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So wirkt sich der Cyberkrieg auf Wirtschaft und Unternehmen aus

Geplante Reisen werden online gebucht, Bankgeschäfte via Discountbroker bequem von Zuhause erledigt. Auch alltägliche Dinge werden inzwischen online gekauft, der stationäre Handel tritt in den Hintergrund – ohne Internet geht heute fast nichts mehr.

Darauf haben auch viele Unternehmen reagiert und ihr Geschäft ins Internet verlagert. Daten lagern zunehmend in der Cloud, der Vertrieb und das Marketing läuft automatisiert über das Internet.

Auch in Deutschland sind viele Unternehmen im digitalen Zeitalter angekommen. Rund die Hälfte der deutschen Unternehmen ist inzwischen stark vom Internet abhängig, so der Branchenverband BITKOM.

Cyberkrieg: Internetabhängigkeit macht die Wirtschaft anfällig

Doch die starke Abhängigkeit vom digitalen Datennetz birgt auch Risiken, wenn zum Beispiel Hacker-Aktivisten zum Cyberkrieg gegen die Wirtschaft blasen. Der jüngste Hacker-Angriff auf Sony Pictures dürfte dem japanischen Konzern bis zu 100 Mio. US-$ kosten, schätzen Cyber-Security-Experten.

Auch eBay wurde im letzten Jahr Ziel eines Hacker-Angriffs und musste seine mehr als 150 Millionen Nutzer zur Passwortänderung aufrufen, was zu Belastungen in Millionenhöhe führte und eBay-Nutzer und -Anleger in Angst und Schrecken versetzte.

Die Intel-Tochter McAfee schätzt die weltweiten Kosten im Zusammenhang mit Cyberkriminalität inzwischen auf 400 Mrd. US-$ jährlich.

Firmen müssen in Cyber Security investieren – Spezialisten profitieren

Für die betroffenen Firmen wie Sony, eBay & Co ist ein solcher Cyberkrieg in der Wirtschaft der reinste Horror.

Neben Kosten in Millionenhöhe, müssen sich die betroffenen Firmen auch noch mit einem massiven Vertrauensverlust auseinandersetzen. Diese Unternehmen sind daher gern bereit, hohe Summen zu investieren, um die Kundendaten besser zu schützen.

Dieser Markt ist längst ein Milliardengeschäft. Im Jahr 2019 dürfte der weltweite Cyber-Security-Markt ein Volumen von 155 Mrd. US-$ erreichen, heißt es bei Markets and Markets. Hiervon profitieren vor allem Cyber-Security-Anbieter, die sich auf den Schutz von Firmenkunden gegen Cyber-Angriffe spezialisiert haben.

Palo Alto Networks – der Gold-Standard in Sachen Cyber Security

Als Shooting Star der Branche gilt die kalifornische Palo Alto Networks. Das Unternehmen ist inzwischen zum Gold-Standard avanciert, was die Absicherung von Firmennetzwerke gegen Cyber-Angriffe angeht.

Auch für die Aktionäre hat sich das Engagement bei Palo Alto Networks gelohnt, der Aktienkurs des Cyber-Security-Spezialisten hat sich in 2014 verdoppelt. Das profitable Unternehmen dürfte sowohl im Jahr 2015 als auch in 2016 seine Gewinne verdoppeln können, glauben Analysten.

Check Point Software – der Firewall-Marktführer wächst solide

Auch der Firewall-Marktführer Check Point Software kann seit Jahren mit soliden Wachstumsraten aufwarten und gilt als Hauptprofiteur vom Megatrend Netzsicherheit.

Check Point ist auf dem Weg, die Umsatzmarke von 2,0 Mrd. US-$ zu knacken. Anleger, die bereits investiert sind, konnten sich bereits über eine Kursvervielfachung in den letzten Jahren freuen. Trotz der Kursvervielfachung glauben Investmenthäuser wie die Deutsche Bank an weiter steigende Kurse bei Check Point Software.

CyberArk Software – ein interessanter Börsenneuling

Wie Check Point Software hat auch CyberArk Software seine Wurzeln in Israel. Im Herbst 2014 nutzte die profitable CyberArk den Cyberkrieg in der Wirtschaft für einen Börsengang in New York, der rund 85 Mio. US-$ in die Firmenkassen spülte.

Bei 16 US-$ bei den Anleger platziert, haben sich CyberArk-Aktien inzwischen mehr als verdoppelt.

Fazit: Der Cyberkrieg birgt Gefahren, ermöglicht aber auch Chancen

Der Aufwand, den Firmen in den nächsten Jahren betreiben müssen, um Kunden- und Geschäftsdaten vor Cyber-Kriminellen zu schützen, wird weiter steigen. Der Cyberkrieg wird die Wirtschaft noch lange beschäftigen, sind sich Sicherheitsexperten einig.

Für Firmen wie Amazon.com und eBay, die einen starken Internetbezug haben, bedeutet dies steigende Kosten. Gleichzeitig bedeuten die Mehrausgaben auch Chancen für junge wachstumsstarke Firmen wie Palo Alto Networks oder CyberArk.

Hiervon können mutige Anleger profitieren, die sich bereits frühzeitig in profitable und wachstumsstarke Unternehmen in diesem Bereich positionieren.

5. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands