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Spotify strebt in 2017 an die Börse – große Chance für Anleger?

Schon im Vorjahr kursierten Gerüchte, wonach der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify im Jahr 2017 an die Börse kommt. Konkret soll ein Börsengang von Spotify im zweiten Halbjahr dieses Jahres geplant sein, heißt es in Investorenkreisen.

Kein Wunder, denn Spotify braucht das Geld. Das vom Schweden Daniel Ek vor mehr als 10 Jahren gegründete Start-up hat bislang noch in keinem Jahr Gewinn erzielt. Im Vorjahr nahm der Musikstreaming-Dienst 1,0 Mrd. US-$ in Form von Wandelanleihen auf, um sein Wachstum zu finanzieren.

Spotify Börsengang: der Musikdienst in Zahlen

Die im Jahr 2006 gegründete Spotify AB ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Inzwischen ist Spotify in 60 Ländern aktiv und zählt über 2.000 Mitarbeiter.

Im März 2016 wurde die Marke von 30 Millionen zahlenden Kunden überschritten, inzwischen ist diese Zahl über 40 Millionen zahlende Abonnenten gestiegen – trotz der Konkurrenz durch Apple Music.


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Analysten glauben, dass Spotify zum Zeitpunkt des Börsengangs dann 50 Millionen zahlende Abonnenten vorweisen kann – damit wäre Spotify mit Abstand der weltweit führende Musikstreaming-Dienst. In Investorenkreisen wird Spotify daher bereits mit mehr als 8,0 Mrd. US-$ bewertet.

In 2015 konnte Spotify seinen Umsatz bereits um rund 80% auf rund 2,0 Mrd. € steigern, in 2016 dürfte der Umsatz nochmals um 50% gestiegen sein, so Schätzungen von Bloomberg Finance. Dennoch ist Spotify noch nicht profitabel. Wie viel Geld das Unternehmen derzeit noch verliert, ist allerdings nicht bekannt.

Das Geschäftsmodell von Spotify

Spotify bietet sowohl einen gebührenpflichtigen, als auch einen werbefinanzierten Zugang zu seiner Musik-Bibliothek an, die derzeit insgesamt mehr als 30 Millionen Musiksongs umfasst. Die App von Spotify ist für nahezu alle gängigen Plattformen (Windows, iOS, Android, macOS) verfügbar. Insgesamt verzeichnet Spotify über 100 Millionen Nutzer, die mehrheitlich den werbefinanzierten Musikstreaming-Dienst der Schweden nutzen.

Haupteinnahmequelle sind aber die über 40 Millionen zahlenden Abonnenten, die knapp 10 Dollar im Monat für den unbegrenzten Zugang zum Musikkatalog von Spotify bezahlen. Neben dem Standarttarif bietet Spotify noch einen 14,99 US-Dollar teuren Familientarif sowie den knapp 5 US-Dollar teuren Studententarif an.

Der Löwenanteil der Kosten für den Geschäftsbetrieb entfällt auf Lizenzzahlungen für die Musikindustrie. Rund 55% des Umsatzes fließen zurück an die Rechteinhaber – vor allem an die drei großen Musiklabel Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music Group.

Spotify Börsengang – nur für spekulative Anleger interessant

Spotify-Gründer Daniel Ek will die Lizenzverträge mit der Musik-Industrie neu verhandeln, um so die Basis für den Sprung in die Gewinnzone und einen möglichen Börsengang von Spotify in diesem Jahr zu legen.

Als Vorbild könnte dabei der Video-Streamingdienst Netflix dienen. In 2016 ist Netflix auf Kurs, einen Umsatz von 8,8 Mrd. US-$ und einen operativen Gewinn von 348 Mio. Dollar zu erwirtschaften, so Bloomberg-Schätzungen. Netflix weist aktuell Bruttomargen von 32% auf und wird derzeit mit seinen über 80 Millionen zahlenden Abonnenten mit 55 Mrd. US-$ an der Börse bewertet.

In ähnliche Dimensionen könnte auch Spotify vorstoßen, aber nur dann, wenn es dem Unternehmen gelingt, seine Lizenzkosten zu senken und gleichzeitig seine Abonnentenzahlen weiter zu steigern, so dass die Bruttomargen (geschätzte 17 bis 19%) deutlich anziehen.

Spotify ist damit nur für mutige und risikobewusste Anleger interessant, die an weiter steigende Abonnentenzahlen glauben, die den schwedischen Musikstreaming-Dienst langfristig in die Gewinnzone hieven.

25. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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