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So berechnen Sie im Jahr 2016 die Pendlerpauschale

Zu Fuß zur Arbeit zu gehen oder nur einen kurzen Weg mit dem Fahrrad zurückzulegen ist ein großer Luxus, den nicht alle Arbeitnehmer haben. Viele legen jeden Morgen und jeden Nachmittag zahlreiche Kilometer mit dem Auto zurück, um zu ihrem Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu gelangen. Das frisst nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Benzin- und Verschleißkosten des Autos.

Der Fiskus kommt Pendlern aber entgegen, indem sie die täglich zurückgelegten Kilometer zur Arbeit in der Steuererklärung geltend machen können. Dank einer Pendlerpauschale mindert sich die Steuerlast und Arbeitnehmer erhalten zu viel gezahlte Steuern zurück. Sogar Fußgänger können die Kilometer zur Arbeit geltend machen.

Die Pendlerpauschale beträgt 2016 0,30 € ab dem ersten Kilometer und gilt für die einfache Strecke. Der Betrag wird mit der Anzahl der Tage und den täglichen Kilometern multipliziert, so ergibt sich der Betrag, um den die Steuerlast reduziert wird.

Die Pendlerpauschale 2015 wird anhand der kürzesten Route berechnet

Einfache Strecke bedeutet, dass nur die vollen Kilometer der einfachen Entfernung mit 0,30 € multipliziert werden können. Der Hin- und der Rückweg sind mit diesem Betrag dann abgegolten. Auch auf öffentliche Verkehrsmittel sowie für den Fußweg zur Arbeit kann die Pendlerpauschale geltend gemacht werden.

Für die Pendlerpauschale muss 2015 wie auch schon in den Jahren zuvor der kürzeste Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnort berechnet werden (dies geht am einfachsten mit einem Routenplaner, wie zum Beispiel Google Maps) und dieser mit 0,30 € und den Arbeitstagen multipliziert werden. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus:

Herr Schmidt fährt jeden Tag 30 km zur Arbeit hin und 30 km zurück. Eine Strecke kann er mit 0,30 € Pendlerpauschale geltend machen. Er hat einen Job in einem Unternehmen mit 30 Tagen Urlaub, sodass er mit Feiertagen und Wochenenden auf 220 Arbeitstage im Jahr kommt. Multipliziert er nun die Kilometerzahl mit den Arbeitstagen und der Pendlerpauschale, ergibt sich der Betrag, um den er seine Steuerlast reduzieren kann.

30 km (einfache Fahrt) x 220 Arbeitstage x 0,30 € (Pendlerpauschale) = 1.980 €

Wo Sie die Pendlerpauschale in der Steuererklärung 2016 eintragen

Herr Schmidt kann also 1.989 € von der Steuer absetzen, was sich anhand der Arbeitstage und der Entfernung von Wohn- zu Arbeitsort berechnet. Es empfiehlt sich auch für Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, trotzdem eine abzugeben. Nur dann kann die Pendlerpauschale geltend gemacht werden. Die Kosten für die Entfernungspauschale, wie sie auch genannt wird, müssen in der Steuererklärung in die Anlage N als Werbungskosten in Zeile 31 eingetragen werden.

Grundsätzlich ist die Pendlerpauschale im Jahr 2016 auf 4.500 € begrenzt, das heißt mehr als dieser Betrag darf in der Steuererklärung nicht geltend gemacht werden. Dies gilt allerdings nur für Wege, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurden.

Fährt ein Arbeitnehmer mit seinem eigenen PKW oder einem Firmenwagen, kann der Betrag auch darüber liegen. Ebenso wenn glaubhaft gemacht werden kann, dass die Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel über diesem Betrag liegen, können mehr als 4.500 € abgesetzt werden.

Was Arbeitnehmer wissen müssen

Steuerzahler, die die Entfernung zur Arbeit über die Pendlerpauschale geltend machen wollen, sollten 2015 unbedingt eine freiwillige Steuererklärung abgeben. Zwar haben sie für diese bis zu vier Jahre Zeit, weshalb als letzter Abgabetermin der 31. Dezember 2018 genügt. Je früher die Erklärung aber eingereicht wird, desto eher erhält man seine zu viel bezahlten Steuern zurück.

Für die Pendlerpauschale wird der einfache Weg zur Arbeit in Kilometern mit den Arbeitstagen im Jahr und 0,30 € multipliziert. Das Ergebnis dieser Rechnung ist der Betrag, um den die Steuerlast reduziert wird.

27. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.