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So regeln Sie Ihren Nachlass ganz ohne Notar

Mit dem Alter beginnen viele Leute sich auch mit dem Thema Nachlass auseinanderzusetzen und begeben sich an das Verfassen eines Testaments. Dabei kann man viele Fehler machen, weshalb es wichtig ist, sich im Vorfeld gründlich zu informieren, was für die Rechtswirksamkeit beachtet werden muss.

Neben dem notariellen Testament ist das handschriftliche Testament die beliebteste Art, ein Testament zu erstellen. Mithilfe einer Vorlage kann das Testament aufgesetzt und der Nachlass geregelt werden. Der allgemeine Aufbau eines Testaments ist immer gleich, was das Verfassen verhältnismäßig leicht macht.

Nur ausschließlich von Hand geschriebene Testamente sind gültig

Das wichtigste bei einem handschriftlichen Testament ist, dass es auch wirklich ausschließlich von Hand geschrieben ist. Schon nur eine am Computer geschriebene Zeile könnte als Formfehler gelten und das Testament könnte für ungültig erklärt werden. Eine fehlende Unterschrift macht ein handschriftliches Testament ebenfalls ungültig. Sowohl das Datum als auch der eigene Name – alles muss leserlich von Hand verfasst und unterschrieben werden.

Analphabeten, Personen, die nicht mehr schreiben können, geistig Behinderte und minderjährige Personen dürfen kein handschriftliches Testament verfassen. Eine notarielle Beglaubigung ist bei einem handschriftlichen Testament nicht nötig. Wird ein handschriftliches Testament aufgrund von Formfehlern für ungültig erklärt, greift nicht die beabsichtige Erbfolge, sondern die gesetzliche.

Handschriftliches Testament auch ohne Muster erstellen

Was den Inhalt eines handschriftlichen Testaments angeht, muss sich der Verfasser nicht an ein bestimmtes, striktes Muster halten. Er ist frei zu schreiben was er will, solange deutlich wird, was er ausdrücken möchte und wie er seinen Nachlass regeln will. Auch jemanden zu enterben ist über ein handschriftliches Testament möglich. Wichtig bei einem Testament sind der deutlich zu lesende Name, die eigenhändige Unterschrift und das Datum, an dem es verfasst wurde.

Wer sein Testament ändern möchte, kann das jederzeit tun. Wichtig ist jedoch, dass grundsätzlich alle vererbbaren Vermögenswerte und Gegenstände präzise benannt werden und einwandfrei zugeordnet werden können. Andernfalls kann es zu Streitereien kommen.

Das Testament sollte auffindbar sein

Nach dem Verfassen eines Testaments sollte dieses an einem Ort aufbewahrt werden, der am besten einer Vertrauensperson genannt wird. Ist das Testament nach dem Tod nicht auffindbar, gilt es als nicht vorhanden und auch in diesem Falle greift wie auch bei gravierenden Formfehlern die gesetzliche Erbfolge.

Auch wenn eine notarielle Beglaubigung eines handschriftlichen Testaments nicht nötig ist, kann es trotzdem bei einem Notar aufbewahrt werden. Dort liegt es dann bis zum Tod und wird nach dem Ableben eröffnet.

26. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.