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Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge: Das gilt

Wie in den meisten Ländern Europas sind auch in Deutschland Kapitalerträge steuerpflichtig. Kapitalerträge gelten als Einkommen und unterliegen damit nicht nur der Einkommensteuer, sondern dienen auch als Berechnungsgrundlage für die entsprechende Höhe des Solidaritätszuschlages und der Kirchensteuer.

Seit dem 1. Januar 2009 wird der Anteil des Staates an den Kapitaleinkünften seiner Bürger durch die Abgeltungssteuer direkt abgezogen.

Jede Bank ist verpflichtet, diese Zahlungen an den Fiskus direkt nach den Fälligkeitsterminen für Zinsen oder Dividende einzuleiten. Der Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge ist darin eingeschlossen.

Die Grundarten des Kapitalertrags

Für jede Art von Kapitalertrag hat der Gesetzgeber natürlich auch die „passenden“ Steuerart parat. Für Zinserträge aus Spareinlagen, Kontoguthaben oder Wertpapier-Depots sind 30% Zinsabschlagssteuer zu leisten.

Dividendenerträge und Wandelanleihen unterliegen der Kapitalertragssteuer, die 25% beträgt. Für Zinskupons von Aktien und Wertpapieren werden 35% fällig.

Sowohl Zinsabschlagssteuer als auch Kapitalertragssteuer werden zusätzlich mit dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer belegt (soweit der Steuerpflichtige Angehöriger der katholischen oder protestantischen Glaubensgemeinschaft ist).

Das geschieht in Zusammenhang mit der jährlichen Einkommensteuererklärung. Damit wird sichergestellt, dass der Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge aller Art erhoben werden kann.

Stellvertretend für die Meinung ist der Standpunkt der IHK Frankfurt am Main.

Die Abgeltungssteuer dient lediglich dazu, die Kapitalerträge direkt an der Quelle ihres Entstehens abzufassen und sofort dem Fiskus zuzuführen. Damit erlangt der Staat einen zeitlichen Vorteil im Sinne einer Vorsteuer.

Zudem muss er sich nicht darauf verlassen, dass die Steuerbürger auch wirklich alle Einkünfte aus Kapitalerträgen in der Einkommensteuererklärung angeben. Das gilt jedoch nicht für Kapitalerträge, die im Ausland erzielt werden.

Hier ist der Fiskus auf die Ehrlichkeit der Steuerbürger angewiesen, um ihnen dann komplett den Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge abfordern zu können.

Der Solidaritätszuschlag ist Bestandteil der Kapitalertragsteuer und wird somit immer gleich mit abgezogen. Allerdings gibt es auch Bemessungsgrenzen, auf die keine Kapitalertragssteuer und damit auch kein Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge gezahlt werden muss.

Freistellung von der Kapitalertragssteuer

Auf das Einbehalten der Kapitalertragssteuer verzichten die Kreditinstitute nach Maßgabe der geltenden Freibeträge. Diese betragen für Ledige 801 € und für verheiratete Paare 1.602 €. Der Gesamtfreibetrag setzt sich zusammen aus dem Sparerfreibetrag von 750 € bzw. 1.500 € sowie aus den Werbungskostenpauschalen von 51 € bzw. 102 €.

Bestimmte Personen wie Studenten oder Rentner können sich generell von der Zahlung der Kapitalertragssteuer befreien lassen. Eine solche Nichtveranlagungsbescheinigung gilt für drei Jahre. Girokonten mit einem Zinssatz von 1% oder weniger und Spareinlagen mit einer Zinszahlung, die 10 € im Jahr nicht überschreitet, sind ebenfalls steuerfrei.

Fazit

Es lohnt sich, bei der Anlage in verschiedenen Vermögensformen auf die Freibeträge für Kapitalerträge zu achten. Denn damit wird nicht nur die Abgeltungssteuer vermieden, sondern auch der Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge. Eine gute Orientierung bieten dabei Online-Rechner.

29. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.