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So reduzieren Sie 2016 Ihre Steuerlast

Von Steuergeldern werden Straßen gebaut,  Beamtengehälter bezahlt und Bildung gefördert. Steuern werden meist als lästig und unnötig empfunden, sind aber für den Staat essentiell, um Investitionen zu tätigen.

Steuern zahlen muss in Deutschland jeder, der Geld oberhalb eines bestimmten Betrags verdient und zwar immer gemessen an seinem individuellen Einkommen. Der Steuersatz verläuft dabei progressiv, das heißt mit steigendem Einkommen steigt auch der Steuersatz.

Für verschiedene Umstände gibt es Steuerfreibeträge, die die Steuerbelastung reduzieren. Diese Freibeträge werden regelmäßig angepasst und steigen teilweise auch im Jahr 2016 wieder an. Neben dem Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer gibt es noch den Kinderfreibetrag und den Schenkungs- und Erbschaftssteuerfreibetrag. Auch persönliche Freibeträge können geltend gemacht werden.

Der Steuergrundfreibetrag gilt für jeden Erwerbstätigen

Einer der Freibeträge, die 2016 bei keiner Berechnung der Einkommensteuer fehlen dürfen, ist der Grundfreibetrag. Auf Grundlage des Existenzminimums, das jedem deutschen Bürger steuerfrei zusteht, müssen Erträge bis zu 8.652 € im Jahr (wie schon 2015) nicht versteuert werden.

Erst ab dem ersten Euro, der über diesem Betrag liegt, wird Einkommensteuer fällig. Bei Arbeitnehmern ist dieser Steuerfreibetrag im monatlichen Lohnsteuerabzug bereits mit berücksichtigt.

Kinderfreibeträge können lukrativer sein als Kindergeld

Kinderfreibeträge sind ebenfalls eine beliebte Möglichkeit, die persönliche Steuerlast zu senken. Jedes Elternpaar hat 2016 Anspruch auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von 7.248 €. Dieser Betrag ist seit 2014 kontinuierlich angestiegen und wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Alternativ zum Kinderfreibetrag können sich Eltern für das staatliche Kindergeld entscheiden.

Gerade Vielverdiener mit einem hohen persönlichen Steuersatz sollten abwägen, ob die Steuerermäßigung aufgrund des Freibetrags das Kindergeld übersteigt. 190 € pro Monat erhalten Eltern 2016 für das erste und zweite Kind, 196 € für das dritte und 221 € für jedes weitere Kind.

Schenkungssteuerfreibeträge und Erbschaftssteuerfreibeträge

Weitere Freibeträge betreffen den Schenkungssteuerfreibetrag und den Erbschaftssteuerfreibetrag. Diese Freibeträge gelten für Geld, das ein Verstorbener vererbt beziehungsweise ein Schenkender einem Begünstigten schenkt.

Wie hoch dieser Freibetrag tatsächlich ist, hängt vom Verwandtschaftsgrad ab. Je näher sich Verstorbener und Erbe bzw. Schenkender und Begünstigter stehen, desto höher ist der Freibetrag im Jahr 2016.

Machen Sie Ihren persönlichen Freibetrag geltend

Steuerzahler, die schon wissen, dass sie im kommenden Jahr hohe Ausgaben haben werden,  können ihre Freibeträge schon im Vorfeld beantragen. Auf diese Weise werden ihnen schon im laufenden Jahr weniger Steuern vom Bruttolohn abgezogen und es bleibt mehr Netto übrig. Werden keine Freibeträge im Vorfeld beantragt (bis Oktober für das Folgejahr), wird die zu viel bezahlte Steuer mit dem Jahresausgleich zurückbezahlt.

Weiß ein Arbeitnehmer beispielsweise schon im Voraus, dass er im nächsten Jahr hohe Kosten für die täglichen Fahrten zur Arbeit haben wird, kann er sich diesen Freibetrag auf seiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Auf diese Weise erhöht sich das monatliche Netto. Verzichtet ein Steuerzahler auf die Eintragung von Freibeträgen, kann er sich die zu viel gezahlte Steuer über die Einkommensteuer auf einen Schlag zurückholen.

Was Steuerzahler wissen müssen

Der Steuerfreibetrag kann schon bis Oktober auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden, auf diese Weise sind die monatlichen Abzüge geringer. Wird der Steuerfreibetrag nicht eingetragen, können sich Steuerzahler ihr Geld mit dem Lohnsteuerjahresausgleich zurückholen. Der Grundsteuerfreibetrag in Höhe von 8.652 € im Jahr 2016 gilt automatisch für jeden Erwerbstätigen. Der Erbschafts- und Schenkungsfreibetrag hängt davon ab, wie eng das Verwandtschaftsverhältnis ist.

Wissen Steuerzahler jetzt schon, dass sie im Jahr 2017 aufgrund eines Wohnortwechsels hohe Fahrtkosten haben werden, können sie ihren Freibetrag bis Oktober 2016 auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen und profitieren so von einem konstant höheren Nettolohn. Andernfalls erhalten sie das zu viel bezahlte Geld 2017 auf einen Schlag zurück.

29. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.