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So versuchen Robo Adviser die Investmentlandschaft zu revolutionieren

Robo Adviser hört sich an wie ein Filmtitel ist aber ein neuer Trend in der Anlageberatung, der aus den USA nun auch nach Deutschland überschwappt. Mit Hilfe eines Computerprogramms werden in wenigen Momenten Portfoliostrategien zusammengestellt und das weit günstiger als das Angebot klassischer Investmentberater. Ein Angebot, welches besonders für Privatanleger mit kleineren Vermögen interessant erscheint.

Wie Robo Adviser funktionieren

Hinter dem futuristischen Namen Robo Adviser verbirgt sich nichts anderes als ein Algorithmus, der mit wenigen Angaben ein Portfolio für den Nutzer zusammenstellt. Abgefragt werden das Alter, das Einkommen, die Anlage Summe, die Gewinnerwartung und die Risikobereitschaft des Anlegers. Innerhalb weniger Sekunden kalkuliert das Programm ein Portfolio aus kostengünstigen ETF´s und Indexfonds.

Vorteile der Robo Adviser

Die Robo Adviser zeichnen sich durch ihre Einfachheit und günstige Kostenstruktur aus. Es sind keine stundenlangen Gespräche mit dem Bankberater, in denen dieser seine Kompetenz durch das Verwenden möglichst vieler Fachausdrücke unterstreicht, notwendig. Keine teuren Produkte, an denen der Berater mehr verdient, werden empfohlen und auch die Gebühren sind weit günstiger als beim traditionellen Berater.


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Die Kosten der Robo Adviser liegen zwischen 0,25 % und 0,4 %. Klassische Vermögensberater verlangen im Durchschnitt ca. 1 % Beratungsgebühr, bei kleineren Anlagesummen zwischen 10.000 € und 50.000 € liegt die Gebühr oft noch höher.

Nachteile der Robo Adviser

Die mangelnde Beratung bei den Robo Advisern ist einer der großen Nachteile. Der Nutzer macht die Angaben zu seinem Vermögen und seiner Risikobereitschaft selbstständig. Hier liegt eine der Schwachstellen und große Gefahr für die Anleger.  Ein Robo Adviser hinterfragt die finanzielle Situation nicht.

Ein menschlicher Anlageberater, sofern er gut ist, wird Fragen nach Belastungen auf Immobilien, Ausbildungsrücklagen für die Kinder, abgeschlossene Versicherungen und weiteres in eine Beratung miteinbeziehen und so einen ausgewogenen Mix aus verschiedenen Anlageklassen erstellen. Alle äußeren Umstände werden bei Robo Advisern nicht hinterfragt oder geprüft und es wird nur in ETF´s und Indexfonds investiert.

Ein weiterer Nachteil der Robo Adviser ist die Risikoeinschätzung, die vom Anleger selbst vorzunehmen ist. Anleger neigen dazu, in positiven Börsenphasen höhere Risiken einzugehen als das finanzielle Polster zulässt und bei rückläufigen Kursen zu übertriebener Vorsicht. Nur wer sein Risiko wirklich gut kalkulieren kann und auch in Abwärtsbewegungen dem „System“ das Vertrauen nicht entzieht hat eine Chance mit einem Robo Adviser auf die Erfolgsspur zu kommen.

Es gibt keine langfristigen Tests für Robo Adviser

Auch wenn alle Anbieter von Robo Adviser damit werben, dass die Systeme getestet sind und im Testzeitraum eine gute Performance erzielt haben, sind diese Angaben noch mit Vorsicht zu genießen. Da Robo Adviser noch recht neu sind, gibt es keine belastbaren Langzeitergebnisse. Besonders kritisch ist zu bewerten, dass die Robo Adviser nur in den letzten, sehr guten Börsenjahren getestet wurden. Wie sich die Performance bei starken Kurseinbrüchen wie 2008 oder 2011 entwickelt ist noch nicht absehbar.

Robo Adviser nicht für jeden geeignet, aber für alle von Vorteil

Robo Adviser sind sicherlich nicht für jeden Anlegertyp geeignet. Die Zielgruppe wird sich zunächst computeraffine, jüngere Anleger beschränken, welche dem klassischen Bankberater kritisch gegenüberstehen. Die Robo Adviser müssen sich erst langfristig am Markt beweisen, bevor eine größere Anzahl Anleger diese als Alternative in Betracht ziehen wird. Trotzdem werden wohl alle Anleger von dieser Neuerung profitieren, denn durch die „Computerkonkurrenz“ werden traditionelle Anlageberater ihre Gebührenmodelle wohl überdenken und anpassen müssen.

26. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.