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So sichert ein Limit gegen Verluste ab

Wer verhindern will, dass sich sein Aktieninvestment durch einen Kursabfall in Luft auflöst, muss ein Limit setzen und mit kontrolliertem Aktienverkauf entgegenwirken. Ein paar Dinge gibt es aber zu beachten.

Stop-Loss statt reguläres Limit

Wenn der Kurs einer Aktie sinkt, neigt mancher Anleger dazu, an seinem Papier festzuhalten und setzt aufs Prinzip Hoffnung. Das kann jedoch teuer werden. Gefragt ist Selbstdisziplin. Der beste Schutz gegen drohende Verluste ist ein Limit in Form eines vorab erteilten Stop-Loss-Auftrags an die Bank.

Der unterscheidet sich von einem regulären Limit, das man als Orderzusatz angeben kann. Bei dem gibt man den untersten Betrag an, zu dem die Aktie verkauft werden darf. Doch wenn der Kurs zu schnell unter dieses Limit sinkt, wird der Aktienverkauf nicht mehr durchgeführt, weil der gewünschte Mindestkurs nicht mehr zu bekommen ist.

Schmerzgrenze definieren

Anders bei der Stopp-Loss-Order: Rutscht der Kurs unter die vom Anleger gesetzte Grenzmarke, wird die Order ausgelöst und die Aktie automatisch verkauft. Das ist sicherer, als auf irgendwelche Anzeichen für einen Kursverfall zu warten. Der kommt nämlich oft völlig überraschend.

Mit dem gewählten Limit bestimmt ein Anleger vorab, bis zu welchem Punkt er die Talfahrt seines Papiers toleriert, um den Großteil seines Investments zu sichern.


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Einsatz sichern

Angenommen ein Anleger kauft Aktien für 50 € und ist bereit, bis zu 10% Verlust hinzunehmen. Dann setzt er das Stop-Loss-Limit zunächst beim Kurs von 45 €. Rutscht dann der Kurs auf diese Marke und darunter, wird die Aktie auf dem Markt „bestens“ verkauft, also zum bestmöglichen Kurs.

Handelt es sich um liquide, also gefragte Aktien großer Unternehmen, dürfte der Kurs ungefähr der Stopp-Marke entsprechen. Bei wenig gehandelten Papieren kann er allerdings darunter liegen, wenn der nächste Interessent möglichst billig kaufen möchte.

Gewinne sichern

Wer auch seine Gewinne sichern will, sollte bei der Stop-Loss-Order das Limit nachziehen und der Kursentwicklung anpassen. Geht der Kurs in Auf- und Abwärtsbewegungen nach oben, schaut man sich den Chart an und setzt die Grenze knapp unterhalb des letzten markanten Tiefs.

Dies empfiehlt sich, wenn man langfristig Gewinne machen möchte und bereit ist, vorübergehende Talfahrten in Kauf zu nehmen. Steigt der Kurs weiter, kann man die Grenze beim letzten Zwischentief setzen und so den Löwenanteil des erzielten Gewinns sichern. Alternativ lässt sich das Limit auch grob beispielsweise 10% unter den aktuellen Kurs setzen. Geht es unter die Grenze, kommt es zum automatischen Aktienverkauf, wobei der Profit weitestgehend gesichert ist.

Unerwünschte Tücken

Dieses Sicherungssystem kann aber zum Problem werden, wenn etwa der Kurs kurzfristig unter das Limit rutscht, nur um sofort wieder kräftig anzuziehen. Dies passiert gerade bei Kurskorrekturen von Trendfolgern, also Aktien, die seit langer Zeit im intakten Aufwärtstrend sind.

Der Anleger ist ausgestoppt und aus dem Rennen. Deshalb sollte man bei Trendfolgern entweder auf einen Stop-Loss verzichten oder das Limit großzügiger setzen und beobachten, wann sich eine Trendumkehr abzeichnet.

Ärgerlich ist auch, wenn der sinkende Kurs das Limit unterschreitet, an diesem Tag aber weiter kräftig nachgibt und der Schlusskurs dann deutlich unter der gesetzten Verlustgrenze liegt.

Kursstürze werden häufig ausgelöst, weil viele Orders auf gerade Zahlen wie 60 € oder 80 € lauten und die Aktien massenhaft zum selben Limit verkauft werden. Setzt man hingegen auf ungerade Zahlen, sind die Chancen höher, dass die eigenen Aktien auch zum gewählten Limit verkauft werden.

Voraussetzungen zur Kurssicherung

Insgesamt hat der Stop-Loss Vor- und Nachteile, ist aber gerade bei liquiden Titeln eine probate Versicherung gegen Verluste – vorausgesetzt man beachtet folgende Punkte:

Gleich beim Kauf sollte der Kurs und damit der Einsatz abgesichert werden. Das Limit aber wegen der üblichen Tagesschwankungen nicht zu nah am aktuellen Kurs festsetzen! Steigt der Kurs, wird nachgezogen, um Gewinne zu sichern. Sinkt der Kurs spürbar, sollte man das Limit auf keinen Fall herabsetzen und am Papier festhalten. Meist fällt die Aktie dann noch tiefer.

8. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.