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GeVestor Ratgeber: So erkennen Sie seriöse Online Broker

Gleich ob mit Aktien, Devisen oder etwa Differenzkontrakten (CFDs) – jeder Anleger kann sich übers Internet am Wertpapierhandel beteiligen. Einfach einen Online-Broker aussuchen, Depot sowie Verrechnungskonto einrichten und schon kann die Jagd auf Renditen beginnen. Je günstiger die Brokergebühren, desto besser.

Online Broker – auf Sicherheit bei Insolvenz achten

Doch Vorsicht: Die wichtigeren Auswahlkriterien sind bei jedem Online Broker Sicherheit und Insolvenz. Extrem niedrige Kosten etwa mögen verlocken, doch zugleich den finanziellen Druck des Anbieters erhöhen. Nicht selten wurden auf Messers Schneide auch noch Kundengelder falsch verbucht. Die Zahlungsunfähigkeit jedoch war unvermeidbar, das Kartenhaus brach zusammen.

Aber auch wenn alles mit rechten Dingen zugeht, so können massive Marktverwerfungen einen Broker in die Zahlungsunfähigkeit treiben. Worauf sollte man also beim Online-Broker in Sachen Sicherheit und Insolvenz achten?

Zentrale Sicherheitskriterien

Zunächst: Nicht jeder Broker hat zugleich eine Banklizenz, weshalb Kundengelder über ein separates Bankkonto laufen. Bei Banken, die als Online-Broker firmieren, geschieht dies automatisch. Dennoch muss auch ein unabhängiger Broker von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zugelassen sein. Bei ausländischen Anbietern ist also erhöhte Vorsicht geboten.


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Wertpapiere wie Aktien sind im Fall einer Insolvenz nicht gefährdet. Sie gehören dem Anleger und werden lediglich treuhänderisch verwahrt. Das im Depot vorhandene Kapital muss vom Unternehmenskapital bzw. dem des Brokers getrennt als Sondervermögen ausgewiesen werden. Damit ist es vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt.

Wichtig sind zudem die Regeln der gesetzlichen Einlagensicherung bei Banken. In der EU sind bis zu 100.000 € pro Kunde gesichert. Bei etlichen deutschen Online-Brokerbanken greift außerdem der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutsche Banken in unterschiedlicher Höhe. Abgesehen davon gibt es nationale Entschädigungseinrichtungen für Investments, denen ein Broker angehören sollte.

Beispiele jüngerer Insolvenzen

Jüngstes Beispiel einer Pleite ist der britische Devisenbroker Alpari. Als im Januar der Schweizer Franken von der Anbindung an den Euro gelöst wurde, stürzte dieser kurzzeitig massiv ab. Da bei Devisen mit geringem Einsatz und hohen Hebeln gearbeitet wird, konnten die Verlierer ihre Verluste nicht mehr ausgleichen und die Gewinner nicht ausbezahlt werden. Im Spagat dieser plötzlichen Verwerfung versagten sämtliche Sicherungen.

Doch Alpari war ein seriöser Broker unter Aufsicht der britischen Regulierungsbehörde FCA. Die Kundengelder waren getrennt verwahrt. Über die Einlagensicherung waren Bankeinlagen bis zu 85.000 britischen Pfund und Investments bis zu 50.000 Pfund gesichert.

In letztgenannter Höhe gab es auch Entschädigung für die geprellten Kunden des britischen CFD-Brokers World Spreads, der 2012 pleite ging. Mitauslöser waren extrem niedrige Gebühren. Obendrein aber wurde die Hälfte der Kundengelder nicht separat verwaltet, was die Behörden auf den Plan rief und Schadensersatzklagen nach sich zog.

Im selben Jahr traf es auch den Oberhausener CFD-Broker FXdirekt. Die Kunden wurden durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zumindest teilweise entschädigt. Die Höhe aus Ansprüchen wegen offener Wertpapiergeschäfte ist auf 20.000 € begrenzt. Ansonsten gehen diese Forderungen in die Insolvenzmasse ein.

GeVestor Tipp: seriöse Broker von schwarzen Schafen trennen

Wer von GeVestor als seriöser Broker eingestuft werden will, der muss unbedingt die Regeln der BaFin einhalten und einem Entschädigungsfonds angehören. Darauf sollten auch Sie als Anleger bei Ihrer Auswahl achten. Im Ausland gibt es teils vergleichbare Einrichtungen, an denen Sie sich orientieren können. In Deutschland und Großbritannien sind die Standards vergleichsweise hoch. Auf den Internetseiten der Regulierungsbehörden lassen sich einige schwarze Schafe erkennen, etwa Broker, denen zuvor die Lizenz entzogen wurde.

Kommt es dennoch beim Online-Broker trotz aller Sicherheit zur Insolvenz, sollte man umgehend aktiv den Insolvenzverwalter kontaktieren und die Herausgabe der eigenen Wertpapiere bzw. Gelder fordern.

7. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.