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Sofortrente: Ein Leben lang abgesichert

Falls ein Versicherter kurz vor dem Renteneintrittsalter merkt, dass seine Rente nicht wirklich für den gewohnten Lebensstandard ausreichen wird, kann er eine Sofortrente abschließen.

Dies ist eine lebenslange Versicherung, die mit der Zahlung eines größeren Einmalbetrages startet.

Dieser Betrag wird vom Versicherer angelegt und zur Zahlung einer monatlichen Rente genutzt. Da die Rente auf der Höhe des eingezahlten Geldes basiert, setzen viele Versicherer eine Mindestsumme vor. Bei der Rente 2016 sind dies meist 10.000€ oder mehr.

Sofortrente vor allem für ältere Menschen

Ähnlich wie bei den anderen privaten Versicherungsformen lohnt sich die Sofortrente vor allem für Menschen, die gesund bis ins hohe Alter leben. Hierfür sorgt ein Garantiebetrag, der fest jeden Monat ausgezahlt wird.

Hinzu kommen wie üblich nicht garantierte Überschussbeteiligungen. Diese sollten Sie nutzen, indem Sie mit der niedrigen Garantierente als Auszahlungsform beginnen und erst später von den steigenden Überschüssen profitieren. Je älter Sie werden, desto größer wird Ihre Rente.

Rente 2016: Die Wette auf Ihr Leben

So makaber dies klingt: Während Sie darauf wetten, besonders lange zu leben, wettet der Versicherer auf das Gegenteil. Irgendwann ist Ihr Betrag schließlich aufgebraucht und der Versicherer zahlt die folgende Rente aus der eigenen Tasche.

Im Normalfall wird der eingezahlte Betrag nämlich nicht an die Hinterbliebenen zurück gezahlt. Nur Verträge, die eine Rentengarantiezeit oder eine Beitragsrückgewähr garantieren, sind von dieser Regelung ausgeschlossen.

Bei der Rentengarantiezeit wird die Rente so lange an die Erben ausgezahlt, bis die Garantiezeit abgelaufen ist. Meistens beträgt dieser Zeitraum rund fünf Jahre, kann jedoch auch bis zu 20 Jahre ausgedehnt werden.

Die Beitragsrückgewähr sorgt hingegen dazu, dass zumindest ein Teil des eingezahlten Geldes an die Erben zurück geht.

Rente 2016: Gebührenvergleich lohnt sich

Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass diese beiden Absicherungen dazu führen, dass die monatliche Rente sinkt. Der Versicherer nimmt für diese Klauseln teils extrem hohe Gebühren, die bis zu 10% der monatlichen Rente betragen können.

Wie bei allen finanziellen Fragen sollten Sie auch beim Abschluss einer Sofortrente die einzelnen Anbieter vergleichen.

Diese bieten nämlich teils Angebote mit großen Unterschieden an, beispielsweise bei monatlichen Raten oder der Höhe der Überschussbeteiligungen. Bei der Entscheidung können hier die Zahlen der vergangenen Jahre helfen.

Auch Sofortrente ist steuerpflichtig

Vergessen Sie hierbei jedoch nicht, dass die Sofortrente ebenfalls steuerpflichtig ist. Die Höhe dieser Steuer hängt vom Renteneinstiegsalter ab, beträgt bei einem 65-jährigen Rentner beispielsweise einen Anteil von 18% der Sofortrente, auf den dann der persönliche Steuersatz abgerechnet wird.

Dennoch ist die Sofortrente eine vergleichsweise sichere Rentenform, da selbst bei einer Pleite der Versicherungsgesellschaft die Garantierente und die festen Überschüsse durch eine Auffanggesellschaft abgesichert sind.

6. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.