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Sprechen Sie auch schon kundisch?

Sie sprechen englisch, polnisch, spanisch, französisch, türkisch, weitere Sprachen? Fremdsprachenkenntnisse sind heute unerlässlich.

Das lesen wir immer wieder, wenn es um Zukunftschancen im Beruf geht.

Auch bei den Immobilienberufen haben Bewerber, die eine weitere Sprache sprechen, sehr gute Einstellungschancen. Sprachkenntnisse sind nicht nur bei der Bewerbung wichtig, sondern vor allem in der Berufsausübung, also jeden Tag auf’s Neue am Telefon, im Umgang mit Kunden, bei Besichtigungen und in der schriftlichen Kommunikation.

Sie haben bestimmt schon einmal eine Situation am Telefon erlebt, in der sich ein Interessent am Telefon oder in einer E-Mail meldet und danach fragt, ob Sie seine Sprache sprechen.

Die wichtigste Sprache fehlt in der Auflistung, oder?

Immobilienmakler, Verwalter, Sachverständige, aber auch Bänker, Bauträger und alle weiteren Berater sind nur dann erfolgreich, wenn sie „kundisch“ sprechen. Die Sprache Ihrer Kunden.


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In seinem Blog „intelliconsult“ beschreibt Autor Stefan Lapenat kundisch als „häufiger Dialekt bei den Käufern von Produkten und Dienstleistungen. Nicht immer exakt im Ausdruck. Beeinflusst stark den Gefühlsstand des Sprechers. Wird manchmal falsch verstanden bzw. ignoriert. Dies beeinflusst den Gefühlsstand des Sprechers noch stärker.“

Kunden erwarten, dass Sie ihre Sprache sprechen

Wenn ich beim Arzt sitze, dann soll mir mein Arzt in einer Sprache, die ich verstehe, erklären, was ich habe. Mein Steuerberater soll mir den Grund für meine Steuernachzahlung so erklären, dass ich die Aufforderung des Finanzamtes zur Nachzahlung nachvollziehen kann. Und mein Immobilienverwalter soll mir in der Eigentümerversammlung präzise erläutern, warum ein Beschluss der Eigentümerversammlung zur Aufstockung der Instandhaltungsrücklage erforderlich ist.

Es wäre einmal ein interessantes Projekt, die Teilnehmer von Eigentümerversammlungen zu befragen, ob sie die gefassten Beschlüsse verstanden haben und der Verwalter diese verständlich erläutert hat. Welches Ergebnis eine solche Untersuchung wohl zutage fördern würde?

Wenn Sie noch einmal auf die Erläuterung von „kundisch“ schauen, dann stellen Sie fest, dass diese Sprache auch einen psychologischen Aspekt hat.

Es beeinflusst den Gefühlsstand Ihres Kunden noch stärker, wenn die ihn falsch verstehen oder sein Anliegen ignorieren. Hier steckt also ein Steigerungspotential, das zu Auseinandersetzungen führen kann. Denken Sie nur an Ihre letzte Eigentümerversammlung.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Nachholbedarf in „kundisch“ gibt.

Das ist nicht nur  in Eigentümerversammlungen der Fall. Auch die Sprache in Exposees, in Verkaufsprospekten, in Maklerverträgen, die Erläuterung eines Gutachtens, der Entwurf eines Bauträgervertrages und viele Briefe zwischen Immobilienbüros und Kunden könnte häufiger kundisch sein. Von einem Notarvertrag wollen wir erst gar nicht sprechen.

Fach- oder Fremdworte vermeiden –  besser, klare Sprache

Überprüfen Sie doch einmal die Texte auf Ihrer Webseite, Ihre Standardbriefe, die Sie nach einer Anfrage an einen Kunden senden oder ein Exposè darauf, ob es in kundisch verfasst ist.

Sichere Anzeichen, dass Sie gerade eine andere Sprache als kundisch sprechen sind: viele  Fach- oder Fremdworte, umständliche Bandwurmsätze, unrealistische Übertreibungen, verklausulierte Begriffe, keine klare Sprache oder Botschaft. Das fängt bei der Überschrift an und endet im Kleingedruckten.

Schauen Sie doch noch einmal etwas genauer hin: Eigentlich ist jeder Telefonanruf, jede E-Mail, die Sie in Ihrem Immobilienbüro erreicht, eine Anfrage auf kundisch, oder? Ihre Antwort sollte dann auch in kundisch sein.

Wer auf eine kundische Anfrage in „Immobiliendenglisch“ oder in „Technokratendeutsch“ oder auch nur in „Immobilistisch“ antwortet, spricht nicht die Sprache seiner Kunden.

Gut, wenn Sie gerüstet sind und bei einer Anfrage auf kundisch dann diese Sprache sprechen.

24. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.