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So sind Optionen entstanden

„8 fette Schweine für nur 240 Gulden, plus 4 fette Ochsen für 480 Gulden, plus 12 fette Schafe für 120 Gulden und außerdem 36 Tonnen Weizen und Roggen, fässerweise Bier und Wein, 2000 Kilo Butter, 500 Kilo Käse, ein Bett mit Matratze und und und …“.

So beschreibt der Autor Mike Dash in seinem Buch „Tulpenwahn – Die verrückteste Spekulation der Geschichte“ anschaulich den Preis, den eine einzige Tulpe erzielte.

Das war auf dem Höhepunkt der Tulpenhausse in den Niederlanden in den Jahren 1636 und 1637.

Optionen reduzieren Kapitalbedarf

Der Handel wollte sich nicht an die kurze Pflanzzeit der Tulpen binden. Außerdem waren solche immensen Summen kaum handelbar.


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Daraus entwickelte sich ein System, in dem Wertpapiere ge- und verkauft wurden. In diesen Wertpapieren verpflichtete sich ein Geschäftspartner, zu einem bestimmten Preis an einem festgelegten Datum Tulpenzwiebeln zu kaufen.

Der andere Geschäftspartner verpflichtete sich, die Ware fristgerecht zu den festgelegten Konditionen zu liefern. Der Käufer hatte also nur die Option (das Recht und die Pflicht zum Kauf) auf die Tulpenzwiebeln und nicht die Ware selbst.

Option beschreibt die Ware (Basiswert)

Statt einer Ware wurde bei der Tulpenhausse im 17. Jahrhundert nur eine Option gehandelt, die die Ware exakt beschrieb und einen verbindlichen Preis sowie Liefertag und Ausübung festlegte.

Ein Geschäftspartner verpflichtete sich verbindlich zur Zahlung des Preises, der andere zur Lieferung der Ware. Die Ware, also eine bestimmte Anzahl Tulpenzwiebeln war der Basiswert.

Beidseitige Verpflichtung nur in „grauer Vorzeit“

Im Gegensatz zur heutigen Option verpflichteten sich im 17. Jahrhundert beim Handel mit den Tulpenzwiebeln beide Seiten entweder zum Kauf oder zur Zahlung.

Das war der Startschuss für Optionen, die sich bis heute zu einem modernen Finanzinstrument entwickelt haben.

Als Käufer von Optionen haben Sie heute nur Rechte, keine Verpflichtung

1973 startete der Handel mit standardisierten Optionen an der amerikanischen „Chicago Board Options Exchange“ (CBOE). Es folgte der große Durchbruch mit einer fantastischen Entwicklung des Optionen-Handels.

Bei der heutigen Option hat der Käufer der Option immer das Recht, aber nie die Verpflichtung zur Ausübung der Option.

Damit liegt für den Käufer der Option das maximale Risiko immer nur bei dem bezahlten Kaufpreis. Eine Nachschusspflicht ist bei gekauften Optionen ausgeschlossen. Davon gibt es keine Ausnahme.

P.S.: Der Tulpenwahn endete übrigens am 05.02.1637. Die Preise stürzten ins Bodenlose.

25. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.