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So unterstützt ein Range Indikator beim Trading

Williams Percent Range, Average True Range und The Range Indicator sind nicht etwa Begrifflichkeiten aus dem Golfsport. Tatsächlich handelt es sich hierbei um verschiedene Indikatoren, die das Trading aus der Chartanalyse heraus behandeln und Einstiege, Ausstiege, Stopps etc. vereinfachen können.

Ein Range Indikator beschäftigt sich mit der Kursspanne, die eine Aktie zum Beispiel innerhalb eines Tages zurücklegt. Die meisten Handelstage verlaufen recht ähnlich und es gibt nur wenige besonders starke Bewegungen.

Nur bei extremen Marktphasen oder sich verändernden Trends schlägt ein Range Indikator aus und gibt Aufschlüsse über kommende Bewegungen.

Benutzt werden Range Indikatoren um Trendwechsel erkennbar zu machen und für Anleger so früh wie möglich ein Signal auf eine Umkehr zu geben. Wichtig hierbei ist es nicht nur den Indikator zu verstehen sondern ihn auch zu erproben.

Blind mit echtem Geld nur auf Basis eines Indikators zu handeln führt nur selten zum Erfolg. Als Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung dienen sie aber allemal und sollten auch genauso betrachtet werden, als Hilfsmittel.

Der Range Indikator (TRI) als Start oder Ende des Trends

Jack Weinberg entwickelte den Range Indikator (TRI) um die tägliche Änderung zwischen dem aktuellen Handelstag und dem Vortag sichtbar zu machen. Damit sollen Anfang und Ende eines Trends erkennbar gemacht werden.

Weinberg unterstellt in den Märkten größtenteils ein relatives Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Der TRI ermittelt ein außergewöhnliches Handelsniveau und gibt so über Extreme Aufschluss.


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Wichtig ist die Interpretation der TRI Kurve, die zu einem bestimmten Titel angezeigt wird. Weinberg verwendete Werte unter 20 und über 70 (Der TRI berechnet sich in einer Spanne von 0-100) um signifikante Extrempunkte zu erkennen. Hohe Werte über 70 deuten auf das Ende, niedrige Werte unter 20 auf den Beginn eines Trends hin.

Der Average True Range (ATR) bestätigt den Trend

Der Analyst Welles Wilder entwickelte den Average True Rate Indikator (ATR) in den 70er Jahren und beschreibt das Maß der Volatilität, die Schwankungsbreite eines Titels. Während in einer Seitwärtsphase die Schwankung eher weniger intensiv ist, so ist dies doch umso ausgeprägter sobald ein Trend, egal in welche Richtung, auftritt.

Die Range in der Berechnung des Indikators ist dabei nicht nur die Spanne zwischen Tageshöchstkurs und Tagestiefstkurs sondern berücksichtigt auch Kurslücken die zwischen einzelnen Handelstagen entstehen.

So wird ein deutlicheres Bild der Schwankungsbreite eines Wertes abgebildet. Es wird davon ausgegangen, dass zu Beginn eines Trends die Volatilität eher stärker und im Verlauf des Trends immer weniger ausgeprägt ist.

In der Regel wird der Indikator noch mit einem 14 Tagesdurchschnitt berechnet um einzelne Ausreißer-Tage nicht zu stark zu bewerten. Durch diese Glättung ist der erkannte Trend als stabiler und nachhaltiger zu erkennen.

Eine Interpretationsvariante bietet somit ein ATR, der immer weiter nachlässt und schließlich einen extremen Ausschlag aufweist. Dies könnte ein Hinweis für einen neuen Trend bzw. eine Trendumkehr sein. In welche Richtung der Trend dann allerdings geht oder ob der aktuelle Trend nur stark bestätigt wird, lässt sich alleine mit dem ATR nicht beziffern.

Williams Percent Range als Frühwarnsystem

Ob Märkte überverkauft oder übergekauft sind, also ob die Nachfrage bzw. das Angebot überwiegt, lässt sich mit Hilfe des Williams Percent Range (%R) Indikators feststellen. Auch dieser Indikator dient zu einer frühzeitigen Identifizierung beginnender Trends.

Die Spanne der Anzeige liegt auch hier zwischen 0 und 100. Die 0-Linie zeigt die Überkauft-Marke an und die 100-Linie die Überverkauft-Marke. Doch was genau sollen diese beiden Extreme nun genau anzeigen?

Je näher sich die Kurve des Williams Percent Range (%R) der 0-Linie nähert, umso höher ist der aktuelle Titel überverkauft. Der Kurs sinkt parallel zu der Kurve des Indikators.

Der Entwickler Larry Williams nutzte gelegentliche Kurschancen zwischen einem Wert von 20 und 0 um entgegengesetzt der noch vorliegenden Trendrichtung in den Markt einzusteigen. Durch ein Stop-Loss kann hier ein zu großer Verlust vermieden werden.

Ist der Titel überkauft und der Indikator zur 100 tendiert, kann ein investierte Trader über einen Ausstieg nachdenken und den Gewinn mitnehmen. Sollte das Investment allerdings langfristig ausgelegt sein, so kann dem Stop-Loss etwas mehr Spielraum gewährt werden, da es wahrscheinlich zu einer kleinen Korrektur kommen kann.

Fazit: „Range“ Indikatoren können hilfreich sein – aber nicht alleine

Privatanleger sollten sich grundsätzlich mit verschiedenen Indikatoren und Hilfsmittel befassen. Diese sind zwar nicht leicht verständlich, aber helfen bei Entscheidungen im Trading. Jeder Indikator und jede Analysemethode, die bessere Trades hervorbringt, sind die Mühen wert. Dennoch existieren keine Glaskugel und kein Allheilmittel.

Jeder Anleger sollte aus dem vorhandenen Werkzeugkasten seine für ihn passenden Werkzeuge entnehmen und damit an seiner Handelsstrategie arbeiten. Eine ausgewogene Mischung mit gesunden fundamentalen Kenntnissen zu einer Aktie und nachvollziehbaren Indikatoren steigern die Erfolgschancen im Trading erheblich.

19. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.