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Solarthermie: Rentabilität berechnen

Solarthermie, also die Gewinnung von Wärme durch Sonneneinstrahlung ist in Deutschland ein interessantes Investitionsobjekt für Immobilienbesitzer.

Das Prinzip der Solarthermie beruht auf der Selbstversorgung eines Hausbesitzers mit Wärme.

Durch Sonnenkollektoren wird Wärme gewonnen, die für Heizung und Warmwasser eingesetzt werden kann.

Unterschied in der Rentabilität: Solarthermie und Photovoltaikanlagen

Oft wird die Solarthermie mit Photovoltaikanlagen verwechselt.

Es ist deshalb wichtig den Unterschied von Solarthermie und Photovolatikanlagen zu unterstreichen.

Während Solarthermie Teile des Eigenverbrauchs eines Hausbesitzers deckt, bringen Photovoltaikanlagen durch die Einspeisungsvergütung von Strom ins Stromnetz eine monetäre Rendite.

Während die Solarthermie darauf ausgerechnet ist Kosten zu senken, soll die Photovoltaik Erträge generieren.

Rentabilität von Solarthermie: Einsparpotential

Um die Rentabilität von Solarthermie zu berechnen ist folglich die Kostenersparnis entscheidend.

Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) beziffert das Energiesparpotential bei Warmwasser bei zwischen 50 und 60%.

Bei den Heizkosten können bei bestehenden Gebäuden bis zu 15% der Heizkosten eingespart werden, bei Neubauten sind sogar Einsparungen von bis zu 60% möglich.

Damit können Hausbesitzer ihre Gas-, Öl- oder Stromrechnung beträchtlich reduzieren. Das Haus wird anschließend um Großteil mit umweltfreundlicher Energie versorgt.

Förderungen von Solarthermie erhöhen Rentabilität

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet- mit seinem sogenannten Marktanreizprogramm – wirtschaftliche  Anreize zur Investition in Solarthermie.

Folgende Anwendungen der Solarthermie werden gefördert:

  • zur Raumheizung
  • zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • zur Warmwasserbereitung (nur bei Innovationsförderung)
  • zur Bereitstellung von Prozesswärme
  • zur solaren Kälteerzeugung
  • Solarthermieanlagen, die die Wärme überwiegend einem Wärmenetz zuführen

Im Jahr 2013 liegt der Förderbeitrag bei 90 € pro verbautem Quadratmeter Sonnenkollektoren.

Der Mindestbetrag den man für den Verbau von Sonnenkollektoren erhält beträgt 1.500 € – ein Vorteil besonders für kleinere Anlagen.

Die Förderung reduziert sich ab 40 verbauten Quadratmetern auf 45 €.

Zusätzlich zu dieser Förderung werden als Investitionsanreiz über die KFW vergünstigte Finanzierungen für Solarthermie angeboten.

Berechnung der Rentabilität von Solarthermie

Die mathematische Berechnung der Rentabilität von Solarthermie ist auch für Laien einfach.

Als erster Schritt muss eine Schätzung der prozentuellen Energieeinsparungen von einem Sachverständigen durchgeführt werden. Damit kann der jährlich eingesparte Betrag berechnet werden.

Anschließend müssen die Bau- und Wartungskosten für die Sonnenkollektoren beziffert werden.

Ist die Bauplanung abgeschlossen so können die nutzbaren Förderungen berechnet werden.

Bei der Kreditfinanzierung der Investition ist auch der Zinsaufwand ein Kostenfaktor.

Falls die Investition aus Eigenkapital getätigt wird sollte die entgangene Rendite aus der Investition des Eigenkapitals auch miteinberechnet werden.

Addiert man also die Kostenpositionen zieht davon die Förderungen ab und dividiert diese durch den jährlich eingesparten Betrag, erhält man als Ergebnis die Anzahl der Jahre die benötigt werden bis die Investition rentabel ist.

Die Formel lautet damit:

(Baukosten-Förderungen +Wartungskosten+Zinsaufwand)/jährliche Einsparungen

Bei der Investition von Eigenkapital den Zinsaufwand durch den entgangenen Zinsertrag ersetzen.

Fazit zur Solarthermie

Besonders bei kleineren Anlagen auf Eigenheimen kann die Solarthermie eine rentable Investition sein.

Mit der beschriebenen Formel kann jeder Investor für sich selbst die Rentabilität von Solarthermie berechnen.

Dabei gilt zu bedenken, dass die Vorteile der Solarthermie nicht nur im monetären Bereich liegen.

Auch die Umweltfreundlichkeit und die Möglichkeit zur Eigenversorgung sind für viele Investoren wichtig.

26. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Frei
Von: Michael Frei. Über den Autor

Der Autor beschäftigt sich seit 8 Jahren intensiv mit den Kapitalmärkten. Michael Frei ist studierter Ökonom und im Finanzsektor tätig. Mit seinem Wissen hilft er den Lesern von GeVestor wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.