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So können Selbstständige Steuern sparen

Wen eine hohe Steuerlast drückt, der ist natürlich immer daran interessiert, diese zu mildern. Und wenn das auf legale Weise möglich ist, ist das selbstverständlich besser als mit den Fahndern der Finanzbehörden aneinander zu geraten.

Die Rürup- oder Basisrente ist gerade für den Personenkreis der Selbstständigen besonders interessant. Normalerweise dürfen Selbstständige und Freiberufler keine geförderte Riester-Rente abschließen und in Anspruch nehmen. Sie können mit der Basisrente Steuern sparen.

Wie Selbstständige mit der Basisrente Steuern sparen können

Die Rürup- oder Basisrente geht auf den Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup zurück, der als Berater der Bundesregierung während der Rentenreform fungierte. Die Basisrente wurde 2005 eingeführt.

Im Unterschied zur Riester-Rente gibt es bei der Basisrente keine unmittelbaren staatlichen Zulagen sondern lediglich Steuervorteile. Allerdings werden dabei wesentlich höhere Beiträge gefördert als beim Riester-Sparen.

Wer sich nach reiflichen Abwägungen aller Vor- und Nachteile für eine Basisrente entschieden hat, einen hohen Steuersatz aufweist und Geld übrig hat, sollte sich mit dieser Form der Altersvorsorge näher beschäftigen.

Der Staat begünstigt nämlich seine Rürup-Sparer mit erheblichen Steuervorteilen. 2016 können Anleger ihre Einzahlungen in die Basisrente zu 82 % als Sonderausgaben in der jährlichen Steuererklärung geltend machen. Und zwar mit maximal 18.668 € (Paare mit 37.336 €) und damit zu 82 % des vom Fiskus akzeptierten Höchstbetrags von 22.766 € bzw. 45.532 €.

In den kommenden Jahren steigt der absetzbare Prozentsatz der Einzahlungen mehr und mehr, so dass ab 2025 der dann geltende Höchstbetrag zu 100 % in der Steuererklärung verrechnet werden kann.

In der Auszahlungsphase holt sich das Finanzamt einen Teil der Förderung zurück

Bei der Basisrente gibt es wie bei Riester-Sparen zwei unterschiedliche Phasen: den Anspar- und den Auszahlungszeitraum. Und die Steuereinsparungen in der Phase des Sparens ist nur eine einseitige Angelegenheit. Denn über den Zeitraum der Auszahlung holt sich der Fiskus einen Teil der Förderung wieder zurück.

Wie hoch die steuerliche Belastung letztendlich ist, hängt davon ab, in welchem Jahr die Rürup-Rente erstmals ausgezahlt wird. Die in diesem Punkt weitgehend flexiblen Rürup-Sparer müssen lediglich die Mindestaltersgrenze von 60 bzw. 62 Jahren beachten.

Basisrentner, die 2015 eine erste Zahlung erhalten, müssen 72 % der Bezüge versteuern. Danach steigt der zu versteuernde Anteil von Jahrgang zu Jahrgang. Wer sich die Rente erst im Jahr 2040 oder danach auszahlen lässt, muss das Ruhegeld zu 100 % versteuern.

Die Basisrente ist ein Steuersparmodell, bei dem vor allem ältere Besserverdiener Vorteile nutzen können. Wer nicht so viel verdient und/oder auf flexibel bleiben möchte, sollte sich bei der Altersvorsorge nach Alternativen umsehen.

Aus diesen Gründen ist es ratsam, vor dem Abschluss einer Basis- oder Rürup-Rente einen Besuch beim Steuerberater oder bei einer Verbraucherzentrale einzuplanen.

6. Juni 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.