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So setzen Steuerzahler 2016 ihr häusliches Arbeitszimmer ab

Um Steuern zu sparen, gibt es viele Möglichkeiten. Arbeitnehmer, die ausschließlich von zu Hause aus arbeiten und Selbstständige, deren Arbeitszimmer ihre „Betriebsstätte“ ist, können beispielsweise das häusliche Arbeitszimmer von der Steuer abziehen.

Um tatsächlich eine Steuererleichterung durch dieses Zimmer in den privaten vier Wänden zu erhalten,  müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. So dürfen Angestellte das Zimmer beispielsweise nur dann geltend machen, wenn ihnen am Arbeitsplatz kein anderes Büro zur Verfügung steht.

Wann Angestellte ihr Arbeitszimmer absetzen können

Gerade für Lehrer ist dieser Aspekt sehr interessant, die in der Regel in der Schule kein eigenes Büro haben. Um Korrekturarbeiten und Unterrichtsvorbereitung durchzuführen, können sie ein eigens eingerichtetes Arbeitszimmer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus mit bis zu 1.250 € pro Jahr von der Steuer absetzen. Vom Direktor der Schule brauchen sie dafür nur einen schriftlichen Nachweis, dass ihnen in der Schule kein Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Auch Steuerzahler, die ein Fernstudium oder Weiterbildungsmaßnahmen von zu Hause aus in Anspruch nehmen oder Außendienstmitarbeiter können bis zu 1.250 € pro Jahr für ihr häusliches Arbeitszimmer absetzen. Schwieriger wird es hingegen für Angestellte, denen in der Regel ein fester Arbeitsort am Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Diese Beträge können angerechnet werden

Der Höchstsatz von 1.250 € ist allerdings keine Pauschale, sondern muss von Fall zu Fall nachgewiesen werden. So können die anteilige Miete für das Zimmer, die Wohnnebenkosten, Gebäudeabschreibungen bei Eigentümern, Renovierungskosten und Einrichtungsgegenstände abgesetzt werden, die extra für dieses Zimmer angeschafft werden.

Bei manchen Möbelstücken oder Einrichtungsgegenständen kann es dabei zu Zweifeln kommen. Ein Schreibtisch kann beispielsweise definitiv abgesetzt werden, eine Schlafcouch, die in dieses Zimmer gestellt wird, kann jedoch vom Finanzamt angezweifelt werden. Somit könnte das Zimmer nicht mehr nur als Arbeits- sondern auch als Gästezimmer genutzt werden.

Für Selbstständige lohnt sich das Absetzen in unbegrenzter Höhe

Hausfrauen- oder männer, die von zu Hause aus Kosmetik- oder Versicherungen verkaufen, können ebenso wie auch Rentner, die einen Nebenjob von zu Hause aus erledigen, das heimische Büro absetzen.

Selbstständige oder Freiberufler können ein häusliches Arbeitszimmer dann absetzen, wenn es den Mittelpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit ausmacht. Die Höhe ist dabei im Gegensatz zu Angestellten nicht begrenzt. Freiberufler, die ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, können ihr Arbeitszimmer als Werbungskosten unbegrenzt steuerlich geltend machen.

Arbeitszimmer absetzen: 2015 durch die Steuererklärung Geld sparen

Grundsätzlich gilt, dass die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer in der nächsten Steuererklärung auf jeden Fall geltend gemacht werden sollten. Steuerzahler tragen dafür einfach alle zusammengerechneten Ausgaben für Betriebskosten, Reinigung, Miete und Renovierung unter den Werbungskosten in der Steuererklärung ein. Angestellte müssen die Grenze von 1.250 € beachten und die Voraussetzung erfüllen, kein Büro am Arbeitsplatz zur Verfügung zu haben.

Es kann passieren, dass das Finanzamt die Kosten anzweifelt und sie anhand von Belegen nachgewiesen werden müssen. Der Aufwand lohnt sich aber, da so die Steuerlast schließlich enorm reduziert wird.

12. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.