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So schaffen Sie Ihr eigenes DAX Handelssystem

Viele Börsianer suchen ständig nach dem heiligen Gral – dem perfekten Signalgeber – mit dem in Zukunft jeder Trade Erfolg haben soll. Doch das braucht es gar nicht. Wer öfter gewinnt, als er verliert, darf sich schon zu den Börsenprofis zählen. Ein eigenes DAX Handelssystem kann das durchaus möglich machen.

Wichtig sind dabei jedoch zwei Dinge: Das System muss tatsächlich erfolgreich sein und Anleger dürfen nicht davon abweichen. Nur so können die langfristigen Erträge sichergestellt werden.

Grundlagen eines Handelssystems

Eine festgelegte Methode für das Trading benötigt fixe Punkte bzw. Signale für den Einstieg und Ausstieg. Wann soll ein Wertpapier gekauft werden und zu welchem Zeitpunkt wird es wieder abgestoßen?

Außerdem ist entscheidend wie viel Geld pro Handel investiert wird. Das sogenannte Money Management kann besagen, dass Anleger pro Trade beispielsweise 0,5 oder 1 % ihres Depots riskieren dürfen.

Das beschränkt natürlich das Gewinnpotential, aber vor allem auch das Verlustrisiko, denn somit können auch ein paar negative Trades in Folge geschehen, ohne dass der Spekulant um sein Depot fürchten muss.

Signale für ein DAX Handelssystem

Viele Köche verderben den Brei und genauso ist es auch mit Handelssignalen . Wer den Chart voller Linien und Indikatoren hat, verliert den Überblick und muss zu viele Informationen analysieren. Erfolgreich ist ein DAX Handelssystem dann, wenn wenige Signale ausreichen um Klarheit zu schaffen.


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Unten stehender Chart des Gevestor-Charttools zeigt eindrucksvoll, wie einfach ein Handelssystem aufgebaut sein und gleichzeitig entspannt von Anlegern verfolgt werden kann. Dieses Beispiel ist nicht für Spekulanten gedacht, die mehrmals innerhalb eines Tages kaufen und verkaufen wollen, sondern für eher mittelfristige Investoren.

Eingezeichnet im Tageschart sind lediglich zwei Signalgeber. Die grüne 200-Tagesline wird generell sehr häufig verwendet. Andere Durchschnittslinien können ebenfalls gute Informationen liefern.

Die grüne Linie zeigt im Chart eine deutliche Richtungsänderung an. Das bedeutet, wird sie einmal durchbrochen, laufen die Kurse erst einmal einige Zeit in dieselbe Richtung weiter. Die Ausnahmen dabei waren im Chart Anfang 2015, doch wie erwähnt, geht es nicht darum immer Recht zu haben, sondern nur in den meisten Fällen.

DAX-Handelssystem

Link zu diesem Gevestor-Chart

Unter dem Chart ist als zweiter Signalgeber der MACD-Indikator eingeblendet. Dieser wird häufig genutzt um Wendepunkte in Trends zu erkennen und in Kombination mit dem gleitenden Durchschnitt der 200-Tagelinie arbeitet er sehr harmonisch.

Am rechten Rand stehen die Werte des MACD. Ein grundsätzliches Kaufsignal des Indikators ist, wenn die blaue Linie, die rosafarbene Linie von unten nach oben kreuzt. Doch das allein reicht für das erfolgreiches Handelssystem nicht aus.

Es gilt in diesem Fall auch noch darauf zu achten, dass die Kreuzung in der Nähe der 0-Punkte-Marke des MACD stattfand und der DAX die 200-Tagelinie überschritten hat. So fallen alle MACD-Signale weg, die bei + oder – 200 Punkten und darüber liegen. Allzu viele Trades bleiben dann zwar nicht übrig, doch diese sind mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt.

So hätte es Ende September 2014 ein Verkaufssignal gegeben, Mitte Januar 2015 ein Kaufsignal und Mitte August 2015 erneut ein Verkaufssignal.

Den passenden Ausstieg finden

Wann ein Kontrakt wieder aufgelöst werden soll, muss jeder Anleger für sich entscheiden. Eine Variante wäre ein Stoploss permanent nachlaufen zu lassen mit einem Abstand von 100 Punkten. So wird zwar garantiert nie auf dem Hoch verkauft, allerdings kann der DAX mit etwas Volatilität seine Richtung fortsetzen und die Gewinne werden beständig laufen gelassen.

Alternativ kann auch der MACD dafür genutzt werden. Die kleinen grünen Balken des Indikators sind hierbei nützlich. Wurde ein Trade mit obigen Signalen eröffnet, wird er geschlossen, sobald ein grüner Balken des MACD kürzer ist, als sein Vorgänger. Dadurch werden dann zwar keine sonderlich langen Bewegungen mitgenommen, aber dafür wird der Trade beendet, sobald das Momentum (Intensität) der Bewegung bzw. Trends nachlässt.

Alles in allem gibt eines schier unendlich große Anzahl an Indikatoren und Chartlinien, die für Handelssysteme nicht nur im DAX genutzt werden können. Viele Anleger experimentieren auch gerne und basteln sich so ihr eigenes individuelles System. Achten Sie immer auf die Erfolgsrate: Wenn Sie öfter gewinnen, als Sie verlieren und mit einem beschränkten Kapitaleinsatz handeln, werden Sie langfristig Erfolg haben.

Ein logischer Satz noch zum Verständnis: Auch das beste Handelssystem schützt nicht vor zeitweisen Verlusten. Anleger sollten deshalb nicht agieren, als wäre ein Gewinn garantiert, sondern weiterhin mit Bedacht und einem kühlen Kopf.

30. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.