinder beim Hausbau unterstützen. Dadurch, dass Auszahlpläne auf 5, 10 oder 20 Jahre angelegt werden können, ist es ausgeschlossen, dass die Kinder oder Enkel auf einen Schlag große Summen ausgeben.

Falls der Anleger stirbt, noch während der Auszahlplan für die Angehörigen läuft, hat der Todesfall keine Auswirkungen auf die Auszahlung, die unverändert weiterläuft.

Ein Auszahlplan eignet sich besonders für Personen, die über eine große Menge an Geld verfügen und dieses in Raten ausbezahlt bekommen wollen. Gerade beim Eintritt in die Rente bietet sich so ein Vorgehen an. Der Vorteil eines Auszahlplans liegt darin, dass das vorhandene Vermögen maßvoll und wohlüberlegt ausbezahlt wird.

Bei einem niedrigen Zinsniveau können Auszahlpläne jedoch problematisch sein, da sie das Risiko bergen, dass ein Anleger nicht einen Cent mehr erhält, als er angelegt hat. In diesem Fall birgt ein Auszahlplan keinen wirklichen Gewinn.

15. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.