MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

So erteilen Anleger ihren Freistellungsauftrag

Sparer, die ihr Geld auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern oder in Form von Wertpapieren bei einer Bank angelegt haben, müssen auf ihre Kapitalerträge ab einer bestimmten Höhe Abgeltungsteuer zahlen.

Als Kapitalerträge gelten Kursgewinne, Zinsen oder Dividendenzahlungen. Alles was über den Freibetrag hinausgeht, wird pauschal mit 25 % (genauer gesagt 27,8 % oder 27,9 % inklusive Solidaritätsbeitrag und Kirchensteuer je nach Bundesland) versteuert.

Um den Freibetrag geltend zu machen, müssen Sparer bei ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einreichen. Mit diesem Dokument werden dann bis zur Höhe des Freibetrags keine Steuern auf die Kapitalerträge einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Was ist ein Freistellungsauftrag?

Mittels eines Freistellungsauftrags werden Banken darüber unterrichtet, Zinseinnahmen in einer gewissen Höhe vom Steuerabzug freizustellen, der sonst automatisch erfolgen würde. Die maximale Höhe beträgt für nicht verheiratete Personen 801 € und für Verheiratete 1.602 €.

Sparer können bei mehreren Geldanlagen bei verschiedenen Banken mehrere Freistellungsaufträge erteilen und ihren Freibetrag von 801 bzw. 1.602 € auf diese Weise auf die verschiedenen Konten verteilen. Um unnötige Abgaben an das Finanzamt zu vermeiden, müssen Sparer ihre Kapitalerträge richtig schätzen und ihre Freistellungsaufträge dementsprechend auf die verschiedenen Kreditinstitute aufsplitten.

Zu viel gezahlte Steuern können über die Steuererklärung zurückgeholt werden

Bei einer falschen Schätzung und einer falschen Verteilung gehen die Steuern an das Finanzamt automatisch ab und können nur über die Einkommensteuererklärung nach Jahresende wieder zurückgeholt werden. Wer mehrere Geldanlageprodukte bei einem Kreditinstitut hat, muss nur einen Freistellungsauftrag erteilen.

Die Freistellung gilt immer ab dem 01. Januar des Jahres, an dem der Auftrag bei der Bank eingegangen ist. Eine Kündigung des Freistellungsauftrags ist grundsätzlich nur zum 31.12. eines Jahres möglich. Wer absehen kann, dass er seine Geldanlage mehrere Jahre bei einem Kreditinstitut haben wird, kann einen Freistellungsauftrag auch auf unbestimmte Zeit erteilen.

Was Sparer machen müssen

Für Anleger, die nur bei einer Bank verschiedene Konten oder Depots haben, ist das Vorgehen relativ simpel. Sie müssen nach Eröffnung der Konten einen Freistellungsauftrag erteilen, mit dem dann erst Beträge ab 801 € oder 1.602 € dem Steuerabzug unterliegen. Wer bei verschiedenen Banken aktiv ist, sollte seine Kapitalerträge gut schätzen, um überflüssige Abgaben zu vermeiden.

Wer seinen Freistellungsauftrag ändern oder löschen will kann dies nur, indem er gleichzeitig einen neuen Auftrag erteilt. Bei einer Auflösung der Bankverbindung muss ein Antrag auf Löschung des Freistellungsauftrags gestellt werden, da andernfalls ein ungenutzter Freibetrag bei der Bank bestehen bleibt. Die Formulare für den Freistellungsauftrag können sich Sparer meistens direkt bei der Eröffnung ihres Kontos oder Depots entweder mitnehmen oder online herunterladen und ausdrucken.

6. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.