von Janne Joerg Kipp

Sondersteuern auf Immobilien: Spekulation aus Berlin

Zwangsmaßnahmen drohen: nicht zum ersten Mal in der deútschen Geschichte

Spekulation aus Berlin: Sondersteuern auf Immobilien nach den Wahlen?

Nebelkerzen statt Lösungen: so liefen auch am 30.8. wieder die Talkshows nach den Landtagswahlen.

Eine entscheidende Frage wird und wurde ausgeklammert: wer zahlt eigentlich die neuen Schulden? Eine Vermutung aus Berlin: Immobilienbesitzer. Wir zeigen Ihnen wie.

Sondersteuern auf Immobilien: Krise nicht vorbei - Mietgrenzen möglich

Eine indirekte Zahlquelle können in erster Linie die Mieten sein. Mietgrenzen als Geschenke, um Sozialleistungen zu sparen.

Der Hintergrund: Die Finanzkrise ist immer noch nicht vorbei. Vor diesem Hintergrund wird die Arbeitslosigkeit auch bei uns in Deutschland noch zunehmen. Zuschüsse aus der Staatskasse für die Sozialkassen soll es aber sehr reduziert geben.

Also kann der Staat anderweitig helfen: Mietgrenzen, um auf der anderen Seite Sozialleistungen zu sparen. Früher oder später wird es - nicht zum ersten Mal - dazu kommen. Unmittelbar im Oktober nach der Wahl besteht allerdings noch kein Anlass.

Lösungsmaßnahmen: keine. Klagen werden in Deutschland kaum helfen, da das bürgerliche Recht speziell als Mieterschutzrecht ausgelegt ist. Hierunter werden auch die politischen Geschenke fallen, fantasievoll anders benannt.

Zwangsanleihen möglich -nicht zum ersten Mal

Diese Geschenke werden nicht ausreichen. Bereits in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde dieses Mittel eingesetzt. Das Vermögen lässt sich dann einfach über Immobilien schätzen und über das Grundbuch sichern.

Nächste Einnahmequellen zeichnet Günter Hannich vom Crash-Investor auf: In Lettland diskutiert die Politik jetzt bereits über Höchststeuern auf Mieteinnahmen. Bis zu 70% der Mieteinnahmen werden als mögliche Steuern kalkuliert, sofern die Wohneinheit mehr als 40 Quadratmeter groß ist.

Politisch anders verkleidet sind Steuern auf "leerstehende" Immobilien - vermeintlich gegen die Spekulation. Ebenso auf der Liste der Steueroptimierer: Erbschaften und Schenkungen.

Möglich auch, die Mehrwertsteuerpflicht für Mieten durchzusetzen. Dafür muss nur die so genannte "Kleínunternehmer-Regelung" gekippt werden. Faktisch zahlen dann Vermieter - da sich höhere Endmieten heute schon kaum noch durchsetzen lassen.

Unsere Empfehlung: Diese und andere Steuermaßnahmen werden jetzt bereits in Berlin diskutiert, so die Gerüchte aus "gut informierten Kreisen".

Das heißt zweierlei: Für Vermieter wird es künftig noch schwieriger. Wer weiter oder später einmal vermieten möchte, muss wissen: er wird zur Melkkuh. Die einzige Bremse ist der Immobilienbesitz der Politiker und Spitzenbeamten, die über ihre eigenen Einkünfte beraten.

Ihnen zur Seite steht Tobias Mahlstedt, Chefredakteur des "Immobilien-Berater". Der Rechtsanwalt bereitet die neuesten Entwicklungen gerade für Vermieter zeitnah jeweils so auf, dass Sie rechtzeitig reagieren können, um die größten Schäden abzuwenden.

Davon unberührt empfehlen wir jedoch weiterhin: selbst genutzte Immobilien sind vom Staat kaum angreifbar. Und in der Inflation jedenfalls ein(!) sicherer Hafen.

 
 

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.