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So platzieren Anleger ein Aktien-Kauf-Limit

Viele Anleger kaufen nicht spontan, sondern überlegen sich vorher, welche Kurse für einen Kauf oder Verkauf in Frage kommen. Das hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass die Emotionen keine Rolle mehr spielen, weil bereits im Vorfeld sachlich die Kurse betrachtet wurden. Aus dieser rein rationalen Analyse heraus Entscheidungen zu treffen ist natürlich profitabler, als sich von seinen Gefühlen leiten zu lassen.

Insbesondere an der Börse, wo die Kurse jeden Tag das Potential haben deutlich zu schwanken, können nervöse Anleger zu Fehlern verleitet werden. Wer sich von stark steigenden oder fallenden Kursen beeinflussen lässt, verliert oft den übergeordneten Handelsplan aus den Augen. Deshalb ist es nicht nur profitabler mit Kauflimits bei Aktien zu arbeiten – es schont auch viele Nerven.

Verschiedene Arten von Kaufaufträgen

An der Börse gibt es je nach Situation unterschiedliche Aufträge, die Anleger ausführen lassen können. Immer abhängig von dem Tradingplan ist es wichtig zu wissen, was die jeweilige Order bedeutet. So können Anleger den Auftrag erteilen, dass sie Aktien kaufen wollen, sobald diese unter einen bestimmten Kurs gefallen ist. Aber auch anders herum kann der Kauf erst dann ausgeführt werden, wenn die Aktie über ein vorher genanntes Limit gestiegen ist.

Das Aktien-Kauf-Limit beschäftigt sich dabei mit der ersten Variante, also sobald eine Aktie zu einem gewissen Preis zu kaufen ist. Das Gegenteil davon ist die Stop-Buy-Order, die erst dann greift, wenn die Kurse über ein bestimmtes Niveau gestiegen sind.


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Beispiel für ein Aktien-Kauf-Limit

Anhand des Kursverlaufs der BMW-Aktie könnten Privatanleger einen Punkt für einen Einstieg suchen. Allerdings legt hierbei nicht der Anleger den Zeitpunkt fest, sondern der Kursverlauf. Es wird ein Aktien-Kauf-Limit platziert und dieses entscheidet alleine über den Kauf der Aktie.

Der hier gezeigte Wochenchart der vergangenen 5 Jahre zeigt die rote Durchschnittslinie über 100 Wochen. In manchen Fällen drehen die Kurse direkt an der Linie wieder nach oben, oft wird diese Linie auch unterschritten und erst danach steigen die Kurse wieder an. Anleger können aus dieser Analyse für sich selbst entscheiden, ob sie den nächsten Kontakt mit der 100-Wochenlinie als Kaufpreis nutzen. Vorausgesetzt sie gehen davon aus, dass sich dieses konstante Muster der vergangen 5 Jahre wiederholt.

Aktien-Kauf-Limit

Quelle: Gevestor Kurs-und-Chart-Tool

Dafür könnten sie ein Aktien-Kauf-Limit bei der BMW-Aktie platzieren, das sich etwa auf Höhe der roten Linie befindet. Somit wäre die Order ein Aktien-Kauf-Limit bei etwa 80 €. Je nach Risikobereitschaft kann das Limit auch etwas tiefer gelegt werden, wenn der Anleger davon ausgeht, dass die rote Linie kurz durchbrochen wird, bevor die Kurse wieder steigen. Dadurch könnten ein paar Cent gewonnen werden, allerdings besteht auch die Gefahr, dass die Kurse vorher nach oben drehen und die Order nicht ausgeführt wird.

Das Aktien-Kauf-Limit in Aktion

Nehmen wir als Beispiel 2 Anleger. Beide haben sich den obigen Chart genau angesehen und entschieden, ein Aktien-Kauf-Limit zu platzieren. Herr Müller geht auf Nummer sicher und wählt als Limit 80,50 €. Seine Begründung: Die rote Linie verläuft aktuell bei 80,44 € und steigt seit gut 4 Jahren. Sie wird demnach die kommenden Wochen weiter steigen, auch wenn die Kurse etwas nachgeben. Mit einem Aktien-Kauf-Limit knapp oberhalb der 100-Wochenlinie will Herr Müller sicher sein, dass der Auftrag auch ausgeführt wird.

Herr Schmidt will die Aktie möglichst günstig kaufen und riskiert ein niedrigeres Aktien-Kauf-Limit. Er analysiert, dass die Kurse in der Vergangenheit oft sogar 5 € unter der roten Linie notiert haben. Aus diesem Grund wählt er als Aktien-Kauf-Limit 76 € aus. Sollte der erhoffte Rücksetzer bis 76 € ausbleiben, wird die Order nicht gefüllt, das heißt Herr Schmidt würde keine BMW-Aktien erhalten.

Auch diese Variante der Charttechnik ist kein Garant für den Erfolg. Anleger können sie aber nutzen, um gute Möglichkeiten für einen Einstieg zu identifizieren. Es gab in obigen Chart auch Phasen von rund 12 Monaten, in denen die Kurse die rote Linie nicht berührt haben.

Somit wäre es auch möglich, dass beide Anleger keine Aktien erhalten, wenn die Kurse von jetzt an steigen. Dann kann die Order gestrichen werden. Oder sie wird an das jeweilige Umfeld angepasst. Das Aktien-Kauf-Limit ist für diese Art Schnäppchenjagd ideal geeignet.

18. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.