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So viel Silber gibt es noch weltweit

Wer in die Vitrine seines Wohnzimmers schaut, findet vermutlich auch irgendeinen Gegenstand aus Silber. Kein Wunder, bestehen doch viele repräsentative Gebrauchsgegenstände aus diesem Edelmetall.

Und immerhin setzen sich 90 % des weltweiten Silberbestands aus Schmuck, Kunstgegenständen und anderen Silberwaren zusammen. Neben den vorhandenen Lagerbeständen sind es die noch nicht geförderten (unterirdischen) Silber Ressourcen, die das zukünftige Potenzial zur Deckung der Nachfrage widerspiegeln.

Silber Ressourcen – Fakten über die Potentiale

Die Größe der Ressourcen wie der Bestände ist für die Einschätzung des Silberpreises von großer Bedeutung. Experten gehen davon aus, dass etwa 40 % von allem jemals geförderten Silber (zum Vergleich: von Gold sind noch 90 % vorhanden) erhalten geblieben ist. Und das entspricht einer weltweiten Gesamtmenge von ca. 700.000 Tonnen.


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Dabei muss klar unterschieden werden zwischen den öffentlichen Silber-Lagerbeständen und dem Silber, das in Form von Münzen, Barren oder Alltagsgegenständen auf private Haushalte verteilt – also dem Wirtschaftskreislauf entzogen – ist.

Von den 30.000 Tonnen der öffentlichen Silberlager ist mehr als die Hälfte in so genannte Silber-ETF gebunden und damit ebenfalls nicht frei verfügbar. Experten gehen davon aus, dass auf dem gesamten Erdball jährlich etwa 20.000 Tonnen Silber gefördert werden. Der globale Silberverbrauch belief sich in Jahr 2011 auf etwa 17.000 Tonnen.

Ein wesentlicher Faktor, der seit 1990 mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat ist die Silberrückgewinnung. Ebenfalls für 2011 wie die Menge des recycelten Silbers mit 7.800 Tonnen angegeben. Damit ergibt sich für das gleiche Jahr ein Silber-Nettoverbrauch von 9.400 Tonnen Silber.

Silber: Was noch unter der Erde verborgen ist

In der Erdkruste hat einen Silber-Anteil von 0,00015 % und die derzeit wirtschaftlich rentabel abbaubaren Reserven werden mit 270.000 Tonnen angegeben. Das bedeutet, dass Silber beim aktuellen Verbrauch mit jährlichen Steigerungsraten noch etwa 24 Jahre reichen sollte (Ressourcenreichweite).

Diese Ressourcenreichweite wird beeinflusst durch den technischen Fortschritt der Erkundungs- und Fördertechniken, die zu erwartenden Edelmetallpreisen, die wirtschaftlich abbaubaren Reserven, die Erteilung der behördlichen Fördergenehmigungen und durch die Finanzierung geplanter Bergbauprojekte.

Die angesprochene Ressourcenreichweite wird aber auch in Zukunft erheblichen Schwankungen unterworfen sein. Denn diese wird beeinflusst durch vermutete bzw. abgeleitete aber auch durch bislang unentdeckte Ressourcen. Erstere beruhen auf geologischen Erfahrungswerten und vereinzelten Bohrergebnissen.

Das Ausmaß der bislang unentdeckten Ressourcen ist allerdings kaum zu schätzen. Futuristische Methoden der Silberförderung wie die Filtration aus Meerwasser, eine eventuelle künstliche Produktion des Edelmetalls oder die Silbergewinnung auf anderen Planeten sollen nur am Rande erwähnt werden.

Wegen der größeren Knappheit des Silbers gegenüber Gold könnte eine Investition in das Edelmetall für Rohstoff-orientierte Anleger – ob als ETF oder physisch – in Frage kommen. Preise von deutlich oberhalb der derzeitigen Kosten von etwa 415 € pro Kilogramm sind durchaus denkbar.

22. Dezember 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.