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So kündigen Sie die fondsgebundene Lebensversicherung

Im Leben eines Menschen kann es immer wieder zu Situationen kommen, in denen er seine ursprüngliche Planungen überdenken oder gänzlich über den Haufen werfen muss. Das gilt auch für den Aufbau der finanziellen Vorsorge. Somit kann sogar die Kündigung einer fondsgebundenen Lebensversicherung in Betracht kommen.

Gründe dafür können zum Beispiel sein: Akuter Bedarf an finanziellen Mitteln, die Tilgung eines laufenden Kredits oder die Option den Rückkaufbetrag in eine Altersvorsorge zu stecken, die besser zur persönlichen Lebenssituation und dem Risikoprofil des Anlegers passt.

Eine fondsgebundene Lebensversicherung kündigen – aber wie?

Grundsätzlich ist es möglich, eine fondsgebundene Lebensversicherung zu kündigen. Wenn man sich an die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen hält. In vielen Fällen ist eine Kündigung zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres oder, bei monatlicher Zahlung der Beiträge, am Ende des entsprechenden Folgemonats möglich.

Sollte der Vertrag schon vor dem Jahr 2005 eingegangen worden sein, ist Vorsicht geboten. Denn es ist möglich, dass eine steuerfreie Erstattung des Rückkaufwertes erst nach Ablauf von 12 Jahren erfolgt. Unter Umständen kann es sich daher als sinnvoll erweisen, noch etwas abzuwarten und die Kündigung erst zum Ende des 12. Jahres der Vertragslaufzeit zu vollziehen.

Abhängig von der vertraglichen Vereinbarung ist es auch möglich, anstelle der Auszahlung der Rückkaufsumme sich die Fondsanteile auf ein eigenes Wertpapierdepot übertragen zu lassen. Dies kann sich als großer Vorteil erweisen, wenn sich der Kurs des Fonds zum Zeitpunkt der Auflösung des Vertrags im Keller befindet.


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Alternativen zur Kündigung einer fondsgebundenen Lebensversicherung

Für Anleger gibt es neben einer Kündigung der fondsgebundenen Lebensversicherung auch andere Optionen. Auch eine Beitragsfreistellung oder eine Laufzeitverkürzung kommen in Betracht. Aber auch dies ist abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers.

Besonders bei Liquiditätsschwierigkeiten bietet sich die Beitragsfreistellung an. Wenn es der Vertrag gestattet, läuft die Lebensversicherung dann ohne weitere Beitragszahlungen bis zum Vertragsende weiter. Allerdings sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass immer noch Verwaltungskosten anfallen und den Wert des Auszahlungsbetrags mindern.

Vorsicht: Bei der Beitragsfreistellung erheben einige Versicherungsgesellschaften so genannte Stornogebühren. Gegen diese Praxis hat es bereits Urteile des Bundesgerichtshofs gegeben. Das Einlegen eines Widerspruchs könnte sich lohnen.

Eine weitere Alternative zur Vertragskündigung ist die Laufzeitverkürzung. Dabei wird normalerweise der angesparte Beitrag beibehalten. Steuerliche Nachteile sind nicht zu erwarten.

In jedem Fall sollten Kunden einer Versicherung die Reihenfolge beachten. Denn in aller Regel sind die Lebensversicherer nicht bereit, die Laufzeit von einmal beitragsfrei gestellten Verträgen zu verkürzen. Ob die Kündigung, Beitragsfreistellung oder Laufzeitverkürzung – Kunden einer Lebensversicherung sollten genau überdenken, welcher Weg des Ausstiegs zu ihnen passt und finanziell sinnvoll ist.

8. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.