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So schöpfen sie die Eigenheimzulage optimal aus

Die Bundesrepublik Deutschland zählt europaweit zu den Schlusslichtern, was den Besitz an selbstgenutztem Wohneigentum betrifft. Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat kein Wohneigentum – und das will der Staat ändern.

Mit steuerlichen Vergünstigungen und Zulagen wird deshalb versucht, Anreize zum Kauf von eigengenutzten Wohnungen und Häusern zu schaffen.

Wenn Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung erwerben und selbst darin wohnen, können Sie nach dem Eigenheimzulagegesetz (EigZulG) die staatliche Eigenheimzulage in Anspruch nehmen.

Wann Sie einen Anspruch auf Eigenheimzulage geltend machen können

Eigenheimzulage erhalten Sie grundsätzlich dann, wenn Sie eine selbstgenutzte Immobilie erwerben. Aber auch hier gibt es Grenzen.

Wenn Ihr Einkommen zu hoch ist, können Sie unter Umständen den Anspruch auf die staatliche Förderung verlieren. Eigenheimzulage gibt es nämlich nur, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr des Erwerbs und im Vorjahr bei Ledigen nicht mehr als insgesamt  70.000 € und bei Verheirateten nicht mehr als insgesamt 140.000 € beträgt.

Beispiel: Betragen die Einkünfte eines doppelverdienenden Ehepaares ohne Kinder im ersten Jahr 155.000 € und im zweiten Jahr 170.000 € , haben die Ehepartner keinen Anspruch auf Eigenheimzulage.


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Diese Einkommensgrenze erhöht sich pro Kind um 30.000 €. So darf eine Familie mit zwei Kindern im Zwei-Jahres- Zeitraum ein Einkommen von 340.000 € erwirtschaften, ohne dass dadurch das Anrecht auf Eigenheimzulage gefährdet wird.

Wichtig: Wenn während des achtjährigen Förderungszeitraums das Einkommen unter die Grenze sinkt, können Sie für die restlichen Jahre die verbleibende Eigenheimzulage beanspruchen.

Praxis-Tipp: Falls zum Zeitpunkt des Erwerbs Ihr Einkommen oberhalb der Grenze lag, sollten Sie unbedingt in jedem der folgenden acht Jahre prüfen, ob die Summe aus zwei Jahreseinkommen unterhalb der Grenze von 70.000€ für Ledige oder 140.000€  für Verheiratete – jeweils plus Kinderfreigrenze – liegt.

Wenn ja, stellen Sie am besten sofort bei Ihrem Finanzamt einen Antrag auf Eigenheimzulage.

Für die Ermittlung der Einkommensgrenzen ist nicht das zu versteuernde Jahreseinkommen ausschlaggebend. Bemessungsgrundlage ist der Gesamtbetrag der Einkünfte – das ist die Summe aller Einkünfte abzüglich Werbungskosten.

Nicht berücksichtigt werden Sonderausgaben wie Vorsorgeleistungen, Unterhaltszahlungen oder außergewöhnliche finanzielle Belastungen für behinderte und pflegebedürftige Angehörige.

Beispiel: Wer als Verheirateter im Zwei-Jahres-Zeitraum einen Gesamtbetrag der Einkünfte in Höhe von 170.000 € und Sonderausgaben in Höhe von 35.000 € ausweist, hat Pech gehabt – obwohl das zu versteuernde Einkommen nur 135.000 € beträgt.

Aus welchen Komponenten die Eigenheimzulage besteht

Zunächst einmal gibt es die Grundförderung für den Erwerb von selbstgenutzten Alt- oder Neubauten. Je nachdem, ob Sie eine neue oder eine gebrauchte Immobiliegekauft oder gebaut haben, können Sie mit unterschiedlichen Förderbeträgen rechnen.

Dazu kommt die Kinderzulage, über die Sie pro Kind nochmals einen stattlichen Förderbetrag erhalten können. Diese Komponente ist unabhängig davon, ob Sie einen Altoder Neubau erworben oder gebaut haben.

Achtung: Die Kinderzulage gibt es übrigens nur dann, wenn das entsprechende Kind auch wirklich ins neue Eigenheim mit einzieht.

Nach einem einschlägigen Urteil des Finanzgerichtes München genügt es nicht, dass das Kind zum Zeitpunkt des Kaufs oder der Baugenehmigung im selben Haushalt wie die Eltern lebte (Az. 16 K 210/97).

Die Eigenheim- und Kinderzulage wird nicht im Rahmen der Werbungskosten oder Sonderausgaben als steuermindernder Bestandteil Ihrer Steuererklärung betrachtet, sondern direkt Jahr für Jahr – jeweils im März – auf Ihr Konto überwiesen.

Wichtig: Bei der Eigenheim- und Kinderzulage gibt es noch eine weitere Obergrenze: Die Summe aus Eigenheim- und Kinderzulage darf im gesamten Förderzeitraum die Höhe der Bemessungsgrundlage, bei Um- und Ausbauten 50% der Bemessungsgrundlage nicht überschreiten.

10. Oktober 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.