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So funktionieren Optionsscheine – Risiken und Chancen

Warum von der einfachen Kurssteigerung einer Aktie profitieren, wenn doch viel mehr geht? Optionsscheine winken mit einem Gewinn, der sozusagen aufgeblasen ist, und das ohne die Aktie selbst zu kaufen. Der Mechanismus dafür nennt sich Hebel. Und was sind Optionsscheine? Die Antwort hängt von der Betrachtung ab.

Vereinfacht gesagt, ist es ein Papier, für das eine Art Wettgeld, genannt Prämie, gezahlt wird. Man spekuliert, dass sich eine Aktie bis zu einem bestimmten Termin wie gewünscht entwickelt und kassiert bei Erfolg die erhöhte Differenz zwischen Anfangs- und Endkurs der Aktie. Kleiner Einsatz, großer Effekt. Der aber kann genauso gut in die falsche Richtung laufen, sodass der gesamte Einsatz verloren geht.

Was sind Optionsscheine? Zumindest nichts für Ungeübte

Optionsscheine sind zunächst eine hochriskante Finanzwette. Zwar gibt es Strategien zur Risikobeschränkung, doch das will geübt sein. Deshalb ist es Banken laut § 26 im Börsengesetz untersagt, derartige Geschäfte mit unerfahrenen Anlegern abzuschließen. Optionsscheine sind Derivate, also Wertpapiere, mit denen man indirekt auf irgendeinen Basiswert wie Aktien, Rohstoffe, ganze Indizes oder Rohstoffe setzt.

Wer sich aber mit der Materie beschäftigt hat, kann Optionsscheine sinnvoll einsetzen. Optionsscheine sind eine Abwandlung klassischer Optionen, die als Termingeschäfte nicht nur zum Spekulieren, sondern vor allem von Profi-Anlegern oder Unternehmen zur Absicherung von Finanzgeschäften und Depots eingesetzt werden.


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Ursprünglich waren Optionsscheine von Unternehmen mit Optionsanleihen verbunden. Die Scheine bezogen sich auf deren Aktien und wurden vor einer Kapitalerhöhung ausgegeben. Heute sind Optionsscheine vor allem ein von Optionen abgewandeltes Massenprodukt, mit dem sich Banken an Anleger richten.

Ähnlich wie Optionen – nur anders

Der Unterschied: Optionsscheine sind Wertpapiere, die an der Börse oder außerbörslich gehandelt werden. Anders als bei Optionen muss ein Anleger damit nicht die Voraussetzungen für standardisierte Termingeschäfte erfüllen.

Ein weiterer Unterschied: Während sich der Preis für Optionen aus Angebot und Nachfrage ergibt, wird er bei Optionsscheinen vom Anbieter festegelegt, was weniger transparent ist. Wegen dieser Manipulationsanfälligkeit sind sie etwa in den USA verboten. Hierzulande gibt es sie in den verschiedensten Varianten, etwa als Knock-Out-Produkte mit einer alles entscheidenden Kursbarriere.

Grundsätzlich geben auch Optionsscheine einem Käufer das Wahlrecht, Basiswerte wie Aktien zu einem bestimmten Kurswert, dem Basispreis, zu kaufen oder verkaufen. Dieses Recht gilt nur bis zur Fälligkeit. Wird die Option bis dahin nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos. Ansonsten muss der Verkäufer des Scheins am Laufzeitende seine Pflicht erfüllen. Allerdings werden keine Aktien direkt geliefert, sondern einfach der Gewinn ausgezahlt.

Mit oder ohne automatischer Ausübung

Aufpassen muss man, weil es zwei Typen von Optionsscheinen gibt: die einen mit automatischer Ausübung zum Ende der Laufzeit. Hier muss man sich um nichts kümmern, der Anbieter rechnet von selbst ab. Bei Scheinen ohne diesen Service aber muss man vor Fristablauf der Bank aktiv mitteilen, dass man seinen Schein ausüben möchte. Dies kann bei weniger kulanten Anbietern zu bösen Überraschungen führen.

Zusammenfassend lässt sich Frage – was sind Optionsscheine? – so beantworten: eine abschwächte Version von Optionen, die sich nur für geübte Anleger eignet. Als riskante Wette taugen sie nicht zum langfristigen Vermögensaufbau.

Allerdings kann man auch mit Verkaufs-Optionsscheinen sein Depot gegen fallende Kurse absichern. Dabei sind sie lediglich eine Schuldverschreibung der Bank. Wird sie zahlungsunfähig, ist auch der Optionsschein wertlos. Echte Optionen dagegen sind über die Terminbörse durch spezielle Einlagen gesichert.

11. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.