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Sollte man als Privatanleger überhaupt einzelne Aktien kaufen?

Mit dem Kauf von einzelnen Aktien erwirbt der Privatanleger den Anteil an einem Unternehmen.

Daher sollte man sich gut überlegen und informieren, welche Aktien und Unternehmen in Frage kommen.

Beispiel: Aufstieg und Fall der Solaraktien

Die Kennzahlen eines Unternehmens können Hinweise darauf geben, in welcher Lage es sich befindet. Achten sollte man bei der Auswahl aber auch auf das Umfeld und die Branche.

So galten über Jahre Solarunternehmen als lukrative Investition am Aktienmarkt. Die Branche boomte, nicht zuletzt durch Subventionen des Staates für erneuerbare Energien.

Allerdings zwang die Konkurrenz aus China und der Wegfall der staatlichen Förderung viele dieser einstigen Börse-Vorzeigeunternehmen in die Knie.

Als Wette auf die Zukunft bergen Einzelaktien hohe Risiken

Das Beispiel zeigt, dass Investitionen in Einzelaktien immer mit einem hohen Risiko verbunden sind – bei der Pleite des betreffenden Unternehmens droht der Totalverlust des investierten Geldes.

Dieses Risiko ist umso höher, je unbekannter ein Unternehmen oder je neuer eine Branche ist, in der es wirtschaftet. Ein gutes Beispiel dafür, wie Privatanleger sich an einzelnen Aktien die Finger verbrannt haben, ist das Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000.

In den Jahren zuvor galten Unternehmen, die mit dem Zukunftsmedium Internet auch nur entfernt zu tun hatten, als Goldgrube. Millionen von Privatanlegern weltweit beteiligten sich an der Wette, dass den Unternehmen aus dem Internet-Bereich die Zukunft gehören werde.


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Die Wette verloren die meisten Privatanleger – und damit auch ihr investiertes Geld.

Es gibt aber auch umgekehrte Beispiele: Anleger der ersten Stunde beim Online-Netzwerk Facebook sind beim Börsengang des Unternehmens zu Millionären und Milliardären geworden.

Sie gingen ein hohes Risiko ein, ihr Geld zu investieren und wurden dafür belohnt. Wer wiederum die Facebook-Aktien am Tag des Börsengangs gekauft hat, musste in den Folgemonaten mit ansehen, wie sie in den Keller rauschten.

Risiken minimieren heißt Risiken verteilen!

Um solche Verluste zu vermeiden sollten Privatanleger, die in einzelne Aktien investieren wollen, auf jeden Fall darauf achten, ihr Risiko zu streuen.

Sie sollten also nicht nur eine oder zwei Aktien aus einer Branche kaufen, sondern Aktien von verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft.

Kriselt eine Branche, kann man so seine Verluste begrenzen durch andere Aktien, die stabil bleiben oder sogar an Wert zugewinnen.

Der Ausstieg aus Einzelaktien

Wer als Privatanleger in einzelne Aktien investiert, sollte sich kontinuierlich über seine Investition auf dem Laufenden halten. Er sollte sich also informieren über die Entwicklung des Unternehmens und der Branche.

Nur so kann er auf Basis dieser Informationen einen günstigen Moment erkennen, aus der Aktie mit Gewinn wieder auszusteigen. Wer diesen Zeitpunkt verpasst, wird Verluste beklagen oder abwarten müssen, bis die Aktie wieder steigt.

Damit aber ist sein Geld blockiert, das er anderswo möglicherweise besser investieren könnte.

Wer als Privatanleger in einzelne Aktien investiert sollte schließlich noch etwas berücksichtigen: Er sollte nur Geld investieren, auf das er im schlimmsten Fall auch verzichten könnte.

Denn erstens besteht grundsätzlich immer das Risiko des Totalverlustes. Und zweitens macht ein Privatanleger mit Geldnot im Zweifel Verluste.

Denn wenn er einzelne Aktien kauft und einen Monat später aus Geldnot gezwungen ist, sie wieder verkaufen zu müssen, steht er unter Zwang und Druck zu verkaufen – egal zu welchem Preis und egal, wie hoch die Verluste an diesem Tag dann sein mögen.

Alternative: Aktienfonds

Wem das Risiko zu hoch ist, in einzelne Aktien sein Geld zu investieren, der hat die Alternative, Aktienfonds zu kaufen.

Das ist sozusagen ein Korb von ausgewählten Aktien, in dem durch Streuung bereits das Risiko begrenzt ist. Allerdings sind damit auch die möglichen Gewinne begrenzt.

Mehr zum Thema: Quiz: Stellen Sie sich unseren Prüfungsfragen zum Aktien-Handel!

13. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.