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So bleiben ETF und Index auf gleicher Linie

Mit ETFs können Anleger einfach von der Wertentwicklung eines Index profitieren. Ein ETF ist ein Fonds, der passiv dessen Performance nachvollzieht.

Beim Dax liegt der langjährige Schnitt bei 7,75%, beim S&P 500, dem Leitindex mit den größten US-Unternehmen sind es gar 9,5%. Über 20 Jahre gesehen würde die angelegte Summe also auf mindestens das Dreifache steigen.

ETF: Der Fonds muss in der Indexspur bleiben

Voraussetzung dafür ist, dass der ETF als Fonds seinem Index möglichst 1:1 folgt. Doch die identische Abbildung von Fonds und Index ist ein angestrebter Idealfall und im Detail nicht ganz so einfach wie es nach außen hin erscheint. Bereits die teils unterschiedliche Berechnung und Dynamik von Indizes erfordert bestimmte Vorgehensweisen, um einen Gleichlauf herzustellen.

Grundsätzlich sind kleinere Spurabweichungen systembedingt unvermeidlich. Verzögerungen im weltweiten Handel über verschiedene Zeitzonen hinweg sind nur ein Grund. Ein anderer ist etwa die Anpassung und Umgewichtung bei Veränderungen im Index.


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Abweichungen durch Kosten

Wenn ein ETF im Vergleich zum Referenzindex abweichende Erträge erzielt, kann die Ursache auch in den Kosten liegen. Zwar sind ETFs Fonds, die mit nur wenigen Transaktionen auskommen, doch beim Rebalancing bzw. der Anpassung durch Umschichten fallen auch hier intern Kosten an, die von der Rendite abgehen. Bei ETFs, die einen Index synthetisch abbilden, können noch Swap- oder Lizengebühren hinzukommen. Gerade exotischere Indizes sind in der Hinsicht etwas anspruchsvoller.

Grafisch dargestellt würde dann die Performance-Linie des ETF leicht unter der des Index liegen. In dem Fall spricht man von einem Tracking Error. Abweichungswerte von bis zu 1% sind übrigens normal. Weil die aber auf lange Sicht zu erheblichen Abweichungen führen würden, wird gegengesteuert.

Kompensation durch Zusatzerträge

Um die ETF-Performance auf Gleichlauf mit dem Index zu bringen, lassen die meisten Anbieter Zusatzerträge in die Wertentwicklung einfließen – etwa in Form von Dividendenzahlungen oder Erträgen aus der Wertpapierleihe. Fondsanbieter verleihen üblicherweise Wertpapiere an Dritte. Das tun sie gegen eine Gebühr und entsprechende Sicherheiten.

Diese Zusatzerträge sind bei voll replizierenden ETFs in der Regel sogar höher. Oft kompensieren sie nicht nur die Performance, sondern übersteigen die Ausgaben. In dem Fall ist die Abweichung sogar positiv, die Linie des ETF liegt etwas über der des Index. Je nach Index und Anbieter ist also eine gewisse Outperformance durchaus möglich, auch wenn sie nicht das ursprüngliche Ziel eines ETF ist.

Struktur sorgt für günstige Gebühren

Dieser Effekt wird durch die spezifische Architektur von ETFs mit relativ geringem Aufwand erzeugt. Aktiv gemanagte Fonds indes müssen mit ständigen Umschichtungen sowie An- und Verkäufen versuchen, Kurs zu halten oder Überrenditen zu erzielen. Die wiederum wären nötig, um die Kosten für diesen Aufwand zu kompensieren.

Für Langfristanleger zeigt sich hier einer der Vorteile von ETFs: Bei angenommener gleicher Performance und einem Kostenunterschied von 1,5% durch höhere Gebühren entstünde durch den Zinseffekt nach 10 Jahren ein Renditenachteil von gut 20%.

ETFs sind Fonds, die denkbar günstig attraktive Renditen erzielen. Die jährlichen Gebühren liegen für gängige Indizes zwischen 0,08% und 0,16%. Erkennbar sind die Verwaltungskosten in der Total Expense Ratio (TER). Bei der Auswahl aber sollte man auch auf den Tracking Error bzw. die Struktur der Zusatzerträge achten.

18. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.