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Sparquote in Deutschland: Im Vergleich sehr hoch

Die durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte stellt den Anteil der Ersparnisse am verfügbaren Einkommen dar. Die Sparquote nimmt mit steigendem Einkommen auch stark zu.

Deswegen war im Jahre 2003 in Deutschland bei Geringverdienern ein Entsparen zu beobachten. Die Ersparnisse haben in dieser Zeit abgenommen. Bei steigendem Einkommen jedoch wurde auch der Anteil der Ersparnisse größer.

Die Sparquote in Deutschland

Viele Privatleute legen einen Teil ihres Einkommens zurück, um sich irgendwann beispielsweise eine Auto oder ein Haus kaufen zu können. In welchem Maße die Menschen für die Zukunft sparen, lässt sich an der durchschnittlichen Sparquote ablesen. Sie zeigt, wie hoch der Anteil ist, den die privaten Haushalte von ihrem Einkommen sparen.

In Deutschland liegt die Sparquote etwa bei 10%. Der Wert schwankt über die Jahre immer etwas, aber nicht besonders stark. 2011 lag die Sparquote beispielsweise bei 11%. Die Deutschen sparen also ungefähr 10% ihres regelmäßig verfügbaren Einkommens. Das sind im Moment etwa 2.000 € pro Jahr. Damit sind die Deutschen etwa doppelt so sparsam wie die US-Amerikaner.

Dass die Menschen in Deutschland so sparsam sind, ist auf der einen Seite sehr positiv, aber auf der anderen Seite auch negativ. Einerseits sorgt die deutsche Sparsamkeit für stabile Verhältnisse. Das gesparte Geld hilft der Wirtschaft in Krisenzeiten. Aber eine hohe Sparquote bedeutet andererseits auch eine niedrige Konsumquote.

Besonders in unsicheren Zeiten tendieren Menschen zu großer Sparsamkeit. Wenn sie weniger ausgeben, können sie die Krise dadurch selbst mit hervorrufen. Die Sparquote ist außerdem nur ein Durchschnittswert. Dinge wie das Haushaltseinkommen haben erhebliche Auswirkungen auf die Sparquote.

Hartz IV-Empfänger sowie Geringverdiener haben meist nicht die Möglichkeit etwas zurückzulegen und manchmal ist die Sparquote bei diesen Haushalten sogar negativ.

Haushalte mit einem Nettoeinkommen von 1.500 € bis 2.000 € haben meist nur eine geringe Sparquote von 2,4%. Haushalte mit einem Einkommen von über 5.000 € sparen sogar 21,8%. So ergibt sich dann die Durchschnittssparquote von 10%.

Wenn der Staat die Konsumausgaben also erhöhen möchte, müsste er bei den Beziehern ein geringeres Einkommen ansetzen. Wenn er die Vermögenden stärkt, erhöht er vor allem die Sparquote.

Sparquote in Deutschland: Junge Leute sparen mehr

Einer Studie zufolge sind besonders die jungen Menschen in Deutschland sehr sparsam. Deutschlands Jugend legt fast ein Drittel des ihnen zur Verfügung stehenden Geldes zurück. Die Sparquote liegt mit 28% deutlich über dem Durchschnitt sämtlicher Haushalte, da diese im Jahr nur etwa 10% sparen.

Fazit: Insgesamt in die deutsche Sparquote im Vergleich also recht hoch. Ob das nun positiv oder negativ ist, liegt im Auge des Betrachters.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.