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Sparplan oder Einmalanlage – das ist hier die Frage

Die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts ist entscheidend für den Erfolg eines Investments – natürlich auch beim Fondskauf. Wer hierbei mit einer Einmalanlage den falschen Moment erwischt, wird unter Umständen lange warten müssen, bis er in die Gewinnzone kommt.

Beispielsweise lässt sich diese Gefahr mit einem Sparplan und dem damit verbundenen Cost Average Effekt verringern. Dabei kommt es allerdings darauf an, dass der Kurs des Investments während der Zeit des Sparplans deutlich schwankt. Anhand eines Beispiels lässt dich dieser Effekt am besten demonstrieren.

Beispiel für Cost Average Effekt

Der Privatanleger Herr Müller möchte innerhalb eines Sparplans Anteile des Aktienfonds „Best of Germany“ im Wert von 100 € monatlich kaufen. Der Anteilspreis beträgt zunächst 50 € und die Tabelle bildet den Zeitraum eines Jahres ab.

MonatEinzahlungPreisFondsanteile
1100502
2100402,5
310033,333
4100402,5
5100502
610066,661,5
7100502
810033,333
9100402,5
10100402,5
11100502
1210066,661,5

Wenn Herr Müller zu Beginn des Jahres einmal für 1.200 € eingestiegen wäre, hätte er 24 Anteile des „Best of Germany“ erwerben können. Da er aber die Anlageform des Sparplans gewählt hat und der Kurs des Fonds innerhalb des Jahres stark geschwankt hat, hat er am Ende des Jahres mit dem gleichen Anlagebetrag 27 Anteile in seinem Depot.

Anders ausgedrückt würde seine Depotauszug am Ende des Jahres bei der Einmalanlage 1.600 € und beim Sparplan 1.800 € ausweisen.

Kritik an Cost Average Effekt

Gegenüber dem Cost Average Effekt werden immer wieder kritische Stimmen laut. Ernst zu nehmen ist sicherlich der Umstand, dass niemand den Kursverlauf von Aktien oder Aktienfonds vorhersehen kann.

Auf das Beispiel angewendet bedeutet das: Wenn der Kurs des „Best of Germany“ nie oder nur schwach unterhalb des Preises am Einstiegszeitpunkt notiert hätte, wäre Herr Müller mit seinem Sparplan schlechter gefahren als mit einer Einmalanlage.

Was, wenn Anlegern mit einem Mal eine größere Summe zur Verfügung steht?

Es ist ebenfalls denkbar, dass Anleger – etwa durch eine Erbschaft – mit einem Schlag zu Geld kommen. Und oft wissen diese Anleger wegen des Fehlens anderer Investmentideen gar nicht, an welch anderer Stelle sie ihr Kapital zwischenparken sollten.

Denn das müssten sie, wenn sie durch den Sparplan in den Genuss der Vorzüge des Cost Average Effekt kommen wollen. Diesen in seine Planungen einzubeziehen, wäre reine Spekulation. Der Cost Average Effekt ist also nur für diejenigen interessant, die sich dafür entschieden haben aus ihrem laufenden Einkommen einen Sparplan zu bedienen.

26. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.