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So handeln Sie bei einer Erhöhung der Strompreise

Energiepreiserhöhungen sind keine Seltenheit. Mit einer steigenden EEG-Umlage im Jahr 2016 von 6,17 Cent auf 6,354 Cent erhöhen auch die Anbieter ihre Preise. Verbraucher sind diejenigen, die unter diesen Preiserhöhungen leiden, da die Kosten für Strom steigen und sich die Lebenshaltungskosten verteuern.

Vor Energiepreiserhöhungen sind Verbraucher nicht geschützt, sie können aber handeln, wenn es soweit ist. Neben der Möglichkeit Energie effizienter zu nutzen ist die beste Option den Stromanbieter zu wechseln und einen günstigeren Vertrag abzuschließen.

Was Verbraucher bei einer Energiepreiserhöhung tun können

Mehr als 1.000 Stromanbieter gibt es in Deutschland, die sich in ihren Preisen teilweise stark voneinander unterscheiden. Verbraucher können dabei unter anderem zwischen regionalen und überregionalen Anbietern mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Atomstrom, Ökostrom etc.) wählen.

Bei einer Energiepreiserhöhung müssen die Stromanbieter ihre Kunden rechtzeitig informieren. Für Verbraucher in der Grundversorgung, die also standardmäßig über die örtlichen Stadtwerke versorgt werden, gilt eine Kündigungsfrist von sechs Wochen. Bei anderen Anbietern ist die Frist vertraglich geregelt und muss eingehalten werden.

Durch Vergleichen einen günstigeren Anbieter finden

Im Rahmen von Energiepreiserhöhungen haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Kunden in der Grundversorgung haben dazu zwei Wochen Zeit. Sonderkunden, die bereits bei einem speziellen Anbieter Kunde sind, können ohne Einhaltung einer Frist kündigen und den Anbieter wechseln. Es empfiehlt sich jedoch eine unverzügliche Kündigung.

Die Rechtsprechung besagt, dass jede Strompreiserhöhung begründet werden muss, weshalb Verbraucher auch grundsätzlich das Recht haben eine Erhöhung in Frage zu stellen. Um zu viel gezahltes Geld zurückzuerhalten genügt zwar rein rechtlich schon der Widerspruch gegen die Jahresrechnung. Grundsätzlich empfiehlt sich aber eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Anbieter, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Zwar können Verbraucher statt eines Anbieterwechsels bei einer Preiserhöhung ihren Verbrauch reduzieren. Auf Energie wollen aber die wenigsten verzichten, weshalb sich ein Preisvergleich der verschiedenen Anbieter lohnt.

Anbieterwechsel in drei Wochen

Verbraucher sollten darauf achten, dass die gesunkene EEG-Umlage auch an sie weitergegeben wird. Denn nicht immer reagieren auch die Anbieter mit einer Preissenkung, sondern stecken das Geld in die eigene Tasche. Nach einer Kündigung haben Verbraucher drei Wochen Zeit für einen Anbieterwechsel.

In dieser Zeit werden sie mit Strom vom Grundversorger versorgt. Entscheiden sie sich in dieser Zeit nicht für einen neuen Stromanbieter, bleiben sie in der Grundversorgung, die häufig etwas teurer ist als andere Energieversorger.

Garantiepreis schützt vor Preiserhöhungen

Kunden, die nach einem Anbieterwechsel vor erneuten Preiserhöhungen geschützt sein wollen, können einen Vertrag zu einem Garantiepreis abschließen. Dieser sichert ihnen für einen festgelegten Zeitraum den günstigen Preis zum Vertragsabschluss. Auch bei fallenden Strompreisen bleiben sie allerdings in diesem Garantiepreis und zahlen eventuell drauf.

Energie effizient nutzen, statt sie zwanghaft zu sparen

Ein wichtiges Stichwort zum Thema Stromverbrauch ist Energieeffizienz in Abgrenzung zu Energie sparen. Verbraucher müssen sich nicht in ihren alltäglichen Abläufen einschränken und nur noch mit kaltem Wasser duschen, weniger kochen oder nicht mehr fernsehen.

Energie sollte effizient eingesetzt werden, indem Geräte, die gerade nicht gebraucht werden ausgeschaltet werden, in Räumen nicht stundenlang das Licht eingeschaltet ist obwohl keiner darin ist und an Geräte wie den Computer oder Fernseher Steckdosenleisten mit einem Off-Schalter geklemmt werden, sodass diese Geräte nicht permanent im Standby-Modus sind.

Auch beim Kauf von neuen Geräten sollte auf die Energieeffizienz dieser geachtet werden – alte Kühlschränke oder Backöfen sind nämlich wahre Energiefresser, was sich negativ auf die Rechnung auswirkt. Bei steigenden Strompreisen haben Kunden im Rahmen ihres Vertrages die Möglichkeit den Anbieter zu wechseln und sollten dies auch tun, da sie auf diese Weise Geld sparen können.

3. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.