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Sozialmieter: Das sollten Sie beachten, wenn das Amt die Miete zahlt

Viele Vermieter haben Vorbehalte gegen Mieter, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Und das sicherlich teilweise auch zu Recht.

Allerdings sind natürlich nicht alle Bezieher von Hartz IV Mietnomaden.

Viele Menschen geraten unverschuldet in Notsituationen, werden arbeitslos oder erhalten nur eine geringe Rente.

Sozialmieter bieten Vorteil

Für Sie können solche Mieter mit einem großen Vorteil verbunden sein: Wenn sie nämlich ihren Mitwirkungspflichten gegenüber den Behörden nachkommen, zahlen diese die monatlichen Mieten pünktlich und zuverlässig.

Grundsätzlich werden staatliche Unterstützungsleistungen an Ihre Mieter ausgezahlt. Dieser Beitrag zeigt Ihnen jedoch, wie es Ihnen gelingt, dass die Miete direkt von der Behörde gezahlt wird.

Unterscheiden Sie Hartz IV von anderen Sozialleistungen

Vor allem dürfen Sie nicht nur Hartz-IV-Empfänger im Blick haben. Hartz IV ist der umgangssprachliche Ausdruck für das Arbeitslosengeld II, kurz: ALG II. Daneben gibt es für alle nicht arbeitsfähigen Bedürftigen die Sozialhilfe.

Ein Teil davon ist die Grundsicherung

  • im Alter

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  • und bei Erwerbsminderung für Rentner mit keinem oder geringem Einkommen.

Dies sollten Sie deshalb wissen, da die Mietzahlungen von verschiedenen Behörden geleistet werden:

Eine weitere Art der staatlichen Transferleistungen ist das sogenannte Wohngeld. Die Bezieher von ALG II, Sozialhilfe, BAföG und Asylbewerberleistungen haben keinen Anspruch auf Zahlung eines weiteren Wohngelds.

Die Mietkosten sind bei diesen Gruppen bereits in ihre staatlichen Transferleistungen eingerechnet.

Wohngeld ab 2009 erhöht

Anderen Bevölkerungsgruppen kann allerdings ein Anspruch auf Wohngeld und damit auf einen Mietzuschuss zustehen, zum Beispiel Geringverdienern. Haben Sie solche Mieter, können diese sich freuen.

Denn seit dem 1. Januar 2009 gibt es eine deutliche Erhöhung beim Wohngeld. Damit hat die Bundesregierung auf die steigenden Nebenkosten reagiert.

Bei der Bestimmung der Höhe des Wohngeldes sind das Einkommen, die Miethöhe und die Anzahl der Familienmitglieder ausschlaggebend. Künftig spielt das Alter Ihrer Wohnung hierbei keine Rolle mehr.

Achtung: Für Bezieher laufenden Wohngeldes berechnet das Wohnungsamt automatisch das höhere Wohngeld. Es muss kein Antrag gestellt werden.

Neu ist auch, dass künftig nicht verheiratete Paare ein gemeinsames Wohngeld erhalten. Das könnte dazu führen, dass Ihre Mieter nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben.

Tipp: Nehmen Sie diese Erhöhung zum Anlass, die Miete und die Betriebskostenvorauszahlungen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

LeistungTräger
ALGIIBundesagentur für Arbeit oder kreisfreie Städte und Kreise, die Sozialämter oder Arbeitsgemeinschaften (ARGE)
Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter und bei ErwerbsminderungMeist kreisfreie Städte und Landkreise

Behörden zahlen Großteil der Miete

Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden von dem jeweiligen Leistungsträger gezahlt. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Antragsteller ist Ihr Mieter

Sie haben als Vermieter oder Verwalter keinerlei Ansprüche gegenüber den Ämtern.

Den Antrag auf Übernahme oder Zuschuss zu Mietkosten muss Ihr Mieter persönlich stellen. Zuständig sind auch hier die Agenturen für Arbeit, gegebenenfalls das Sozialamt oder die aus beiden gebildete Arbeitsgemeinschaft (ARGE).

Mietern bei Antragstellung besser helfen

Natürlich können Sie Ihrem Mieter auch bei der Beantragung helfen. Dies hat für Sie den Vorteil, dass Sie das Verfahren vorantreiben und möglichst schnell wissen, ob ein Amt die Miete zahlt.

Sofern es um Einzelfälle geht, können Sie Ihren Mieter sogar gegenüber den Ämtern vertreten. Hierzu muss Ihr Mieter Sie bevollmächtigen. In diesem Fall erhalten Sie sogar die Post Ihres Mieters und dürfen sie öffnen. Häufig sind ältere oder kranke Mieter dankbar über Ihre Unterstützung.

Aber nochmals: Der Antrag auf einen Mietzuschuss ist persönlich von Ihrem Mieter zu stellen.

Tipp: Ein kurzer Anruf beim örtlichen Sozialamt oder der örtlichen Agentur für Arbeit genügt in der Regel, um den richtigen Ansprechpartner zu finden.

6. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.