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Sofort nachrechnen: Das sind die Betrugsfallen bei Kreditkarten

Der Trend zum Einkauf im Internet hat Kreditkarten unverzichtbar gemacht. Doch mit ihrer Verbreitung ist auch die Zahl der Betrugsfälle gestiegen. Für Europa geht die EZB von über 1,3 Mrd. € Schaden aus. Ob man betroffen ist, zeigt die Kreditkartenabrechnung.

Kreditkartenabrechnung – Ungereimtheiten melden

Und die sollte nicht nur grob überflogen werden. Ungereimtheiten darf man nicht auf die lange Bank schieben. Fehler sind innerhalb von 30 Tagen nach Zustellung der Kreditkartenabrechnung zu melden. Bis dahin ist eine Rückbuchung in der Regel problemlos. Danach trägt ein Kunde das Beweis- und Haftungsrisiko, auch wenn falsch abgebuchte Posten auf das Konto von Betrügern gehen.

Dabei muss es sich nicht mal um größere Summen handeln. Kleine Beträge gehören durchaus zum kriminellen Kalkül. Erstens fallen sie in der Kreditkartenrechnung weniger auf. Und zweitens kann es sich um einen Testvorlauf handeln: Ist die Abbuchung unauffällig geglückt, wird anschließend im großen Stil abgeräumt.

Seitdem EC-Karten sicherer wurden, haben Betrüger verstärkt Kreditkarten im Visier. Ausgenutzt werden Schwachstellen beim Abrechnen vor Ort, am Geldautomaten sowie im Internet. Und häufig geht die Rechnung auf. Wird der Betrug zu spät bemerkt, laufen Betroffene ihrem Geld hinterher. Sitzen die Täter im Ausland oder nutzen Tarnadressen, ist dies umso schwieriger.

Nichts unkontrolliert lassen

Um böse Überraschungen zu vermeiden, müssen zumindest die wesentlichen Sicherheitsvorkehrungen beherzigt werden.

Das beginnt beim Bezahlen im Laden oder Restaurant. Laut EZB findet hier ein Viertel aller Betrugsfälle statt. Die Gepflogenheit, dem Kellner die Karte auf den Teller mit der Rechnung zu legen, ist gefährlich. Verschwindet er damit, gibt es keine Kontrolle, was er zwischenzeitlich macht. Oft werden auch in Geschäften manipulierte Kartenlesegeräte eingesetzt, die in die Hand passen und Daten kopieren. Deshalb immer zur Kasse mitgehen oder das mobile Terminal am Tisch bedienen.


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Vor der Abbuchung ist der eingetippte Betrag zu kontrollieren. Muss die PIN-Geheimzahl eingegeben werden, auf jeden Fall den Vorgang mit der anderen Hand abdecken.

Dies gilt auch im Geldautomatenbereich, wo rund 15% aller Schäden entstehen. Hier besteht die Gefahr, dass die PIN von versteckten Kameras aufgenommen wird. Vorsicht auch, wenn andere Personen zu dicht in der Nähe sind.

Abgesehen davon darf die Geheimnummer nicht zusammen mit der Kreditkarte aufbewahrt werden. Selbst versteckte Zettelnotizen etwa in Form von Geburtsdaten bringen einen Kunden genauso in die Haftung, wie wenn er seine Karte anderen aushändigt. All das steht auch in den Geschäftsbedingungen.

Tücken im Internet

Gut 60% der Gesamtschäden gehen auf Datendiebstahl im Internet zurück. Meist geht es darum, Kartennummer, Gültigkeitsdatum, Prüfziffer und Name des Karteninhabers abzugreifen – mehr braucht es nicht, um abzuräumen. Wie leicht das geschieht, hängt auch vom Sicherheitsstandard der Banken und Online-Händler ab. Dass es immer wieder gelingt, zeigen nicht zuletzt spektakuläre Hackerangriffe auf sicher geglaubte Server.

Eine andere Masche sind E-Mails mit Schadsoftware im Anhang. Die installiert sich auf dem eigenen Rechner und protokolliert alle Eingaben. Alternativ landet man beim Einkauf unbemerkt auf Fake-Websites. Raffiniert sind auch vorgetäuschte Online-Shops, die mit Billig-Angeboten Kunden locken, nur um deren Daten zu kopieren.

Im Internet findet ein Wettlauf zwischen neuen Sicherheitssystemen und der Kreativität krimineller Zeitgenossen statt, die gesammelte Daten missbrauchen oder weiterverkaufen. Zunehmend im Fokus sind Einkäufe und Transaktionen über Smartphones. Auch die lassen sich mit Trojanern infizieren.

Besonders heikel dabei: Selbst Verfahren, bei denen statt unsicherer Passwörter individuelle TAN-Nummern aufs Handy geschickt werden, sind angreifbar. Wenn Einkauf und Empfang der Nummer über ein Gerät laufen, kann der Trojaner auch die auslesen.

Worauf zu achten ist

Völligen Schutz gibt es im Internet nicht, auch nicht bei Paypal. Zumindest sollte die Verschlüsselung eines Online-Händlers auf SSL-Standard liegen. Erkennbar ist das in der Adresszeile am Kürzel „https“. Fehlt es, wurde man vermutlich auf eine unsichere Seite umgeleitet. Hier heißt es: sofort abbrechen!

Ein genereller Aspekt ist der vorsichtige Umgang mit persönlichen Daten, Stichwort Facebook & Co. Mit den entscheidenden abgefangenen Informationen, können etwa Sicherheitsabfragen von Online-Konten beantwortet werden. Und besitzt ein Täter Kontonummer, Name und Geburtsdatum, kann er das Passwort des Kreditkarteninhabers zurücksetzen.

Wichtig ist vor allem, sich nicht dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit auszusetzen. Wann sie vorliegt, ist im Detail umstritten und Gegenstand etlicher Gerichtsverfahren. Auf jeden Fall sollte man die Kreditkartenabrechnung zeitig und genau prüfen.

Wer sich umgehend meldet, kommt seiner Mitwirkungspflicht nach. Das Risiko ist dann auf die gesetzlichen 150 € beschränkt. Ist der Kartenanbieter nicht gleich erreichbar, kann man kostenlos die zentrale Rufnummer 116 116 anrufen und die Karte sperren lassen. Der Sperr-Notruf ist rund um die Uhr erreichbar.

4. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.