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Sparquote berechnen: So funktioniert’s

Die Sparquote bezeichnet den Anteil der Ersparnisse am Einkommen. Dabei wird zwischen 3 verschiedenen Arten der Sparquote unterschieden:

1.    Die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte: Sie stellt den Anteil der Ersparnisse am verfügbaren Einkommen dar.

2.    Die gesamtwirtschaftliche Sparquote der Volkswirtschaft: Sie gibt das Verhältnis der Ersparnisse der gesamten Volkswirtschaft – also aller Haushalte, der Unternehmen und des Staates – im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt an.

3.    Die marginale Sparquote der Einkommensänderung: Sie gibt Aufschluss über die eventuellen Veränderungen des Sparverhaltens aufgrund der Einkommensänderungen.

Beim Berechnen der Sparquote werden Sparleistungen und Neuverschuldungen (die beispielsweise durch Kreditaufnahmen entstanden sind) abgerechnet. Sollte der Saldo negativ sein, wird von einer negativen Sparquote gesprochen. Wichtig ist auch, dass die Sparquote bei steigendem Einkommen stark zunimmt.

Die persönliche Sparquote berechnen

Beim Sparen sollte man immer darauf achten, dass der Betrag im Verhältnis zu den Ausgaben gesetzt werden muss. Es ist nicht sehr sinnvoll zu sagen, dass man pauschal 300 € im Monat sparen sollte. Schließlich ist für jemanden, dem im Monat nur 1000 € im Monat zur Verfügung stehen, 300 € eine ganze Menge Geld. Für jemanden der monatlich 5000 € verdient, sind 300 € nur sehr wenig.

Deswegen ist die persönliche Sparquote auch ein gutes Maß, um festzustellen, wie viel Geld monatlich gespart werden sollte. Um die Sparquote zu berechnen, teilt man das monatlich gesparte Vermögen durch das gesamte zur Verfügung stehende Einkommen. Es ergibt sich so ein Wert, der irgendwo zwischen 0 und 1 liegt.

Diesen multipliziert man anschließend mit 100 und das Ergebnis ist dann die monatliche Sparrate in %. Als Formel sieht das Ganze dann so aus:

(gespartes Geld : verfügbares Geld) * 100 = Sparquote in %

Das ist ein relatives Maß und deswegen auch für einen Vergleich von verschiedenen Sparern sehr viel besser geeignet als einfache Beträge. Um den eigenen Wert der Sparquote besser einschätzen zu können, sollte man sich mit der durchschnittlichen Sparquote in Deutschland vergleichen.

Diese lag in Deutschland beispielsweise im Jahre 2011 im Durchschnitt bei etwa 11%. Alles darüber hinaus ist also überdurchschnittlich und alles darunter unterdurchschnittlich.

Ein Beispiel zum Berechnen der persönlichen Sparquote

Nehmen wir an, ein Redakteur verdient monatlich 3.000 € Netto. Er spart jeden Monat 250 €. Dann würde das Berechnen der Sparquote so aussehen:

(300 : 3000) * 100 = 10%

Der Redakteur würde also eine Sparquote von 10% haben,

Fazit: Insgesamt ist das Berechnen der Sparquote nicht sehr kompliziert und für einen Vergleich mit anderen Sparern sehr viel ergiebiger als ein einfacher Pauschalbetrag.

6. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.