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So können Sie von Osteuropas Dynamik profitieren

Gut, dass es Indexprodukte gibt. Mit Zertifikaten oder ETFs kann sich jeder Anleger einen kompletten Index aussuchen, in den er investiert und von dessen Performance profitieren. Ins Depot gehören zum Beispiel große, marktbreite Indizes wie S&P 500 oder der DAX.

Der Lyxor-ETF auf den S&P 500 brachte in drei Jahren ganze 88% Zuwachs, beim DAX-Produkt waren es 74%. Doch die Luft wird dünner. Beim DAX zeigen sich nach langem Aufwind erste Rückschläge. Und auch der S&P 500 verliert an Dynamik.

CECE-Index: Profil einer Alternative zum DAX

Während bei den Großen die Decke erreicht scheint, holen andere Indizes wieder auf. Bei der Suche nach einem alternativen Indexinvestment mit Potenzial lohnt sich ein Blick auf den CECE, der nach längerer Krise langsam wieder durchstarten kann. Der Zeitpunkt jedenfalls ist günstig.

Der CECE-Index wird seit 1999 von der Wiener Börse berechnet und umfasst die Leitindizes der östlichen EU-Länder Tschechien, Polen und Ungarn. Gut die Hälfte aller Titel stammt aus Polen, ein Drittel aus Tschechien, etwa ein Zehntel sind ungarische Unternehmen.

Es handelt sich um einen reinen Preisindex, bei dem Dividenden oder Erträge aus Bezugsrechten sowie Sonderzahlungen keinen Einfluss finden. Aktiensplits etwa wirken sich auf den Kurs nicht aus. Der CECE wird sowohl auf Euro- als auch auf Dollarbasis berechnet. Die Abkürzung CECE steht für „Central European Clearing House & Exchanges“.

Aufwärtstrend nach Krisentief

Der Index wurde gerade in letzter Zeit von Anlegern eher gemieden. Hauptgrund sind wohl die Spannungen mit Russland seit Ausbruch der Krimkrise. Zum einen forderte schon die Nähe zum Krisenherd ihren Tribut.

Zum anderen sind mit den westlichen Sanktionen die traditionell starken Handelsbeziehungen zu Russland erheblich eingebrochen. Nach seinem letzten markanten Hoch vom 18.4.2011 mit 2.298 Punkten bewegte sich der CECE mit ständigen Abbrüchen nur noch zwischen 1.530 und 1.780 Punkten. Seit dem letzten Tief Mitte Januar geht es wieder steil aufwärts.

Polen, Tschechien, Ungarn legen kräftig zu

Das Thema Krim ist weitgehend durch, die Situation in der Ukraine beruhigt sich, und nun richten sich die Hoffnungen auf eine langsame Entspannung in den Handelsbeziehungen zu Russland. Unabhängig davon lief schon letztes Jahr die Wirtschaft des im Index dominierenden Polen unerwartet gut.

Das Wachstum betrug 3,3% und erreichte damit einen Spitzenwert in der EU. Nach zwei Rezessionsjahren legte auch Tschechien um 2% zu. Und Ungarn verzeichnet ein Plus von 3,5%.

Die drei Länder zeichnen sich durch eine wirtschaftsfreundliche Politik aus. Polen setzt auf ein flexibles Arbeitsrecht und fiskalpolitische Stabilität. Tschechien verzeichnet längst Rekordwerte als kleine Exportnation und hohe Außenhandelsüberschüsse gegenüber Deutschland. Und Ungarns erklärtes Ziel ist es, bis in zehn Jahren die „wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft“ Europas zu werden.

Günstiger Einstiegszeitpunkt?

Insgesamt erscheinen die Aussichten auf einen weiteren kräftigen Kursanstieg des CECE-Index gut. Der Zeitpunkt für einen Zustieg noch günstig.

Zwar brachte etwa der Lyxor-ETF Eastern Europe auf den CECE im Vergleich zum DAX „nur“ 28,01% Zuwachs in den letzten drei Jahren, doch könnte er sich schon bald als willkommener Ausgleich zum deutschen Leitindex erweisen.

6. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.