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So funktioniert der Pensionsfonds der Sparkassen

Pensionsfonds können das Sparkapital ihrer Anleger ohne Beschränkung in börsennotierte Anlagemöglichkeiten investieren. Das eröffnet, im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen, höhere Renditechancen, schmälert aber die Rentengarantie: Sicher ist nur die Rückzahlung des Eingezahlten beim Renteneintritt.

Zu unterscheiden ist zwischen jenen Pensionsfonds, die sich im Eigentum eines einzelnen Unternehmens befinden, und jenen, die branchenübergreifend von mehreren Arbeitgebern genutzt werden können. Zu letzterem gehören zum Beispiel der Pensionsfonds der Sparkassen oder auch die Metall-Rente.

Gute Bonitätswerte: Der Sparkassen Pensionsfonds

Der Sparkassen Pensionsfonds gilt als sicherer Vorsorgehafen. In Ratings wurde seine Bonität von Agenturen wie Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch mit dem Best-Rating AAA eingestuft. Die Sparkassen Pensionsfonds AG bietet eine branchenübergreifende betriebliche Altersvorsorge an und ist ihrerseits Tochter der Sparkassen PensionsManagement GmbH.

Die Vorsorge über den Fonds teilt sich hierbei in drei Produkte auf: TransferRente Garantie, TransferRente Vario und TransferRente Plus. Sie alle richten sich an Arbeitgeber von Unternehmen verschiedener Größen.

Die Arbeitgeber können von den Gehältern ihrer Mitarbeiter jeweils bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze dem Sparkassen Pensionsfonds zugehen lassen. Dies sind aktuell gut 2.600 € pro Jahr. Liegen sie in diesem Rahmen, so sind sie von der Steuer und der Sozialversicherung befreit.

Für alle Versorgungszusagen seit 2005 gilt, dass Mitarbeiter weitere 1.800 € steuerfrei in den Pensionsfonds einzahlen können – diese Zusatzzahlungen sind dann jedoch sozialversicherungspflichtig.

Pensionsfonds: Deutsche Besonderheiten

Pensionsfonds als fünfter Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge sind erst seit 2002 in Deutschland gestattet. Mittlerweile gibt es 30 solcher Versorgungseinrichtungen, die rechtlich selbstständig auftreten.

Im internationalen Vergleich gestaltet sich die Verwaltung eines Pensionsfonds hierzulande ungleich bürokratischer: So muss er in Deutschland von einer Aufsichtsbehörde genehmigt werden und untersteht fortan der Aufsicht durch die BaFin.

Obwohl sie sich in der Konzeption ähneln, müssen sich Pensionsfonds jedoch nicht nach den strengen Vorschriften zur Kapitalanlagepolitik richten, die Versicherungen zu beachten haben. Sie können höhere Investitionsrisiken eingehen und haben somit eine höhere Renditechance.

Der erste Pensionsfonds der Geschichte wurde 1875 vom US-amerikanischen Unternehmen American Express gegründet, heute sind Pensionsfonds bedeutende Investoren auf dem Kapitalmarkt. Der weltweit größte Pensionsfonds kommt hierbei aus Japan – der „Government Pension Investment Fund“ mit einem Volumen von rund 1,3 Billionen US-$.

2. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.