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Sozialer Wohnungsbau: Deutschland schafft mehr Platz

Der Bau von Sozialwohnungen stand lange Zeit auf keinem politischen Programm der Parteien mehr. In jüngster Zeit rückt der Soziale Wohnungsbau in Deutschland rückt wieder in die öffentlichen Diskussion.

Sozialer Wohnungsbau in Deutschland

Als Sozialer Wohnungsbau werden Programme bezeichnet, die durch staatliche Förderungen den Bau von Mietswohnungen begünstigen und vorantreiben sollen. Sinn und Zweck ist die Schaffung von neuen Wohnflächen und vor allem die Bekämpfung stetig steigender Mietpreise in Ballungszentren wie Groß- und Universitätsstädten.

Besonders einkommensschwache Schichten haben es schwer, ständige Mieterhöhungen zu verkraften, ganz besonders, wenn die Löhne in der gleichen Zeit stagnieren oder schlimmstenfalls sogar sinken. Einen besonderen Höhenpunkt erlebte der Soziale Wohnungsbau in Deutschland nach Ende des zweiten Weltkrieges.


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Bis in die späten 60iger Jahre hinein genehmigte die Regierung Geldpaket um Geldpaket, um privaten Investoren und Bauherren die Errichtung von Wohnungen nach speziellen Vorgaben schmackhaft zu machen.

Sozialer Wohnungsbau: Mietpreisbindung und staatlicher Zuschuss

Das Prinzip ist dabei stets das gleiche: Zunächst erhalten bestimmte Städte oder Kommunen staatliche Gelder, die dem Zweck des sozialen Wohnungsbaus zugeführt werden sollen. Mithilfe dieser Zuschüsse können Bauherren Kredite zu besonders günstigen Konditionen angeboten werden.

Würde ein entsprechender Darlehenszins am freien Markt zum Beispiel 3% betragen, so erhalten die zukünftigen Besitzer von Sozialwohnungen das Kapital schon zu 1,2% Zinsen. Dafür erklären sie sich jedoch bereit, bestimmte Regelungen und Grenzen bei der späteren Vermietung der Objekte einzuhalten.

Hierzu gehört die so genannte Mietpreisbindung. Darunter versteht man die vertraglich festgeschriebene Deckelung der Mieten, die für Sozialwohnungen genommen werden dürfen. Ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte ist die Festlegung der Anfangsmiete auf knapp 6€ pro Quadratmeter für mindestens 15-20 Jahre.

Oftmals geht dies noch mit einem speziellen Mietzuschuss durch das Bundesland oder die Stadt einher, die den sozialen Wohnungsbau vorantreiben möchte. Dann erhält der Vermieter später nochmals einen geringen Zuschuss (in der Größenordnung von 1,3€ bis 1,9€ pro Quadratmeter) auf jede genutzte Wohnung angerechnet. Dieser Zuschuss stammt ebenfalls aus dem staatlichen Geldtopf.

Kritik: Sozialer Wohnungsbau in Deutschland fördert Ghettobildung

Trotz des sozialen Gedankens hinter günstigem Wohnraum ergeben sich auch einige kritische Aspekte bei diesem Thema. Die Realität hat gezeigt, dass die Errichtung von speziellen Sozialwohnungen zu Problemen führen kann. Durch die Ballung von einkommensschwachen Mietern wird zum Beispiel eine gewisse Ghettobildung begünstigt.

In diesen Zentren sei dann die Gefahr für Verrohung, kulturelle Spannungen und sogar gewalttätig Auseinandersetzungen besonders hoch, heißt es von Seiten der Kritiker. Es wird sich zeigen, ob die Anzeichen eines Erstarkens staatlicher Pläne zum Sozialen Wohnungsbau in Deutschland tatsächlich Früchte tragen werden oder nicht.

24. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.