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Sparformen und Finanzinstrumente für jedes Anlageprofil

Beim Sparen kann man zwischen Festgeld, Tagesgeld und dem Sparbrief auswählen. Was für Sie am besten ist, lesen Sie hier.

Tagesgeld, Festgeld oder doch lieber Sparbrief?

Obwohl sich Tagesgelder für Sie nicht zum Sparen lohnen, da sie vergleichweise niedrig verzinst werden und sich der Zinssatz täglich ändern kann, eignen sie sich in Ausnahmefällen dazu, um Geld zeitweilig zwischenzuparken, etwa bis sich eine günstigere Anlagemöglichkeit für Sie ergibt.

Der einzige Vorteil gegenüber dem Tagesgeld liegt darin, dass Sie sich bei Festgeldern den in der Regel etwas höheren Zins auch bis zum Ablauf sichern und fallende Zinsen für Sie während der Laufzeit nicht nachteilig sind.

Andererseits profitieren Sie aber auch nicht von eventuell steigenden Zinsen, so dass sich Festgelder beispielsweise in der gegenwärtigen Lage an den Kapitalmärkten für Sie auf keinen Fall als Anlage lohnen.

Der Sparbrief ist unter Renditegesichtspunkten sehr viel attraktiver für Sie als das Festgeld und würde sich unter diesem Gesichtspunkt durchaus als sinnvolle Sparanlage eignen.

Wie der Vergleich beider Übersichten zeigt, rentieren Sparbriefe im 6-Jahres-Bereich immerhin um bis zu 1,7 %Punkte höher als Festgelder.

Solche Sparbriefe sind aber genau wie Festgelder im Gegensatz zu den beiden folgenden Sparformen – Bundesschatzbriefe und Bundesanleihen – nur in Ausnahmefällen und dann auch nur unter Inkaufnahme von „Strafzinsen“ vorzeitig wieder bei Ihrer Bank einlösbar.

Sparbriefe sollten Sie aus nur dann in dem von Ihnen favorisierten Sparkonzept verwenden, wenn Sie sich sehr sicher sind, dass Sie nicht vorzeitig wieder an Ihr Geld heranmüssen.


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Dann ist es durchaus sinnvoll, einen Teil Ihres zum Sparen vorgesehenen Kapitals darin anzulegen, falls Sie Papiere erhalten können, die im selben Anlagezeitraum wenigstens um 0,5 %Punkte höher als Bundesschatzbriefe oder Bundesanleihen rentieren.

Sparformen und Finanzinstrumente, bei denen der Wert Ihres Kapitals täglich schwanken kann

Neben den Bundesschatzbriefen sind Anleihen zum mittel-und langfristigen Sparen für Sie besonders gut geeignet.

Solche über Ihre Bank an der Börse erworbenen Schuldverschreibungen von Staaten, Unternehmen oder internationalen Institutionen wie der Weltbank können Sie grundsätzlich jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen.

Das Schöne daran: Falls die Zinsen am Kapitalmarkt fallen, macht sich das in einem höheren Kurs der Anleihe bemerkbar.

Wenn Sie dann bereits länger als 1 Jahr im Besitz einer solchen Anleihe sind und sich daher außerhalb der Spekulationsfrist befinden, können Sie die sich daraus ergebenden Gewinne beim vorzeitigen Verkauf steuerfrei vereinnahmen.

Und je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist, desto größer fallen die Kursgewinne aus.

Doch leider wirken solche Zinsveränderungen am Kapitalmarkt auch im umgekehrten Fall: Wenn die Zinsen anziehen, führt dies zu einem Kursverlust bei der Anleihe und entsprechenden (rein rechnerischen) Buchverlusten auf Ihrem Depotkonto.

Falls Sie aber bis zum Ende der Laufzeit der Anleihe durchhalten, muß Sie das nicht weiter beunruhigen und kann Ihren Sparplan gar nicht gefährden. Denn einerseits erhalten Sie weiterhin die mit der Anleihe verbundenen Zinsen in der Höhe wie bisher.

Und andererseits werden Anleihen zum Fälligkeitszeitpunkt zu 100% des Nominalkapitals zurückgezahlt.

Da aus den eingangs genannten Gründen die Höhe der Rendite vom Anlagerisiko abhängig ist, müssen Anleihen von schlechten Schuldnern auch höher rentieren als die von erstklassigen wie beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland.

Während Sie derzeit für eine auf Euro lautende 6jährige ArgentinienAnleihe beispielsweise einen Zinskupon von 9% und eine Rendite von 9,4% erhalten, liegt letztere bei 6jährigen Bundesanleihen gerade mal bei 5,2%.

Die geringere Bonität des Schuldners Argentinien bedingt also eine Risikoprämie von immerhin 4,2 %.

Während Sie Bundesanleihen im Rahmen eines mittel und langfristigen Sparkonzepts als Basisinvestment jederzeit einsetzen können, sollten Sie Staatsanleihen ausländischer Schuldner mit geringerer Bonität oder auch Fremdwährungsanleihen von guten Schuldnern wegen des vorhandenen Währungsrisikos im Rahmen Ihres Sparkonzepts immer nur als Beimischung verwenden.

Bei sehr schlechten Schuldnern geraten Sie sogar in die Gefahr, Ihr Geld zu verlieren.

Das gilt für – im Vergleich zu Bundesanleihen – höher verzinsliche Unternehmensanleihen ebenso wie für Staatanleihen von Schwellenländern, da diese auch Schwie rigkeiten haben könnten, die anfallenden Zinszahlungen pünktlich und regelmäßig zu leisten.

16. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Werner Kurzawa
Von: Dr. Werner Kurzawa. Über den Autor

Als ehemaliger Bankkaufmann ist Dr. Werner Kurzawa seit über einem Jahrzehnt freier Wirtschafts und Finanzjournalist und hat zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Fernseh und Rundfunkbeiträge rund um das Thema Geldanlage, Börse und Finanzen veröffentlicht.