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Sprachkurs im Urlaub: Reisekosten anteilig absetzbar

Urlaubskosten sind reine Privatsache und daher steuerlich nicht absetzbar.

Es gibt aber dennoch einen Trick, wie Sie zumindest einen Teil der Kosten vom Finanzamt zurückholen können: indem Sie am Urlaubsziel einen Sprachkurs machen.

Lesen Sie hier, unter welchen Voraussetzungen Sie die Reisekosten dann steuerlich absetzen können und wie Sie die Kosten in „privat“ (nicht absetzbar) und „beruflich“ (absetzbar) aufteilen.

Voraussetzung 1: Berufliche Weiterbildung

Ob im Inland oder Ausland: Einen Sprachkurs können Sie nur dann von der Steuer absetzen, wenn er Ihnen beruflich nützt.

Wer also aus purem Spaß an der Freude in der Bretagne Französisch lernt, ohne bei seinem Arbeitgeber jemals die französische Sprache zu brauchen, kann steuerlich nichts absetzen.

Anders sieht es aber beispielsweise bei einem Business-English-Kurs in Cornwall aus, oder bei einem Spanischkurs in Sevilla, wenn Sie etwa als Export-Sachbearbeiter in Ihrer Firma auch für Spanien und Lateinamerika zuständig sind.

Da wird das Finanzamt keine Schwierigkeiten machen, denn der Zusammenhang zu Ihrer beruflichen Tätigkeit liegt nahe.


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Voraussetzung 2: Der Arbeitgeber darf die Kosten nicht erstatten

Steuerlich absetzen dürfen Sie nur Kosten, die Ihnen der Arbeitgeber nicht erstattet. Zahlt er beispielsweise den Sprachkurs, nicht aber die Flüge zum Zielland und den Hotel-Aufenthalt, dann sind nur die Flug- und Hotelkosten absetzbar.

Zahlt er dagegen alles, dann können Sie die Kosten nicht noch zusätzlich von der Steuer absetzen.

Aber Sie wissen selbst aus Ihrem Arbeitsleben: Dass ein Arbeitgeber die Kosten für einen Auslands-Sprachkurs voll und ganz übernimmt, ist eher unwahrscheinlich.

Deshalb lohnt es sich, sämtliche Reisekosten-Belege aufzuheben und bei der Steuererklärung als Werbungskosten geltend zu machen.

Das Schöne ist: Das funktioniert auch, wenn Sie den Sprachkurs noch mit einem Urlaub verbinden; wenn Sie also beispielsweise eine Woche früher hinfliegen und erst einmal das süße Nichtstun am Strand genießen.

Auch funktioniert es, wenn Sie nach dem Sprachkurs noch eine Woche dranhängen und die schönsten Städte und Denkmäler des Landes besichtigen.

Kosten zeitanteilig aufsplitten und belegen

Wie viel von den Kosten können Sie absetzen? Der Bundesfinanzhof hat bestimmt: Absetzbar ist, was zeitanteilig auf den Sprachkurs entfällt (24.2.2011, VI R 12/10).

D. h., Sie splitten die Kosten gemäß den Tagen auf. Angenommen, Sie verreisen für 2 Wochen: Insgesamt 7 Tage entfallen auf den Sprachkurs. 7 weitere Tage sind für Ihre Erholung gedacht.

Dann können Sie die Hälfte der Kosten von der Steuer absetzen. Das gilt sowohl für den Flug als auch für die Übernachtungs-Kosten. Auch die Taxi- oder Busfahrt zum Hotel zählt selbstverständlich zu den anteilig absetzbaren Kosten.

Nicht absetzbar ist lediglich, was Sie am Zielort an zusätzlichen Freizeit-Veranstaltungen buchen; also etwa Kurztrips, Stadtführungen und Animations-Programme.

Denken Sie auch daran, die Verpflegungs-Pauschalen für die Tage zu ermitteln, die auf den Sprachkurs entfallen!

Das sind, grob gesagt, pauschale Tagessätze, die Ihnen der Fiskus für die Verpflegung zugesteht. In Deutschland sind das nur 24 € pro Tag, die Sie zusätzlich absetzen können.

Im Ausland sind diese Sätze oft höher und hängen vom Zielland ab. In Portugal sind es beispielsweise 36 €, in Spanien (je nach genauem Ziel) zwischen 29 und 41 € und in England zwischen 42 und 57 €. Auch das läppert sich…

Welche Auslands-Verpflegungs-Pauschalen Sie für Ihr Zielland steuerlich geltend machen können, finden Sie hier. Geltend machen können Sie natürlich ebenfalls nur die Tage, die auf den Sprachkurs entfallen.

Sie sehen: Mit diesem Trick gelingt es durchaus, den Fiskus an Ihren Reisekosten zu beteiligen. Und weil Sie dabei ja tatsächlich etwas für Ihre berufliche Weiterbildung tun, ist das auch gerechtfertigt!

24. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.