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So übertragen Anleger kostenlos ihr Depot

Eigentlich kostet es nichts, bei der Eröffnung eines neuen Depots die Wertpapiere vom alten in das neue Depot zu übertragen. Je nachdem, ob das neue Depot beim gleichen Kreditinstitut geführt wird wie das alte Depot oder nicht, kann der Ablauf verschieden sein. In der Regel erfolgt die Übertragung von Wertpapieren elektronisch. Ob bei einer Depotübertragung Kosten entstehen, ist besonderes für Anleger interessant, die mit ihrem Depot auch die Bank wechseln. Ein Depotübertrag ist immer kostenfrei, eventuell fallen aber Steuern an. Diese können Anleger mit bestimmten Angaben umgehen.

Eine Depotübertragung bringt in der Regel keine Kosten mit sich

Wird das Depot bei dem gleichen Anbieter weitergeführt, dann ist der Wechsel nur mit einem minimalen Aufwand verbunden. Mithilfe von Formularen greifen einem Kreditinstitute oder Broker unter die Arme und erleichtern den Ablauf.

Doch auch die Depotübertragung zu einem anderen Kreditinstitut ist kostenfrei, da eine Übertragung laut BGH-Urteil nämlich immer kostenfrei ist. Eine Bank kommt bei der Übertragung von Wertpapieren lediglich ihrer gesetzlichen Pflicht zur Herausgabe dieser Papiere nach, weshalb keine Kosten für diesen Schritt berechnet werden dürfen. Nur Fremdgebühren wie zum Beispiel Kosten für die Lagerstelle, dürfen an Anleger weitergereicht werden.

Das Depot wird an ein anderes Kreditinstitut übertragen: Was müssen Anleger beachten?

Bei der Übertragung des Depots an eine andere Bank, müssen Anleger ein paar Dinge beachten. Wenn sie ihre Wertpapiere vor der Einführung der Abgeltungsteuer erworben haben, müssen die Kursgewinne strenggenommen besteuert werden. Die Abgeltungsteuer wurde am 01. Januar 2009 eingeführt. Anleger müssen die Informationen über den Kauftag und –kurs an die neue Bank, bei der das Depot eröffnet wird, weiterleiten.

Verbleiben die Wertpapiere in der Bank und wechseln nur in ein neues Depot, dann übernimmt die Bank die Steuerdaten. Erfolgt bei einem Bankwechsel keine Übermittlung der Daten, dann werden die Papiere vom Gesetzgeber als Neukäufe angesehen und pauschal besteuert. Die Steuerlast wird dann automatisch an die Bank übermittelt und kann dann nur noch in der Steuererklärung geltend gemacht, aber nicht zurückgeholt werden.

Wird aber der Bank gegenüber angegeben, dass der Übertrag ohne Zahlung erfolgt ist, dann übernimmt der neue Depotinhaber die Wertpapiere mit den alten Steuerdaten und für die Anleger entstehen keine Kosten. Für die Bank besteht dann die Aufgabe darin, dem Fiskus den Übertrag ohne Zahlung zu melden. Dieser Schritt gewährleistet, dass die Finanzbehörden über die Vorgänge in Kenntnis gesetzt werden und der Anleger nichts zahlen muss.

Nur der Übertrag ohne Auszahlung ist für Anleger kostenlos

Anleger, die ihr Depot einer anderen Bank übertragen wollen, sollten daher unbedingt darauf achten, dem neuen Depotinhaber den Übertrag ohne Auszahlung anzugeben. Sonst gelten ihre Wertpapiere als Neukäufe und für die alten fällt eine Steuerlast an. Diese können Anleger dann nur noch in der Steuererklärung geltend machen, erhalten sie aber nicht zurück.

19. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.