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Spekulationsfrist bei Depotwechsel – das ist zu beachten

Durch die Einführung der Abgeltungssteuer ist ein Depotwechsel etwas einfacher geworden.

Durch den Wegfall der Spekulationsfrist ergeben sich für den Anleger aber auch einige Nachteile.

Um etwaige Probleme mit der Spekulationsfrist bei einem Depotwechsel zu vermeiden, sollte der Anleger daher vorsorgen.

Bescheinigung über Anschaffungskosten besorgen

Es ist ratsam, sich eine Bescheinigung über die entstandenen Anschaffungskosten und Zeiträume von seiner alten Bank ausstellen zu lassen und diese seiner neuen Depotbank vorzulegen.

Der Grund: Eigene Kaufbelege, die der Anleger gesammelt hat, werden vom Finanzamt oft nicht anerkannt.

Die von Banken in der Vergangenheit erstellte Jahresbescheinigung weist jedoch nur Gewinne und Verluste aus, die innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist entstanden sind.

Mit dem Wegfall der Spekulationsfrist und der Einführung der Abgeltungssteuer seit dem 2009 gibt es keine Jahresbescheinigung mehr. Wer jedoch noch vor dem 1. Januar 2009 Aktien gekauft hat, kann Bestandsschutz für sich beanspruchen.

Bei einem Depotwechsel und den damit eingebuchten Wertpapieren weiß die neue Bank jedoch häufig nicht das Kaufdatum, wenn die bisher depotführende Bank dieses nicht freiwillig mitgeteilt hat.


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Ersatzbemessungsgrundlage bei Depotwechsel

Hat die neue Depotbank keine Kenntnisse über die Anschaffungskosten muss die Bank eine Abgeltungssteuer von 25% von einer Ersatzbemessungsgrundlage berechnen.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Wertpapiere vor dem 1. Januar 2009 gekauft und Jahrzehnte später durch Erbschaft in ein anderes Depot gebucht wurden.

Diese Ersatzbemessungsgrundlage beträgt 30% des Verkaufserlöses. Das kann kann dazu führen, dass der Anleger deutlich höhere Steuern zahlen muss, obwohl gar keine Kursgewinne angefallen sind.

Die Ersatzbemessungsgrundlage wird allerdings nur bei Wertpapieren herangezogen, die bis Ende 2008 erworben wurden und als Finanzinnovationen eingestuft sind.

Als Finanzinnovationen gelten zum Beispiel Aktienanleihen, niedrig verzinsliche Anleihen, Nullkuponanleihen (Zerobonds), Stufenzinsanleihen, Umtauschanleihen und variabel verzinsliche Anleihen.

Nicht betroffen sind Papiere wie Bundesanleihen, Pfandbriefe oder Fonds, da hier die Kursgewinne nicht als Zinserträge gewertet werden.

Werden Wertpapiere aus dem Ausland auf ein inländisches Depot gebucht, benötigt der Anleger eine Bescheinigung der Auslandsbank über den Kaufkurs.

Kann der Anleger keinen Nachweis aus Drittländern vorweisen, wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 30% des Verkaufserlöses fällig.

Spekulationsfrist bei Depotwechsel: Banken sind verpflichtet, Informationen weiterzugeben

Inzwischen hat der Gesetzgeber durch § 43a Abs. 2 Satz 3 EStG 2009 für eine deutliche Vereinfachung gesorgt.

Bei einem Depotwechsel nach dem Jahr 2008 ist die bisherige Bank gesetzlich verpflichtet, der neuen Depotbank sämtliche für die Besteuerung erforderlichen Informationen (Anschaffungskosten, Kaufdatum der Wertpapiere) mitzuteilen.

Damit kann die neue Bank beim Depotwechsel eine Pauschalabgabe mit der richtigen Kursdifferenz berechnen und die Ersatzbemessungsgrundlage bleibt außen vor.

Die Banken müssen den Depotwechsel auf andere Personen auch dem Finanzamt melden.

Mehr dazu: Das Geheimnis der Spekulationsfrist

Geschenkte und vererbte Wertpapiere

Verschenkte und vererbte Wertpapiere lösen allein noch keine Abgeltungssteuer aus. Allerdings müssen Banken einen solchen Depotwechsel wie einen Verkauf mit dem aktuellen Börsenkurs versteuern.

Der Anleger sollte daher der Bank die Schenkung melden, um eine Besteuerung zu vermeiden.

Mehr dazu: Abgeltungssteuer umgehen: So sparen Sie bei Depotübertragungen

Durch die neuen gesetzlichen Regelungen ist der Depotwechsel für den Kunden insgesamt einfacher geworden.

4. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands