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So verbessert man das Risiko-Rendite-Verhältnis bei Optionen

Beim Spekulieren auf die Wertentwicklung von Basiswerten wie Aktien oder Devisen bieten Optionen gute Chancen.

Dabei sind sie wegen ihrer Standardisierung an der Börse auch im Vergleich zu Optionsscheinen transparenter und erlauben zudem Stillhaltergeschäfte – Optionen werden nicht nur gekauft, sondern ebenso verkauft.

Horizontaler Spread – von unterschiedlichen Verfallstagen profitieren

Das Risiko ist beim Optionsinhaber geringer als beim Stillhalter, der etwa eine Aktie zur Verfügung stellt. Er weiß bis zum Stichtag nicht, ob der Inhaber seine Option notfalls verfallen lässt. Um die Risiken zu begrenzen, gibt es Strategien wie der horizontale Spread. Generell eignet sich die Strategie auch, um Gewinne zu optimieren.

Ein horizontaler Spread nutzt die unterschiedlichen Wirkungen von kürzeren und längeren Laufzeiten. Optionen mit näherem Verfallsdatum werden verkauft und die mit einem späteren gekauft. Da die Verfallsdaten üblicherweise im Koordinatensystem von links nach rechts eingetragen werden, entsteht eine horizontale Achse, die der Strategie ihren Namen verleiht.

Spread steht für die Kombination von Kauf und Verkauf ein und derselben Option. Das kann eine Kauf- sowie eine Verkaufsoption sein. Der Ausübungspreis ist identisch, die Fälligkeitstermine aber sind verschieden und geben den Ausschlag.


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Werden für Kauf und Verkauf verschiedene Monate gewählt, macht man sich den unterschiedlichen Zeitwertverfall zunutze. Dem Kalkül, mit dem Zeitwert Gewinne zu generieren, liegt die Tatsache zugrunde, dass er gegen Ende der Laufzeit abnimmt.

Ein Beispiel für den horizontalen Spread

Angenommen Herr Meier spekuliert auf steigende Kurse der X-Aktie, die aktuell bei 100 € notiert. Dabei sieht sein horizontaler Spread so aus: Er verkauft für 3 € einen Call, der einen Ausübungspreis von 110 hat € und in einem Monat verfällt. Gleichzeitig kauft er einen 110 € Call mit einem Verfallsdatum in zwei Monaten zu 5 €. Wegen der höheren Prämie entsteht ihm zunächst ein Verlust in Höhe von 2 €.

Wenn nun der Kurs innerhalb des ersten Monats wenig oder gar nicht ansteigt, verfällt der verkaufte Call. Steigt dann aber der Kurs der Aktie bis zum Laufzeitende so stark, dass der gekaufte Call im Geld ist, besteht Aussicht auf Gewinn. Herr Meier könnte auch die Option vor Laufzeitende verkaufen und durch den gesteigerten Wert einen Gewinn mit dem horizontalen Spread erzielen.

Beim horizontalen Spread liegt also die Würze im Ausnutzen des unterschiedlichen Zeitwertverlusts. Mit diesem Vorgehen kann man gut auf eine steigende Schwankungsintensität der Aktie spekulieren.

Auf Volatilität setzen

Mit der Volatilität steigt parallel der Kurs der länger laufenden Option stärker an als der Kurs derjenigen mit der kürzeren Laufzeit. Beim Verkauf vor Fälligkeit der kürzer laufenden Option, profitiert man von einem höheren Spread.

Geht man von sinkender Volatilität aus, ist die Kombination umgekehrt: Man kauft eine Call Option der Aktie mit einem näher liegenden Verfallstag und verkauft gleichzeitig eine Call Option mit einem späteren Verfallsdatum.

Weil sich der Preis der Option mit der längeren Laufzeit schneller verringert als der mit geringerer Laufzeit, entsteht ein zunehmender Spread. Den kann man als Gewinn einstreichen, wenn die Option vor Fälligkeit der kürzer laufenden Option verkauft wird. Das Ganze geht mit Call- sowie Put-Optionen.

Vertikaler Spread

Der horizontale Spread gehört zu den gebräuchlichsten Basisstrategien bei Optionen. Geht man eher von moderaten Kurssteigerungen aus, eignet sich das Vorgehen mit dem vertikalen Spread. Hier sind Basiswert und Verfallsdatum gleich, aber der Ausübungspreis verschieden. Man kauft einen Call, der aus dem Geld ist und verkauft einen, der noch weiter aus dem Geld ist.

Mit der kassierten Optionsprämie verringert man den Kaufpreis des Calls und damit das Risiko. Allerdings ist das Gewinnpotenzial bis zum Ausübungspreis des verkauften Calls begrenzt. Dasselbe gilt umgekehrt für Put-Calls.

Diagonaler Spread

Höhere Gewinnmöglichkeiten bietet der diagonale Spread. In dieser komplexeren Kombination ist nur der Basiswert gleich. Die Ausübungspreise und Verfallsdaten indes sind unterschiedlich. Der Gewinn entsteht aus dem Zusammenspiel von Kursanstieg und Zeitwertverfall.

Natürlich nur, wenn man mit der Preiseinschätzung der Aktie richtig liegt. Diese Strategie ist unter anderem in Seitwärtsphasen geeignet, wenn man als Anleger eine eher neutrale Erwartung hat.

Im Vergleich dazu sind der vertikale und horizontale Spread die einfachere Strategie. Zwar bietet ein horizontaler Spread höhere Gewinnchancen, doch letztlich kommt es bei der Auswahl auf die Erwartung an. Auf jeden Fall lässt sich das Verhältnis von Risiko und Rendite verbessern.

25. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.