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Auslandsfonds: Doppelbesteuerung und wie sie sich vermeiden lässt

Wie lässt sich die Doppelbesteuerung bei Auslandsfonds vermeiden – und wie kommt sie überhaupt zustande? Dazu müssen Sie zunächst überprüfen, um es sich überhaupt um einen ausländischen Investmentfonds handelt.

Dies erkennen Sie leicht an der ISIN, also der internationalen Wertpapierkennnummer. Beginnt diese ISIN mit DE, dann handelt es sich um einen deutschen Fonds. Beginnt die ISIN dagegen z.B. mit LU, dann ist dieser Fonds in Luxemburg aufgelegt worden.

Wie kommt die Doppelbesteuerung zustande?

Rund zwei Drittel der Auslandsfonds thesaurieren die Erträge im Fondsvermögen. Das heißt: Es gibt keine direkte Ausschüttung an die Fondsbesitzer (die Zinsen und Dividenden werden direkt wieder in den Fonds investiert).


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Auslandsfonds, die die Erträge thesaurieren, bedeuten für Sie Mehrarbeit. Denn die Bankinstitute halten die Abgeltungsteuer auf thesaurierte Erträge wie Zinsen und Dividenden nur ein, wenn die Fonds von Deutschland aus verwaltet werden, nicht bei ausländischen Fonds.

Hier müssen Sie selbst aktiv werden und die wieder angelegten Erträge über Ihre Steuererklärung deklarieren und versteuern. Verkaufen Sie den Fonds nach einigen Jahren, so wird der Kurs-Gewinn versteuert; die Bank hält automatisch 25% Abgeltungsteuer plus Nebensteuern vom Gewinn zurück und führt die Steuern an das Finanzamt ab.

Auslandsfonds: Vorsicht vor Doppelbesteuerung

Das Problem ist hierbei: In dem Kursgewinn sind auch die bereits versteuerten thesaurierten Erträge enthalten. Es findet also eine Doppelbesteuerung statt. Die Korrektur findet über die Steuererklärung statt. Daher müssen Sie immer die thesaurierten Erträge in Ihrer Steuererklärung angeben. Der Kursgewinn wird dann um die bereits versteuerten Erträge korrigiert.

Rechnen Sie dem Finanzamt genau vor, was bereits versteuert wurde. Heben Sie dazu die Steuerbescheide auf, sowie die Banknachweise über die thesaurierten Erträge. Unter Umständen erstreckt sich der Korrekturbedarf über einige Jahre, z.B. bei Sparplänen. Wurden die Fonds-Anteile vererbt, sind die Daten des Vorbesitzers dazu notwendig.

Ein Beispiel für die Korrektur

Angenommen im Jahr 2010 kauft ein Anleger 1.000 Anteile an einem thesaurierenden Auslandsfonds für 20 € und verkauft im Jahr 2012 für 30 € je Anteil. In 2010 und 2011 hat der Fonds 1,00 € je Anteil Erträge erwirtschaftet. Der Kursgewinn in Höhe von 10.000 € wird mit 25% Abgeltungsteuer belastet, die Bank führt 2.500 € an den Fiskus ab.

In den Jahren 2010 und 2011 wurden jedoch bereits Erträge in Höhe von jeweils 1.000 € versteuert, insgesamt 500 € Abgeltungsteuer (1.000 € x 2 x 25%). Weist der Anleger aber die bereits versteuerten thesaurierten Erträge nach, so erhält er vom Finanzamt Geld zurück.

Die Rechnung: 10.000 € Kursgewinn abzüglich 2.000 € Erträge macht 8.000 € „tatsächlichen“ Kursgewinn. Darauf 25% Abgeltungsteuer ergeben 2.000 €, gezahlt wurden bereits 2.500 €. Somit erhalten Sie als Anleger 500 € Steuern zurück.

9. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.