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Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer: So wird er bemessen

Kapitalerträge unterliegen in Deutschland (wie auch in den meisten europäischen Ländern) der Einkommensteuer. Damit sind sie auch Bemessungsgrundlage für weitere Abgabe- und Steuerarten, die sich ebenfalls nach der Höhe des Einkommens richten. In erster Linie sind das der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

Seit 2009 wird die Kapitalertragssteuer als Abgeltungssteuer gezahlt. Die Gewinne aus Zinsen oder Dividenden werden vom Fiskus genau dort abgeschöpft, wo sie entstehen: bei den Fälligkeitsterminen der Anlageformen. Mit der Einkommensteuererklärung wird dann der Solidaritätszuschlag auf Kapitalsteuer und die weiteren Einnahmen gezahlt.

Die Zusammensetzung der Kapitalertragsteuer

Die Kapitalertragssteuer ist eine Quellensteuer, da sie direkt am Punkt ihres Entstehens abgeschöpft wird. Sie setzt sich aus verschiedenen Steuerarten zusammen:

  • der Einkommenssteuer (25%),
  • dem Solidaritätszuschlag (5,5%)
  • und der Kirchensteuer in Höhe von 9% (außer in Baden-Württemberg und in Bayern: 8%).

Kirchensteuer wird natürlich nur fällig, wenn der Steuerpflichtige auch gemeldetes Mitglied einer der anerkannten großen Glaubensgemeinschaften ist.

Die Kapitalertragssteuer ist in dem Jahr zu leisten, in dem die Dividende oder Zinsgutschriften ausgezahlt wurden. Damit wird gewährleistet, dass der Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer immer dem aktuellen Stand entspricht.

Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer – eine umstrittene Angelegenheit

Eingeführt wurde der Solidaritätszuschlag im Zuge der deutschen Einheit, um Hilfe bei der Herstellung gleicher Bedingungen in ganz Deutschland zu schaffen. 1993 und 1994 wurde er ausgesetzt, 1995 wieder eingeführt. Ursprünglich mit 7,5% der Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer bemessen, gilt seit 1998 ein Satz von 5,5%.

Die Meinungen über die Aufrechterhaltung der Solidaritätszahlung sind sehr widersprüchlich. Insbesondere die Ausweitung der Zweckbestimmung auf den Golfkrieg und die Unterstützung mittel- und osteuropäischer Staaten sehen viele Gegner der Sonderabgabe als Abkehr von einer konkreten Zweckbestimmung.

Der Solidaritätszuschlag auf Kapitalsteuer gilt als besonders umstritten, da er an eine Sonderform des Einkommens gebunden ist.

Mit der Freistellung dem Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer entgehen

Da für die Kapitalertragssteuer bestimmte Freibeträge gelten, wird in diesen Fällen nicht nur die Steuer hinfällig, sondern auch der Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer. Für viele Sparer ist es möglich, die Freistellung von der Kapitalertragssteuer bei den Kreditinstitute zu beantragen.

Dafür gelten folgende Freibeträge: Für Ledige sind 801 € und für Verheiratete 1.602 € als Gewinn aus Kapitalvermögen steuerfrei. Diese Beträge setzen sich zusammen aus dem generellen Sparerfreibetrag von 750 € für Ledige bzw. 1.500 € für Verheiratete und aus der Werbungskostenpauschale.

Diese beträgt für Alleinstehende 51 €, für gemeinsam veranlagte Paare 102 €. Um sich eine Übersicht zu einer entsprechenden Aufteilung des Vermögens zu verschaffen, eignen sich Online-Rechner sehr gut.

29. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.