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Relative Stärke: So finden Sie die trendstärksten Aktien

Wenn Sie Börsen-Berichte und Einschätzungen zu Aktien lesen, finden Sie dort immer wieder den Begriff „Relative Stärke“. Doch was ist damit gemeint?

Vereinfacht gesagt, entwickelt sich eine Aktie, die relative Stärke zeigt, besser als der Gesamtmarkt. Doch dahinter steckt noch weit mehr:

Verschiedene Relative-Stärke-Konzepte

Genau genommen, können mit dem Begriff „Relative Stärke“ unterschiedliche Ansätze gemeint sein. So finden Sie in Charts häufig den von Welles Wilder entwickelten Relative-Stärke-Index (RSI) eingeblendet.

Dies ist ein technischer Indikator, der sich zwischen 0 und 100% bewegt. Der RSI zeigt an, ob eine Aktie über- oder überverkauft ist, eignet sich aber eher schlecht zur Generierung von Kauf- und Verkaufs-Signalen.

Ein weiteres Konzept der relativen Stärke funktioniert folgendermaßen: Sie teilen den Kurs einer Aktie durch den Index-Stand. Tun Sie dies regelmäßig, können Sie im Laufe der Zeit erkennen, wie sich die betreffende Aktie im Verhältnis zum Index entwickelt.

Steigt der berechnete Relative-Stärke-Wert im Zeitverlauf, entwickelt sich der Titel besser als der Index. Tendiert der Wert nach unten, ist die Aktie eher schwach.


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Dieser Ansatz ist zwar durchaus interessant, für Anleger, die nicht über eine professionelle Chart-Software verfügen, aber schwierig umzusetzen.

Bewährtes Konzept: Die Relative Stärke nach Levy

Das dritte – meines Erachtens interessanteste – Konzept ist die Relative Stärke nach Levy (RSL). Der Amerikaner Robert Levy stellte seinen Ansatz bereits 1967 vor.  Er basiert auf der Annahme, dass eine überdurchschnittliche Entwicklung auch künftig andauert; also, dass sich ein bestehender Trend fortsetzt.

Weil sein Ansatz deutlich bessere Ergebnisse als der Gesamtmarkt brachte, sorgte Levy seinerzeit für Furore in der Finanz-Branche. Und tatsächlich funktioniert der Ansatz auch heute noch.

Vor dem Hintergrund, dass nachhaltige Trends oft lange andauern, ist die Relative Stärke nach Levy für Sie als Anleger eine gute Möglichkeit, besonders trendstarke Aktien zu finden.

So wird die Relative Stärke nach Levy berechnet

Berechnen können Sie die Relative Stärke nach Levy, indem Sie den aktuellen Aktienkurs durch den durchschnittlichen Schlusskurs der vorangegangen Wochen teilen. Levy zog dazu den Durchschnitt der vergangenen 27 Wochen heran. Je nach Anlage-Horizont lässt sich der Betrachtungs-Zeitraum jedoch variieren.

Wer langfristiger orientiert ist, kann beispielsweise den aktuellen Kurs durch den Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 12 Monate teilen.

Wenn Sie diese Berechnung durchführen, erhalten Sie als Ergebnis die relative Stärke einer Aktie, die grob um 1 pendelt. Liegt der Wert über 1, ist eine Aktie relativ stark. Liegt der RSL unter 1, ist sie tendenziell schwach.

Aus den Relative-Stärke-Kennzahlen aller Index-Werte – beispielsweise der 30 DAX-Titel – wird im nächsten Schritt eine Rangliste erstellt.

Das zur Verfügung stehende Kapital wird dann in die sechs Aktien mit der höchsten relativen Stärke zu gleichen Teilen investiert. Nach sechs Monaten wird die Auswahl überprüft und die Werte, die nicht mehr zu den Top Sechs der Rangliste zählen, werden ausgetauscht.

Gutes Hilfsmittel zur Aktien-Auswahl

Für Sie als Anleger kann das Konzept von Levy ein gutes Hilfsmittel sein. Allerdings sind Anleger, die der Strategie von Levy folgen, immer voll investiert. Somit lassen sich auch mit dieser Strategie in ausgeprägten Abwärtstrends deutliche Rückschläge nicht vermeiden.

Andererseits setzen Sie, wenn Sie sich bei der Aktien-Auswahl auf die Werte konzentrieren, die einen RSL über 1 aufweisen, automatisch auf starke Papiere mit einem intakten Aufwärtstrend, die Ihnen überdurchschnittlich gute Gewinn-Chancen bieten. So ist gewährleistet, dass Anleger automatisch immer in den stärksten Aktien eines Index investiert sind.

Die Relative Stärke nach Levy ist in vielen Chart-Tools, die Sie im Internet finden, enthalten. So können Sie sich selbst auf die Suche nach aussichtsreichen Aktien machen.

5. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.