MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

So funktioniert die Spartenorganisation – eine Definition

In ausgewählte Unternehmen zu investieren, kann für Anleger ein durchaus rentables Geschäft sein. Es ist dabei von großer Bedeutung, dass man sich bestmöglich über das Geschäftsmodell und die jeweilige Struktur des Betriebs informiert.

Die sogenannte Spartenorganisation beschreibt eine Unternehmensstruktur, bei der auf der zweiten Hierarchieebene weitgehend selbstständige Teilbereiche gebildet werden. Das heißt: Es gibt zwar eine gemeinsame Unternehmensleitung, welche das strategische Management wahrnimmt. Die operativen Aufgaben werden jedoch an die einzelnen Sparten delegiert.

Die Aufteilung erfolgt in der Regel nach Objektgesichtspunkten. Das bedeutet, dass in einer Sparte möglichst gleichartige Produkte, Märkte oder Technologien zusammengefasst werden.

Die Rolle der Unternehmensleitung

Die Unternehmensleitung nimmt auch bei der Spartenorganisation eine zentrale Rolle ein. Hier wird nämlich über die Ausrichtung des gesamten Unternehmens entschieden, es werden die langfristigen Ziele definiert und zentrale Entscheidungen getroffen.

Die Finanzen des Gesamtunternehmens werden also meist weiterhin von der Unternehmensleitung geführt. Auch das Treffen von wichtigen Personalentscheidungen, die Verteilung von Ressourcen und die Definition von Schwerpunkten obliegen der Unternehmensleitung.

Die Aufteilung in verschiedene Sparten – auch Divisionen genannt – erfolgt auf der darunterliegenden Hierarchieebene. Hier kann ein Unternehmen beispielsweise verschiedene Produkte den verschiedenen Sparten zuordnen, so dass kleinere und spezialisierte Einheiten entstehen.

Die Rolle der einzelnen Sparten

In der praktischen Umsetzung ergibt sich aus diesem Organisationsmodell, dass die Teilbereiche unter dem Dach der Unternehmensleitung weitgehend autonom agieren. Ist ein Unternehmen breit aufgestellt und produziert eine Vielzahl von unterschiedlichen Produkten, so können die einzelnen Produkte der jeweils passenden Sparte zugeordnet werden.

Werden zum Beispiel für mehrere Produkte die gleichen Herstellungstechnologien benötigt, bietet sich eine gemeinsame Sparte an, die sich auf diesen Bereich konzentriert.

Aber auch eine Unterteilung nach regionalen Gesichtspunkten kann sinnvoll sein. Gerade in Zeiten der fortschreitenden Globalisierung können hier Kosten eingespart werden. Beide Gesichtspunkte – also zum einen die Unterteilung nach Produktgruppen und zum anderen nach der Region – können natürlich einander ergänzend angewandt werden.

Kompetenzen der einzelnen Sparten

Es gibt keine festen Regeln, was die Kompetenzen und Entscheidungsspielräume der einzelnen Sparten betreffen. Je nach Unternehmen kann den Sparten ein mehr oder weniger großer Freiraum gewährt werden.

Sehr weit verbreitet ist jedoch das Modell des Profitcenters. Hierbei ist der Spartenleiter in hohem Maße verantwortlich für die Produkte der jeweiligen Sparte und für die erzielten Gewinne. Man spricht hier von Kosten- und Erlösverantwortung, die bei der Teilbereichsleitung liegt. Dies erfolgt jedoch nur innerhalb des Spielraums, der von der Unternehmensleitung gewährt wird.

Auf diese Weise kann in einem großen und komplexen Unternehmen effektiv und schnell beurteilt werden, welcher Teilbereich gewinnbringend und rentabel arbeitet. Auch eventuelle Probleme bei Umsatz und Gewinn können schnell lokalisiert werden.

18. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.